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Tausende von Zuschauern beim Freeway-Cup in der Lübbecker Kreissporthalle

Mehr als ein Fußballturnier

Lübbecke (WB). Der Lübbecker Freeway-Cup ist nicht nur ein sportlicher Höhepunkt, sondern auch als gesellschaftliches Ereignis kaum noch wegzudenken aus dem Veranstaltungskalender der Stadt. Und dabei ziehen die Nachwuchskicker von deutschen Spitzenclub (von Bayern München über Dortmund bis Leipzig) viele Interessierte aus der ganzen Region an. „Zweieinhalb Tausend Menschen sind heute hier. Wir sind ausverkauft“, sagte Turnierchef Christian Spönemann zufrieden, während auf dem Spielfeld die vorletzte Achtelfinalpartie ausgetragen

Arndt Hoppe

Um für Abwechslung beim Freeway-Cup zu sorgen, haben die Organisatoren die Cosmic Artists aus Berlin nach Lübbecke geholt. Zwischen Achtel- und Viertelfinalspielen zeigte Curving-Artist Ole sein Können mit dem „Mono Wheel“ Foto: Arndt Hoppe (4)

wurde.

Diese Partie kündigte Moderator Henrik Frevert (der dem Sänger Mark Forster mit Bart, Brille und Kappe zum Verwechseln ähnlich sah) als „Mutter aller Derbys“ an: Borussia Dortmund gegen Schalke 04. Das Publikum ging bei dem hochklassigen Duell begeistert mit. Kein Wunder, denn nach dem 3:3-Ausgleich nur zwei Sekunden vor Schluss bekamen die Zuschauer noch ein Neun-Meter-Schießen zu sehen, das der BVB für sich entscheiden konnte.

Fan-Familie seit Jahren dabei

Dieses Ergebnis gefiel auch besonders den beiden kleinen gelb-schwarzen Fans Jacob und Raúl. Die Jungs waren mit ihren Eltern aus Osnabrück in die Stadtsporthalle gekommen und trugen stolz BVB-Trikots in Miniausführungen. „Wir sind schon zum fünften oder sechsten Mal hier“, sagte Mama Helene Kaiser. Sonst sei immer auch die ältere Schwester der beiden Kleinen dabei, denn die Veranstaltung sei für die ganze Familie toll. Dass alle fünf Freeway-Cup-Fans sind, wunderte nicht. „Ich habe selbst mal bei dem Turnier auf dem Platz gestanden – mit dem VfL Osnabrück“, erklärte Papa André Kaiser und rechnete nach. „Ich bin jetzt 36. Das dürfte ungefähr 20 Jahre her sein.“

Besonders beliebt ist der Cup auch bei vielen, die selbst in Sportvereinen im Altkreis aktiv sind. „Ich bin schon seit langem jedes Jahr dabei“, sagte zum Beispiel Jörg Winkelmann. Die Stimmung in der Halle sei in diesem Jahr sehr unterschiedlich, je nach Spielpaarung. „Die ‚Mühlis‘ sind ja leider schon wieder früh ausgeschieden. Aber auch bei vielen anderen Spielen ist auf den Rängen ganz gut was los.“

Abwechslung für Auge und Ohr

Um den Zuschauern außer den Fußballspielen einige Abwechslung für Auge und Ohr zu bieten, hielten die Organisatoren ein kleines Rahmenprogramm bereit. Am Samstag hatten Gruppen des Freestyle Dance Clubs des TuSpo Rahden ihren Auftritt in der großen Halle. Und am Sonntag traten die Berliner Cosmic Artists auf.

Damit beim Turnier alles rund läuft, sind immer eine ganze Menge helfende Hände erforderlich. „Insgesamt helfen etwa 200 Ehrenamtliche mit“, sagte Frank Wübker vom Orga-Team. Die Betreuung der Mannschaften sei eine der Aufgabe, die vom BSC Blasheim übernommen werde, erklärte der Vorsitzende des SVE Börninghausen, der selbst bereits seit 20 Jahren dabei ist: „Allein vom SVE sind etwa 120 Helfer am Start. Das fängt beim Catering und Ordnungsdienst an und hört beim Bandenaufbau und -abbau auf. Der Älteste ist über 70 und die Jüngsten, die beim Ballholen helfen, sind sieben oder acht.“ Bei aller Arbeit steht für ihn fest: „Es ist einfach immer ein tolles Erlebnis.“

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