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Zwölf Einsatzkräfte benötigten fünf Stunden, um den Flieger zu Boden zu bringen – Luftsportverein erwartet Gesamtkosten von 30.000 Euro – mit Fotostrecke

Segelflieger per Autokran aus Baumwipfeln geborgen

Porta Westfalica (WB). Rund zwei Wochen nach der Bruchlandung eines Segelfliegers in einer Baumkrone bei Porta Westfalica ist das Flugzeug am Dienstag geborgen worden. »Eigentlich lief alles reibungslos«, erklärte Moritz Möller (21), ein Sprecher des Luftsportvereins (LSV) Kreis Lüchow-Dannenberg, dem das Fluggerät gehört. Allerdings habe sich die Bergung zeitlich in die Länge gezogen.

Christian Bröder

Das bei Porta Westfalica verunglückte Segelflugzeug ist am Dienstag mit einem Autokran aus den Baumkronen geborgen worden. Der Flieger sollte am 12. Oktober in dem Waldgebiet außerplanmäßig notgelandet werden und verfing sich dabei in 35 Metern Höhe in den Baumkronen. Der Pilot und seine Begleiterin konnten mit einem Hubschrauber unverletzt befreit werden. Foto: dpa

Mehr blockierendes Geäst als zunächst angenommen

Ein insgesamt zwölfköpfiges Bergungsteam benötigte von acht Uhr morgens bis gegen etwa 13 Uhr, um das verunglückte Flugzeug auf den Boden zu holen. Bei der Aktion kamen ein Autokran eines Unternehmens aus Bielefeld und eine Hebebühne einer Firma aus Porta Westfalica zum Einsatz. »Der Flieger wurde zunächst per Kran von oben gesichert. Von der Hebebühne aus wurden dann die Äste rund um den Flieger entfernt. Das war mehr Geäst als zunächst angenommen«, sagte Möller.

Das Flugzeug hatte sich am Samstag, 12. Oktober, bei einer Notlandung in 35 Metern Höhe in den Baumkronen verfangen. Der 21-jährige Pilot und seine 17-jährige Begleiterin wurden in einer spektakulären Rettungsaktion befreit. Nach mehr als vier Stunden konnten die beiden Personen per Hubschrauber unverletzt befreit werden.

Bergungskosten auf 10.000 Euro geschätz

Ein erster Bergungsversuch des Fliegers vom 100 Mitglieder zählenden LSV Lüchow-Dannenberg aus Niedersachsen musste wegen des matschigen Bodens nach zu viel Regen verschoben worden. Nun ist die Bergung geglückt. Diese kommt den Verein allerdings teuer zu stehen. »Wir rechnen damit, das sich die Kosten der Bergungsaktion auf etwa 10.000 Euro belaufen«, sagt Moritz Möller.

Schaden am Flugzeug liegt bei etwa 20.000 Euro

Hinzu käme der Schaden am Segelflugzeug, der nach einer ersten Einschätzung bei 20.000 Euro liegt. Eine Tragfläche sei durch einen Ast durchbohrt worden, zudem sei die Nasenleiste erheblich beschädigt worden, erklärte Vereinssprecher Möller. Ein Spendenaufruf das LSV Kreis Lüchow-Dannenberg habe bislang 4000 Euro eingebracht.

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