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Am Eininghauser Weg entsteht eine Sekundäraue zum Großen Dieckfluss

Am Eininghauser Weg entsteht eine Sekundäraue zum Großen Dieckfluss

Preußisch Oldendorf (WB). Gute Wasserqualität, Artenvielfalt, Starkregenschutz – das sind drei der wichtigen Ziele, die mit einer Sekundäraue, also einem wiederhergestellten Überschwemmungsraum, in Preußisch Oldendorf erreicht werden sollen. Zu der städtischen Maßnahme gehört außerdem die Gewässerumlegung des Mühlenbaches (Einzugsraum Großer Dieckfluss). Im Rahmen des Projekts Weser-Werre-Else ist dies bewilligt worden, wie Michael Reimann vom Fachbereich Bauen im Bauausschuss mitgeteilt hat.

Kathrin Kröger

Gut für Wasserqualität, Artenvielfalt und als Schutz gegen Schäden durch Starkregen: Am Eininghauser Weg in Preußisch Oldendorf entsteht parallel zum alten Bachprofil des Großen Dieckflusses ein naturnaher Überschwemmungsraum (Sekundäraue). Foto: Silke Birkemeyer

Auf der stadteigenen Fläche, westlich des Fußweges Eininghauser Weg, soll in den kommenden Wochen auf einer Länge von etwa 200 Metern die Entwicklungsmaßnahme umgesetzt werden. Zur Vorbereitung und Baufreiheit gab es bereits einen entsprechenden Gehölzrückschnitt. Im Randbereich der Brachfläche seien aufgekommene Gehölze im erforderlichen Umfang entfernt und die Erlen zurückgeschnitten worden, so die Verwaltung. Auf Nachfrage in der Sitzung sagte Reimann: „Es wurde kein großkroniger Baum gefällt. Außerdem sind die Fällungen bis Ende Februar vorgenommen worden.“

Der alte Bachlauf bleibt erhalten

In das neue Gewässerbett der Sekundäraue werden Strukturelemente in Form von Strömungslenkern, Totholz und Tonmergelschotter eingebracht. Seitlich zu den Privatgrundstücken soll ein Unterhaltungsweg von mindestens drei Metern angelegt und mit Schotter stabilisiert werden. Der Anschluss an die Fußwegeverbindung „In der Hegge“ soll über den Einbau eines Durchlasses gewährleistet werden.

Das alte Bachprofil bleibt nach Angaben der Stadt als so genannte Entlastungsgerinne im Hochwasserfall erhalten, hier würden weiterhin die turnusmäßigen Gewässerunterhaltungsarbeiten erfolgen. Der neue Gewässerverlauf innerhalb der städtischen Fläche soll nach der Umgestaltung weitestgehend seiner eigendynamischen Entwicklung überlassen werden.

Im Haushalt ist die Maßnahme mit 30.000 Euro Gesamtkosten veranschlagt, 75 Prozent zahlt das Land. Der Bodenaushub soll woanders wieder eingebaut werden, so dass sich der Kostenrahmen um etwa 10.000 Euro reduzieren würde. „Wir werden den Kostenrahmen auf keinen Fall übertreten“, sagte Reimann. In sechs Wochen sei mit der Fertigstellung zu rechnen, die Hauptarbeiten würden in den nächsten drei bis vier Wochen erfolgen.

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