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Idee vom Weihnachtszauber stößt auf große Resonanz und Spendenbereitschaft

Wünsche werden wahr

Lübbecke (WB)

Am Samstagnachmittag wurde es für die Weihnachts-Wichtelinnen und Wichtel im Lübbecker Weihnachts-Zauberwald ernst.

Peter Götz

Kinderaugen leuchten lassen – das erklärte Ziel der Weihnachtswichtel vom Wiehenweg ist erreicht worden. Im Hintergrund sitzt der Weihnachtsmann alias Thomas Espey Foto: Peter Götz

Nach wahrhaft turbulenten Tagen der Vorbereitung wurde es zum ersten Mal wirklich Weihnachten im Wiehenweg – mit strahlenden Kinderaugen, Weihnachtsmärchen, Weihnachtsmann und allem, was dazu gehört.

Vor allem Anderen gehörte eine große Portion Sportsgeist seitens der Initiatoren dazu, die eine immense Flexibilität mitbringen mussten, um ihr selbst gestecktes Ziel zu erreichen. Doch für Mike Lammers und seine Zauberwichtel gab und gibt es kein Zurück.

„Klar gerieten wir im Laufe der Vorbereitungen ständig in Situationen, in denen wir uns was einfallen lassen mussten, doch jedes Mal taten sich spontan Lösungen auf – meistens sogar Bessere als die ursprünglichen Varianten. So konnten wir bis auf das Rentierreiten so gut wie alle unsere Pläne erfüllen“, freut sich Lammers am Ende des ersten Zauberweihnachts-Tages. Die Herausforderungen der vergangenen Tage sind ihm im Lichte der festlichen Beleuchtung des Weihnachtswaldes nicht anzusehen, wohl aber die Freude über die gelungene Aktion.

Diese wurde möglich durch die große Spendenbereitschaft Lübbecker Privatleute und Firmen sowie durch eine harmonische Zusammenarbeit aller Beteiligten, die zum Teil unsichtbar hinter den Kulissen oder in den bunten Kostümen für das Wohl ihrer kleinen Gäste sorgen und ihnen ein garantiert unvergessliches Fest bereiten.

Doch nicht nur die Kinder haben den Weihnachtsglanz in den Augen. Die anwesenden Akteure des Weihnachtszaubers berichten übereinstimmend, dass auch ihnen im Verlauf der ersten Festlichkeiten schon manche Träne der Rührung über die Wangen geflossen sei, so etwas passiere auch gestandenen Weihnachtsmännern wie Thomas Espey. Der gebürtige Lübbecker kam extra aus Hessen angereist, um sein sonores „Ho Ho Ho“ und die Weihnachtsglocke erklingen zu lassen; bis zum Finale am Dienstag noch mindestens 55 Mal, denn so viele Kinder haben sich bislang zur Bescherung angesagt.

Diese Kinder und ihre Familien können dort, vollkommen corona-gerecht mit Abstand und Desinfektionsspendern, wohl ein wirklich unvergessliches Weihnachtsfest unter freiem Himmel feiern, das Attraktion und Besinnlichkeit gleichermaßen bereithält. Am Samstagabend glänzten jedenfalls viele Kinderaugen.

Gegen 19 Uhr traf Jason Holloway aus Minden mit seiner Familie ein, denn auch die Kinder der Mitwirkenden gehören selbstverständlich zu den Gästen, bekommen ihre Aufmerksamkeit, ihre Weihnachtsgeschichte, Märchen und Geschenke, während ihr Papa sich sichtlich über die Wirkung seiner Bilder auf der weihnachtlichen Wald-Lichtung freut.

Gut 40 Stunden hat die Schaffung der beeindruckenden großformatigen Szenen aus der Weihnachtszaubergeschichte in Anspruch genommen. Was im Grunde genommen, angesichts der Ausmaße der Leinwände, eigentlich gar nicht so lange erscheint, doch für einen Graffiti-Profi sind großflächige Arbeiten sozusagen das tägliche Brot. „Ich war sogar etwas vor dem geplanten Termin fertig, obwohl dies meine ersten Weihnachts-Motive sind“, sagt der Künstler, dessen Air-Brush-Werke nicht nur im Mindener Raum eine gewisse Bekanntheit genießen.

Zwei Exemplare der insgesamt sechs Motive haben inzwischen schon neue Besitzer gefunden, die Verbleibenden können für den guten Zweck ersteigert werden. Doch vorerst hängen noch alle zusammen auf der Lichtung im Zauberwald.

Gegenüber steht eine Hütte aus hellem Holz, dort gönnt sich auch Mike Lammers nach getaner Arbeit einen heißen Kinderpunsch und eine frisch gebackene Waffel. „Der erste Tag ist super gelaufen,“ resümiert er das Geschehen. Auch mit seiner persönlichen Motivation für ein derart ungewöhnliches Engagement hält Lammers nicht hinterm Berg; „Ich widme dieses Fest meiner verstorbenen Frau, der unser Weihnachtszauber mit Sicherheit sehr gefallen hätte, und wir alle werden auch nach dem Fest nicht aufhören, uns für das Wohl und die kulturelle Bildung von Kindern im Kreis einsetzten.“

Weiter Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es auf der Internetseite der Veranstaltung unter www.weihnachtszauber.info.

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