1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Pr.-oldendorf
  6. >
  7. »Bürgerpark Masch« auf Eis gelegt

  8. >

Kein Förderantrag für Projekt aus dem Börninghauser Dorfinnenentwicklungskonzept

»Bürgerpark Masch« auf Eis gelegt

Preußisch Oldendorf-Börninghausen (WB). Der »Bürgerpark Masch« für Börninghausen wird vorerst nicht kommen. Zu dieser Entscheidung ist der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss nach einer längeren Diskussion am Dienstagabend gekommen.

Arndt Hoppe

Der Bauausschuss hat dagegen gestimmt, in diesem Jahr einen Förderantrag für den Bürgerpark Masch auf dieser Fläche an der Ecke Eggetaler Straße/Bünder Straße zu erarbeiten. Foto: Arndt Hoppe

Warum der Förderantrag für das Projekt, das Teil des Börninghauser Dorfinnenentwicklungskonzeptes (DIEK) ist, aktuell nicht weiter ausgearbeitet und somit auch nicht bei der Bezirksregierung eingereicht wird, wurde im Verlauf der Sitzung deutlich. »Ist das überhaupt noch ein Bürgerpark?«, fragte Rolf-Dieter Schütte (CDU). Damit spielte er auf die Fläche von lediglich 900 Quadratmetern an, die für den Bürgerpark nur noch zur Verfügung stehen.

900 statt 4000 Quadratmeter

Im ursprünglichen Konzept, das vor fünf Jahren unter reger Bürgerbeteiligung zustande gekommen war, waren noch 4000 bis 4500 Quadratmeter des Areals an der Ecke Bünder Straße/Eggetaler Straße für das Projekt »Bürgerpark Masch« vorgesehen worden. Doch inzwischen wurden dort sechs Bauplätze ausgewiesen, so dass dort für den Bürgerpark nur noch etwa 900 Quadratmeter übrig wären, auf denen faktisch kein Baurecht bestehe, wie Michael Reimann vom Bauamt informierte. Die Fläche in Richtung Bünder Straße zu vergrößern würde bedeuten, dass vermutlich ein Immissionsschutzgutachten erstellt werden müsse. Gespräche mit benachbarten Eigentümern, um die nutzbare Fläche zu vergrößern, seien ohne Erfolg geführt worden.

»Von der ursprünglichen Idee ist nur noch ein Spielplatz übrig«

Barbara Glatzel (Grüne) wollte wissen, ob die Bürger befragt worden seien, dass der ursprüngliche Plan so stark reduziert werde. »Von der Idee ist eigentlich nur noch ein Spielplatz übrig«, sagte sie. Reimann erklärte, dass man vereinzelt Bewohner gesprochen habe, eine neue Bürgerbeteiligung habe es nicht gegeben.

Wilfried Niemeyer (CDU) sagte: »Dort ein ›Portal‹ zu schaffen, hat wenig mit den ursprünglichen Plänen zu tun. Das ergibt für uns kein ›Eingangstor zum Eggetal‹.«

Dieter Gerlach (FWG) sagte, dass ein Spielplatz mit einem Dinosaurier als Hinweis auf nahe gelegene Sehenswürdigkeiten (Saurierspuren in Bad Essen) aus seiner Sicht keine Bedeutung als Eingangsbereich für das Eggetal ergebe.

»KeinSpielplatz in der ganzen Masch«

Michael Schlüter (UEB) gab zu bedenken, dass ein Spielplatz durchaus sinnvoll sei, »weil es in der ganzen Masch keinen Spielplatz gibt«. Rolf-Dieter Schütte entgegnete, es sei besser, gegebenenfalls einen Spielplatz im Wohngebiet anzulegen und nicht nahe der Hauptverkehrsstraße.

Uwe Ramsberg kritisierte, dass die Pläne, so wie sie vorlägen, noch sehr unausgegoren seien. Er plädierte daher dafür, sich Zeit für genauere Planungen zu nehmen und später über einen »vernünftigen Gestaltungsvorschlag« zu beraten.

Bei Vertagung wird Frist nicht eingehalten

Bauamtsleiterin Maren Heidenreich erklärte daraufhin, dass bei einer Vertagung die Antragsfrist in diesem Jahr nicht eingehalten werden könnte. Sie brachte schließlich auf den Punkt: »Die Frage ist: Wollen wir dort noch etwas aus dem DIEK umsetzen? Ist das noch repräsentativ? Sollen wir es überhaupt machen?«

Daraufhin stellte Dieter Gerlach den Antrag, zwei Mitglieder der Börninghauser Dorfgemeinschaft im Ausschuss zu Wort kommen zu lassen, die als Zuhörer dort waren. Dafür sah Ausschussvorsitzender Schütte keine Notwendigkeit. »Ich habe mehr Ablehnung als Zustimmung gehört«, sagte er.

Und so beschloss der Ausschuss, aktuell keinen Förderantrag für den Bürgerpark zu stellen.

Das Projekt Bürgerpark Masch

Im Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) wurde 2014 (aktualisiert 2016) festgelegt, dass auf der Fläche Maßnahmen umgesetzt werden, die der Förderrichtlinie entsprechen und aus dem Konzept entwickelt werden. Die Idee: Der Bürgerpark solle als Kommunikationszentrum dienen und zudem »Einblick« in das Eggetal für alle Vorbeifahrenden geben. Die öffentliche Grünfläche solle mit Mobiliar und Spielgeräten für Jung und Alt ausgestattet werden. Angedacht war auch eine Kunst- oder Geräteinstallation, die einen Drachen/Saurier darstellt, sowie ein Spielturm zur Versinnbildlichung der beiden Sehenswürdigkeiten »Saurierspuren Barkhausen« und »Burgruine Limberg«. Die geschätzten Kosten lagen bei 50.000 Euro. Die Stadt hoffte daher auf eine Kofinanzierung mit der Gemeinde Bad Essen. Zudem wäre auch die Dorfgemeinschaft in die Projektumsetzung einzubeziehen, um den Eigenanteil zu reduzieren. Regelfördersatz wären 65 Prozent der Netto-Baukosten (27.300 Euro).

Startseite
ANZEIGE