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Jury von »Unser Dorf hat Zukunft« erhält Einblicke und Apfelsaft

Willkommen in Stockhausen

Stockhausen(WB). Das kleinste Dorf in Lübbecke – nur 739 Menschen leben hier – hat sich der Kommission gestellt: Am Freitag bereiste die Prüfungskommission des Wettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« um die Vorsitzende Marie-Luise Lahrmann aus Niedermehnen das Storchendorf Stockhausen.

Lena Knickmeier

Zu Stockhausen gehören denkmalgeschützte Höfe und viel Fachwerk. Beim Spaziergang durchs Dorf schreitet Bürgermeister Frank Haberbosch voran mit (von links) Margret Masbaum (Jury, Minden) Renate Tönsing, Peter Schmüser und Gerd H. Niemeyer. Foto: Lena Knickmeier

Ortsvorsteher Torsten Stank und Alexander Niemeyer begrüßen die Kommission am Storchenschild. Danach geht es zum Hof Tönsing/Kronfeld, wo die Dorfbewohner zur Begrüßung Apfelsaft servieren – selbst gemachter Apfelsaft natürlich.

Rote Regenschirme bereitgestellt

»Wir waren schon oft hier in Stockhausen und werden immer besonders herzlich begrüßt«, findet Marie-Luise Lahrmann. Passend zum Wetter haben die Stockhauser Regenschirme mit der Aufschrift »Stockhausen tut gut« für den Besuch bereitgestellt. Auch Bürgermeister Frank Haberbosch lässt es sich nicht nehmen, den Dorfrundgang zu begleiten. »Ich komme immer sehr gerne nach Stockhausen. Hier gibt es noch eine richtige Dorfgemeinschaft mit tollen Menschen.«

Zunächst rollt die Kommission per Bus durch das Kerndorf und die Ortsteile Hope und Horst. Alexander Niemeyer erklärt der Prüfungskommission das Dorf. »Im Norden und Süden ist das Kerndorf von weitläufigen Ackerflächen und dem Naturschutzgebiet ›Rauhe Horst‹ umgeben. In den letzten Jahren haben hier viele Familien gebaut und es gibt kaum Leerstand.« Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Landwirtschaft. »Vier Voll- und vier Nebenerwerbslandwirte sind in Stockhausen ansässig«, sagt Wilm Treseler. Er selbst bewirtschaftet in zwölfter Generation einen 100 Hektar großen Betrieb mit 60 Milchkühen.

Über den Birnenpfad zum Telgtengarten

Im zweiten Teil der Führung geht es zu Fuß vom Hof Niemeyer über den Birnenpfad hinüber zum Telgtengarten. Dort wartet schon der Posaunenchor der Kirchengemeinde Blasheim und der Petrusgemeinde Stockhausen. Die Gemeinden sind miteinander vernetzt. Pfarrer Friedrich Stork: »Einmal im Jahr veranstalten wir im Telgtengarten einen Open-Air Gottesdienst.«

Weiter geht es über das Gut Stockhausen zur Begegnungsstätte, wo sich die verschiedenen Vereine und Gruppen des Dorfes präsentieren. Außer der Boule-Gruppe, dem Heimat- und Sportverein zeigen auch der Kindergarten, die Landfrauen, die Feuerwehr, der Sozialverband und die Generation 80 Plus Präsenz. »In Stockhausen leben 35 Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Und davon lebt nur einer in einem Altersheim, alle anderen wohnen zu Hause bei ihren Familien«, sagt Gerd H. Niemeyer.

Alles Nötige in geringer Entfernung

Er erläutert in einem kurzen Vortrag noch die Infrastruktur des Dorfes. »Viele meinen, dass Stockhausen keine gute Infrastruktur habe. Aber alles Nötige ist in zwei bis drei Kilometern Entfernung zu erreichen. Die Einwohner eines Dorfes müssen den Eindruck haben, gut versorgt zu sein. Stockhausen ist nicht grundlos in den letzten Jahren gewachsen.«

Ein besonderes Glanzlicht erwartet die Prüfungskommission ganz zum Schluss. In der Begegnungsstätte präsentieren die Dorfbewohner den Stockhausen-Song, verfasst von Gerd H. Niemeyer. Musik zum Schluss – vielleicht für eine gute Note.

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