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Gut besucht: Firma Greenfiber informiert über Glasfaseranschlüsse

„100 Mal schneller als vorher“

Preußisch Oldendorf (WB). Seien es ihre grünen Flyer, die unübersehbaren Flaggen und Banner, die Berichte und Annoncen oder die grün-weißen Werbeplakate: Nahezu jeder Preußisch Oldendorfer sollte in den vergangenen Wochen etwas von der Firma Greenfiber mitbekommen haben – dem Hamburger Unternehmen, das das Städtchen mit Glasfaseranschlüssen auf den „Platz 1 der Kommunikationstechnik“ bringen will. Was das für die Bürger bedeutet, haben die Verantwortlichen während einer dreitägigen Informationsveranstaltung im Pollertshof erklärt.

Joscha Westerkamp

Infoveranstaltung im Pollertshof: Greenfiber-Geschäftsführer Uwe Krabbe zeigt Ulrich Koltermann (links) und Thomas Guthier (rechts) gerade einen Ultra-Highspeed-Router. Foto: Joscha Westerkamp

Autoreihen weit entlang den anliegenden Straßen zeigten direkt bei der Ankunft: Die „Greenfiber Open House Days“ interessierten die Bürger. An einem Stand erklärte und zeigte man den Besuchern alles über den Tiefbau und die Kabelverlegung; an einem anderen über die Trassenplanung. Regelmäßige Vorträge auf einer großen Bühne informierten zu allen erdenklichen Themen rund um den Glasfaserausbau. Live-Musik, Eis-, Speise- und Getränkewagen luden zum Verweilen ein.

Musik und Flugsimulation

Der Höhepunkt der Veranstaltung hatte mit dem Thema Glasfaser im engeren Sinne gar nichts zu tun: Es war die Fitness-Flugsimulation „Icaros“. Mit einer Virtual-Reality-Brille im Gesicht und einem Hightech-Metall-Gestell unter Arm und Knie konnten Gäste durch eine virtuelle Welt fliegen. Wer sich am besten anstellte und den genauesten „Flug“ hinlegte, gewann sogar einen hochwertigen Ultra-Highspeed-Router. Welchen Zweck das Gerät auf einer Glasfaser-Infoveranstaltung hat? „Es soll zeigen, was mit der Anbindung an ein schnelles Datennetz alles möglich ist“, so Peter Schellenberg, Senior Sales Manager von Icaros.

Greenfiber-Geschäftsführer Uwe Krabbe sprach über den Glasfaserausbau: „Was wir hier machen, ist ein Novum.“ Preußisch Oldendorf sei eine der ersten Städte Deutschlands, die komplett an das Glasfasernetz angebunden würden – obwohl es nicht durchgängig im Förderprogramm des Landes inbegriffen sei. Dies sähe offiziell „versorgte“ Häuser nicht vor, auch wenn diese eigentlich sehr schlechtes Netz hätten. „Das fanden wir unfair“, sagte Krabbe. Da Preußisch Oldendorf die kleinste Kommune des Kreises sei, habe man sich entschieden, hier jedes Haus anzubinden. „Mit Glasfaseranschluss erhalten Sie bis zu 10.000 MBit/s. Das ist das hundertfache des bisherigen Wertes“, sagte Krabbe.

Zwei Jahre Laufzeit

In Preußisch Oldendorf investiere sein Unternehmen 12 Millionen Euro zusätzlich in den totalen Glasfaserausbau; im Rest des Kreises werde man nur die unterversorgten und vom Bund mitfinanzierten Häuser anschließen. „Jeder Hausanschluss kostet etwa 4500 Euro“, so Krabbe. „Wenn es viele buchen, vielleicht nur 4000. Unsere Kunden müssen nur 100 Euro bezahlen.“ Um das Geld wiederzubekommen, gebe es Anschlüsse deshalb nur mit mindestens zweijährigem Vertrag.

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