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Steigende Corona-Zahlen im Kreis Minden-Lübbecke

Allgemeinverfügung wird erneuert

Minden

Im Kreis Minden-Lübbecke ist ein erneuter Anstieg der Corona-Zahlen zu verzeichnen – und zwar um 52 auf insgesamt 1587 aktive Fälle.

 

Die Sporthalle in Unterlübbe wird zum Impfzentrum umgerüstet. Die Planungen für den Impfstart laufen auf Hochtouren. Foto: Friederike Niemeyer

Drei Patienten sind verstorben: ein 86-Jähriger aus Hille, ein 71-Jähriger aus Espelkamp und ein 80-Jähriger aus Minden. Im Johannes-Wesling-Klinikum und im Herz- und Diabeteszentrum werden insgesamt 29 Patienten auf den Intensivstationen behandelt.

Krisenstab und Kassenärztliche Vereinigung planen den heute von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigten Impfstart am 27. Dezember. Zurzeit stimmen sich die Beteiligten ohnehin in regelmäßigen gemeinsamen Gesprächen über Organisation und Ablauf ab, jetzt werden die Planungen auf das genannte Datum hin konkretisiert. Fest stand bereits, dass zunächst vulnerable Personengruppen durch mobile Impfteams in den Alteneinrichtungen geimpft werden sollen. „Gerade weil die Fallzahlen bei uns leider immer noch steigen und wir uns weiter stark einschränken müssen, ist es für die Menschen hier im Mühlenkreis eine gute Nachricht, dass wir bald mit den ersten Impfungen starten können“, sagt Landrätin Anna Katharina Bölling. Bei der Entscheidung in welchen Alten- und Pflegeeinrichtungen zuerst geimpft wird, sind eine ganze Reihe von Kriterien zu berücksichtigen. „Natürlich wollen wir zuerst dort impfen, wo es am nötigsten ist. Menschen können allerdings nur dort geimpft werden, wo es keine Erkrankungen gibt. Ein Blick auf die aktuellen Ausbrüche in Alten- und Pflegeeinrichtungen zeigt, dass die Lage an dieser Stelle dynamisch und schwer vorhersehbar ist. An diesem Geschehen wird sich auch die Reihenfolge der Impfungen orientieren müssen. Entscheidungen können nur kurzfristig getroffen und entsprechende Maßnahmen geplant werden.“

Vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens empfiehlt der Kreis dringend einenVerzicht auf Präsenzgottesdienste in der klassischen Form und bittet die Kirchen und Gemeinden auch im Übrigen um größtmögliche Zurückhaltung. Das Gesundheitsamt bittet um Verständnis, dass eingereichte Hygienekonzepte vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die zurzeit erhebliche Arbeitsbelastung nicht im Einzelnen geprüft werden können.

In der Stadt Espelkamp finden an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen auch weiterhin keine Gottesdienste und ähnliche Veranstaltungen statt. Eine weitere bis zum 10. Januar befristete Allgemeinverfügung, die bereits mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales abgestimmt ist, wird in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Über Weihnachten gilt für die Städte Espelkamp und Rahden eine Ausgangsbeschränkung erst ab Mitternacht. Im Übrigen verbleibt es auch hier bei der bisherigen Regelung.

Die Zahlen für die Kommunen:

Bad Oeynhausen 276 (+5)

Espelkamp 285 (+9)

Hille 35 (-1)

Hüllhorst 57 (+2)

Lübbecke 156 (+14)

Minden 371 (+12)

Petershagen 68 (+2)

Porta Westfalica 112 (+2)

Preußisch Oldendorf 65 (+3)

Rahden 109 (+5)

Stemwede 53 (-1)

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