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Stadtverwaltung Preußisch Oldendorf sieht keinen Bedarf für Erweiterungen

19 Spielplätze sind genug

Preußisch Oldendorf (WB/aha). Die Stadt Preußisch Oldendorf sieht keinen Bedarf für mehr Spielplätze. Das stellte die Stadtverwaltung in ihrem Jahresbericht im Sozial- und Jugendausschuss dar. Zurzeit betreibt sie Stadt 19 Plätze. Bei etwa 1647 Kindern und Jugendlichen (unter 14 Jahren) im Stadtgebiet entfallen auf jede Spielfläche in etwa 87 Kinder.

Der Sozial- und Jugendausschuss der Stadt Preußisch Oldendorf hat sich gegen neue Spielplätze im Stadtgebiet ausgesprochen. Vielmehr sollen künftig attraktive und größere Schwerpunkte entwickelt werden. Foto: dpa

Die Strategie der Stadt sieht vor, attraktive und größere Schwerpunkt zu entwickeln, wie es sie zum Beispiel im Kurpark, Am Golfplatz oder am Haus der Begegnung gibt. Der Spielplatz Südrand in Getmold soll aus der Nutzung genommen werden. Die stark unterhaltungsintensiven Naturspielflächen sollen nicht wieder ersetzt werden.

Rutschenturm

Am Treiberweg in Hedem musste ein alter Rutschenturm abgebaut werden, so dass nur noch drei Geräte verbleiben. „Größe, Zuschnitt und Ausstattung geben Anlass, den Spielplatz zu überplanen oder einen konzeptionell geeigneteren Standort zu finden“, heißt es von Seite der Stadtverwaltung. Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Dorfgemeinschaftseinrichtungen in Lashorst und Hedem empfiehlt die Verwaltung, die Spielplatzplanung einzubeziehen.

Auf Grundlage der strategischen Entscheidungen im zuständigen Arbeitskreis sollen abgängige (Holz-)Spielgeräte durch solche aus langlebigerem Material ersetzt werden. „Generell gilt die Faustregel, dass für Holzspielgeräte nach zehn Jahren Nutzung ein Ersatz eingeplant werden muss“, erläutert die Verwaltung. Ein Beispiel dafür sei der Platz am Wrisbergweg mit einer Schaukel aus dem Jahr 2008, an der tragende Teile ersetzt werden müssen.

Spielgeräte-Kontrolle

Der Bauhof kontrolliert und pflegt alle Spielgeräte, insbesondere auf Empfehlung oder Beanstandung der jährlichen Prüfung. So wurde die Spielfläche Linnenbrede im Jahr 2019 komplett überarbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es laut Stadtverwaltung vereinzelt Schäden durch mutwillige Zerstörung (zum Beispiel eine angeschnittene Nestschaukel im Kurpark Bad Holzhausen).

Für die bereits abgebauten Geräte und die absehbaren Ersatzbeschaffungen wurden im Haushaltsplanentwurf 2020 bereits 40.000 Euro eingeplant. Für die Unterhaltung der Kinderspielplätze sind 12.500 Euro vorgesehen: 6000 Euro für die allgemeinen Unterhaltungskosten (wie etwa Austausch von Sand oder Kleinreparaturen) und 6500 Euro für die Hauptinspektion und die operativen Prüfungen.

Zusammengestrichen

Iris Pfeif (SPD) sagte, dass schon über Jahre hinweg zusammengestrichen worden sei. Ihre Fraktion sei dagegen, noch weitere Plätze abzubauen. Deshalb solle ein geeiigneter Standort für den Spielplatz am Treiberweg gesucht werden. Dem stimmte Wilfried Niemeyer (CDU) zu: „Da sollten wir die Entwicklung in Hedem abwarten.“ Überdies wollte sie wissen: „Wenn der Spielplatz Südrand Getmold ausläuft, was passiert dann mit dem Grundstück?“ Die Stadt werde die Fläche behalten, antwortete Bürgermeister Marko Steiner. Er könne sich vorstellen, dass dort eine Blühwiese angelegt werde. „Sie wäre bei Bedarf auch problemlos umzunutzen.“

Hannelore Lösche (Grüne) wies darauf hin, dass Naturspielplätze günstiger in der Anschaffung seien als herkömmliche. Steiner gab zu bedenken, dass die heutigen Sicherheitsanforderungen stetig gestiegen seien im Vergleich zu der Zeit, als der Naturspielplatz in Getmold angelegt worden sei. „Die Geräte müssen alle vom TÜV abgenommen werden.“

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