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Nach Wasserschaden: Turnhalle »Im Kleinen Feld« wird früher fertig

Sportliche Sanierung

Lübbecke (WB). Nach einem Wasserrohrbruch ist die Turnhalle der Grundschule »Im kleinen Feld« seit Beginn des Jahres gesperrt. Etwa 200 Kinder müssen derzeit zum Sportunterricht in die Stadtsporthalle ausweichen. Nun steht so gut wie fest, dass die Kinder früher als gedacht in ihre Turnhalle zurückkehren können.

Kai Wessel

Da hat’s getropft: Hausmeister Reinhard Dresing steht in der Turnhalle der Grundschule »Im kleinen Feld«. Anfang Januar stand hier das Wasser einen Zentimeter hoch. Nach dem Rohrbruch läuft inzwischen die Sanierung der Halle. Foto: Kai Wessel

Ursprünglich hatte die Stadt für die Sanierung einen Zeitraum bis zu den Sommerferien veranschlagt. Nun geht Eyke Blöbaum vom Städtischen Gebäudemanagement davon aus, dass die Halle nach den Osterferien wieder zur Verfügung stehen könnte. »Wir haben Glück im Unglück. Die beauftragte Firma hat uns informiert, dass bei ihr Kapazitäten frei geworden sind, so dass die Sanierung zügiger vonstatten gehen kann als von uns geplant.« So etwas sei in diesen Zeiten »hochgradig selten«, sagt Blöbaum.

Je früher, desto besser

Schulleiterin Isabella Hagemeier begrüßt die Entwicklung. Der Weg zur Stadtsporthalle sei problematisch. Wir benötigen zusätzliches Aufsichtspersonal.« Je früher die eigene Halle wieder zur Verfügung stünde, umso besser sei das für die Kinder.

Derzeit wird bereits der neue Schwingboden verlegt. Der alte musste raus. Hausmeister Reinhard Dresing stand am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien vor einer Art Teich, als er in der Turnhalle nach dem Rechten schaute. »Da stand das Wasser einen Zentimeter hoch.« Ein altes Rohr, das unter dem Flachdach installiert war, hatte ein Leck. Starkregen erledigte den Rest. Der Schaden belief sich auf etwa 35.000 Euro.

Sanitärbereich wird auch gemacht

Im Zuge der Sanierung wird jetzt nicht nur ein neuer Boden verlegt, sondern auch der Sanitärbereich saniert. Hier seien nach Auskunft von Hausmeister Dresing 40 Jahre alte Gussrohre aufgefallen, die nun ersetzt würden. Für Dresing war der aktuelle Fall bereits der zweite Rohrbruch in den vergangenen Jahren. Einen dritten Wasserschaden möchte er in seinen letzten 100 Tagen vor der Rente nicht mehr erleben.

Schulen in gutem Zustand

Eyke Blöbaum stellt klar, dass Rohrbrüche nie völlig auszuschließen seien. Grundsätzlich seien die Gebäude der Stadt aber in einem ordnungsgemäßen bis guten Zustand. »Sie finden hier in Lübbecke keine Schule, wo der Putz von den Wänden fällt.« Die Stadt würde Jahr für Jahr hunderttausende Euro investieren, um die Gebäude, nicht zuletzt auch die Heizungsanlagen, in Schuss zu halten. Das gelte auch für die älteste Schule der Stadt, die Grundschule Nettelstedt (Baujahr: 1928) sowie für die Grundschulen in Gehlenbeck und Blasheim, die in den 50er-Jahren errichtet wurden. »Wenn man da was vernachlässigt, fällt einem das irgendwann auf die Füße«, sagt Blöbaum. Das kann der städtische Gebäudemanager auch seinem Nachfolger mit auf den Weg geben. Blöbaum geht im April in den Ruhestand.

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