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Jürgen Nenneker nimmt Stellung zur jüngsten Bauausschusssitzung

»Beteiligung sieht anders aus«

Börninghausen (WB). Jürgen Nenneker, Geschäftsführer der Börninghauser Dorfgemeinschaft »Wir im Eggetal«, ist als Zuhörer bei der jüngsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses gewesen. Mit einer Stellungnahme reagiert er auf Entscheidung zum »Bürgerpark Masch« .

Der Bauausschuss hat sich dagegen ausgesprochen, auf einem etwa 900 Quadratmeter großen Teil dieser Fläche an der Eggetaler Straße, den Bürgerpark Masch aktuell weiter zu planen. Jürgen Nenneker vom Vorstand der Dorfgemeinschaft argumentiert dafür. Foto: Hoppe

»Die verschiedenen Ausschuss-Sitzungen beziehungsweise Ratssitzungen der Stadt Preußisch Oldendorf werden oftmals von Zuhörern aus den verschiedenen Ortsteilen mit Interesse verfolgt. Oftmals geht es dabei um Themen, die die Zuhörer ganz besonders interessieren oder von denen sie in irgendeiner Form indirekt betroffen sind«, schreibt Nenneker.

Bürgerpark ist Teil des DIEK

Am vergangenen Dienstag sei unter anderem das Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) Börninghausen behandelt worden. »Die Maßnahme Nummer 9 beinhaltet die Anlegung eines Bürgerparks auf der Masch. Die ursprüngliche Ausgangslage ging von einer Fläche von fast 4000 Quadratmetern aus, diese steht aber nach den neuesten Planungen nicht mehr zur Verfügung. Lediglich knapp 1000 Quadratmeter blieben übrig, da gleichzeitig ein Neubaugebiet erschlossen werden soll. Das ist im übrigen sehr positiv für den Ortsteil Börninghausen, denn Neubewohner sind immer herzlich willkommen«, schreibt Jürgen Nenneker.

»Nach unendlichen Diskussionen, ob denn nun diese Maßnahme angeschoben und umgesetzt werden soll, konnte eine wirkliche Entscheidung nicht getroffen werden«, schreibt Nenneker. Wie diese Zeitung berichtete, bat ein Ausschussmitglied darum, die Sitzung zu unterbrechen und dem Vorsitzenden oder dem Geschäftsführer der Dorfgemeinschaft eine Stellungnahme zu ermöglichen.

Dorfgemeinschaft wird nicht angehört

»Dies wurde aber durch den Ausschussvorsitzenden mit der Begründung abgelehnt, dass deren Aussagen nicht repräsentativ für das Dorf seien. Minuten später maßte sich der Ausschussvorsitzende aber an, durch regelmäßige Gespräche mit Eggetaler Bürgern zu wissen, dass der ›Bürgerpark Masch‹ doch von einem überwiegenden Teil der Bevölkerung nicht erwünscht sei«, kritisiert Nenneker.

Aus seiner Sicht steht die Dorfgemeinschaft seit Jahren für kontinuierliche Arbeit, auch im Rahmen der Weiterentwicklung des Eggetals. »Vieles wurde bereits auf den Weg gebracht, und dieser Weg ist noch lange nicht zu Ende. Trotz dieses Rückschlags werden wir alles daran setzen, die Maßnahmen, die ursprünglich von den Eggetaler Bürgern im Rahmen des DIEK ausgearbeitet wurden, auch in die Umsetzung zu bringen«, erklärte das Mitglied des Dorfgemeinschaftsvorstands. »Dafür stehen wir weiterhin zu unserem Wort, werden aber sicherlich auch die ein oder andere Einschränkung in Kauf nehmen müssen.«

»Es hätten sich Synergie-Effekte ergeben«

Nenneker machte deutlich: »Bürgerbeteiligung sieht für uns anders aus, und zumindest sollte ein Meinungsaustausch erfolgen und nicht einfach über die Köpfe der Eggetaler hinweg entschieden werden, was für uns gut ist, und was nicht.« Es sei an der Zeit gewesen, das Projekt anzuschieben und umzusetzen, so Jürgen Nenneker. »Die Gelegenheit war und ist günstig, da sich durch die Neubauplanungen im direkt angrenzenden neu ausgewiesenen Baugebiet Synergie-Effekte ergeben«, ist er überzeugt. »Auch auf einer deutlich kleineren Fläche ließe sich eine attraktive Kombination aus Spielplatz und einer ansprechenden Eingangspforte zum Eggetal darstellen. Man muss dies nur wollen, und der Nutzen daraus wäre vielfältig.«

Förderlich für sanften Tourismus

Beispiele dafür nennt der Dorfgemeinschafts-Geschäftsführer: »Neben der Aufwertung des Eingangs zum Eggetal werben wir für ein kinderfreundliches Eggetal und betreiben gleichzeitig Werbung für einige Sehenswürdigkeiten wie unsere Burgruine Limberg, die St. Ulricus-Kirche, das Haus der Begegnung mit Minigolf- und Boule-Anlage. Unser Panorama-Rundwanderweg lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein und die berühmten Saurierspuren in Barkhausen sind in wenigen Autominuten erreichbar.« Seine Einschätzung ist, dass der Bürgerpark Masch ein Projekt ist, »das auch den sanften Tourismus für den Luftkurort Börninghausen fördert«. Jürgen Nennekers Fazit: »Schade, dass dieser Zeitpunkt zunächst verpasst wurde.«

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