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Veranstaltung der Natur- und Umweltschutzverbände

Tagung zur ICE-Neubaustrecke durch OWL am 5. November in Minden

Minden

Kann ein Großprojekt der Bahn wie die zwischen Bielefeld und Hannover geplante ICE-Schnellfahrstrecke einen wirksamen Beitrag gegen den Klimawandel leisten? Dieser Frage will eine Fachtagung nachgehen, zu der die am Bürgerdialog zum Bahnprojekt Hannover-Bielefeld beteiligten Natur- und Umweltschutzverbände am 5. November nach Minden einladen.

Von Johannes Pietsch

Eine Grafik der ICE Strecke Trasse durch Hamm und Bielefeld nach Hannover. Foto: dpa/ Montage: Patrick Sönel

Unter dem Titel „ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecken und Klimawandel“ soll erörtert werden, wie es tatsächlich um die Auswirkung derartiger Bauvorhaben der Bahn auf den Klimaschutz bestellt ist.

„Um wenige Minuten Fahrtzeit zu sparen, wird ein Aus- oder Neubau des Abschnitts zwischen Hannover und Bielefeld geplant, der Geschwindigkeiten von bis Tempo 300 ermöglichen soll“, heißt es in der Ankündigung der Verbände für die Veranstaltung. „Bau und Betrieb einer solchen Hochgeschwindigkeitsstrecke wären neben den erheblichen Eingriffen in Natur und Landschaft mit einem massiven CO₂-Ausstoß verbunden. Angesichts der spürbaren Folgen des Klimawandels stelle sich die Frage, ob eine solche Planung noch zeitgemäß ist.“ Auf der Fachtagung in Minden solle daher die Frage diskutiert werden, „ob eine Neubaustrecke durch das Weserbergland die klimagerechte Alternative ist.“

Prominentester Referent wird Bahnkritiker Professor Wolfgang Hesse von der Uni München sein. Er plädiert gegen den Bau großer und teurer Prestigeprojekte der Bahn und stattdessen für einen Ausbau des Schienennetzes in der Fläche. Weiterhin erwartet werden Jürgen Birtsch von der Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände sowie Hen­drik Auhagen von der der Expertengruppe „Bürgerbahn statt Börsenbahn“ und Mitgründer des Bündnisses „Bahn für Alle“. An der Podiumsdiskussion werden sich die Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze (SPD), Robin Wagner (Grüne) und Oliver Vogt (CDU) sowie Holger Sticht vom Bund NRW, Holger Buschmann vom Nabu Niedersachsen sowie Claudia Grimm von der Initiative Pro Ausbau beteiligen.

Anmeldungen bis zum 2. November

Tagungsort ist der Ständersaal im Preußenmuseum am Simeonsplatz in Minden. Beginn ist um 9.30 Uhr. Der Tagungsbeitrag inklusive Imbiss und Getränken beträgt zehn Euro.

Anmeldungen bis zum 2. November an [email protected] oder unter 05741/240 9505,

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