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Ehemaliges Freibad an der Obernfelder Allee in Lübbecke wird zum Bürgerpark

Umbau schreitet voran

Lübbecke (WB/vw/nokem). Das waren noch Zeiten – als das Lübbecker Freibad an der Obernfelder Allee im Sommer geöffnet war und nur ein einziger Besucher seine Runden drehte. Der Fachangestellte für Bäderbetriebe René Osterholt aus Bad Holzhausen kann sich an diese Zeit noch gut erinnern. Er war in dieser Zeit Auszubildender im dritten Lehrjahr zum Fachangestellten für Bäderbetriebe und hatte Aufsicht an diesem Tag im Juli 2002.

Das Freibad aus der Vogelperspektive: Gut zu erkennen ist das entkernte Schwimmbecken. Foto: Martin Nobbe

Doch was lange währt, wird nun endlich gut. 18 Jahre später wird das Areal rund um das Freibad umgestaltet und soll als Bürgerpark ein neues Gesicht erhalten. 10.000 Qua­dratmeter groß ist das Gelände des ehemaligen Freibades an der Obernfelder Allee. Die maroden Reste der Anlage stehen seit 2004 unter Denkmalschutz. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit etwa 2,4 Millionen Euro. Ausgehend von den in einem Bürgerworkshop gesammelten Ideen haben Planer das Gelände des alten Freibades in eine Grünfläche zum Entspannen und für Aktivitäten konzipiert. Den letzten Zahlen zufolge soll der Umbau insgesamt 3,5 Millionen Euro kosten.

Mit Wehmut blickt Manfred Skubowius (77) heute zurück, wenn es um „sein“ Freibad an der Obernfelder Allee geht. 1953 wurde das Freibad eingeweiht. 34 Jahre war der aus Marl stammende Rentner hier Bademeister. Seine Ausbildung zum Schwimmmeister hatte Skubowius seinerzeit 1968 in Hannover gemacht und sich danach mit Erfolg auf ein Stellenangebot der Stadt Lübbecke beworben. „Lang ist es her”, sagt Manfred Skubowius schmunzelnd. Mit seiner Ehefrau bewohnt er bis heute die städtische Wohnung auf dem Areal des Freibades und kann so den Umbau aus nächster Nähe verfolgen.

Zehn-Meter-Turm wird Kletterturm

„Seit gut einem Monat wird hier mit einem kleinen Bagger im Schwimmbecken gearbeitet”, berichtet Skubowius. Auch das Becken steht unter Denkmalschutz. „Es bleibt zwar baulich erhalten, wird aber zurückgebaut. Später soll eine Grünfläche darin entstehen, und die muss natürlich entwässert werden können“, erläutert Stadtsprecher Andreas Püfke. Inzwischen ist der Boden entfernt und in großen weißen Säcken zum Abtransport verstaut worden.

Der Zehn-Meter-Turm, auf dem im Jahr 1963 bereits die Westdeutschen Meisterschaften im Turmspringen ausgetragen wurden, wurde bereits in ein Gerüst gezwängt. Dieser soll nach den Plänen für den Bürgerpark in einen Kletterturm umfunktioniert werden. Andere Bereiche sollen mit Spiel- und Fitnessgeräten ausgestattet werden. Auch einen Bouleplatz soll es geben.

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