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Noch kein Obduktionsergebnis im Fall Noah

Todesursache unklar

Minden (WB/ca). Der Staatsanwaltschaft Bückeburg, die nach dem Tod des kleinen Noah (2) ermittelt, liegt noch kein abschließender Obduktionsbericht vor. »Wir wissen noch nicht, woran der Junge gestorben ist«, sagte Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig am Freitag.

Der kleine Noah wurde nur zwei Jahre alt. Foto:

Der Zweijährige aus Pohle bei Lauenau war am 16. Juli mit Fieber in die Kinderklinik des Klinikums Minden gebracht worden. Dort bekam er ein fiebersenkendes Mittel. Die Temperatur soll hinuntergegangen sein, und der Junge soll in der Klinik gespielt haben, wird erzählt. Eine stationäre Aufnahme des Jungen wurde nicht für nötig gehalten.

Den Eltern wurde geraten, ihrem Kind weiter das fiebersenkende Mittel zu geben und Noah ausschlafen zu lassen. Etwa 90 Minuten nach der Rückkehr in sein Elternhaus soll Noah gestorben sein, so hat es der Arzt vermerkt, der den Tod festgestellt hat. Nach Angaben eines Freundes der Familie hatten die Eltern das Kind am nächsten Morgen tot in seinem Bett entdeckt.

Klinikum hält Influenza für unwahrscheinlich

Dass Noah, wie von der Familie vermutet, an einer Influenza gestorben sein könnte, wird im Klinikum Minden für unwahrscheinlich gehalten. Tödlich könne eine Influenza vor allem bei kleineren, schwachen und behinderten Kinder verlaufen. Noah sei aber in einem guten Allgemeinzustand gewesen.

»Niemand hier im Haus kann sich vorstellen, woran das Kind gestorben ist. Wir haben ein großes Interesse an der Aufklärung des Falls und haben der Staatsanwaltschaft alle Unterlagen übergeben«, sagte Krankenhaussprecher Christian Busse.

Auf der Seite »GoFundMe« spendeten Menschen bis Freitagabend knapp 4000 Euro für die Beerdigung. Noahs Vater bezieht Hartz IV.

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