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Senioreneinrichtung in Preußisch Oldendorf betroffen

Corona: 16 Fälle im Vitalis-Wohnpark

Preußisch Oldendo...

Nachdem in der vergangene Woche zwei Bewohner des Vitalis-Wohnparks Preußisch Oldendorf bei einem Routine-Test positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ließ die Senioreneinrichtung in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke sämtliche Mitarbeitende und Bewohner testen. Die Reihentestung ergab 14 weitere Infizierte, darunter drei Mitarbeitende.

wn

Untersuchungen haben ergeben, dass sich im Vitalis-Wohnpark in Preußisch Oldendorf 16 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Ein 78-jähriger Bewohner ist gestorben. Foto:

Für die Corona-positiven Bewohner habe der Wohnpark eine interne Isolations-Etage eingerichtet, hieß es. Einer der infizierten Bewohner ist am Mittwoch im Alter von 78 Jahren verstorben. „Wir sind von dem Todesfall sehr betroffen“, erklärt Katja Lammert, Einrichtungsleitung des Wohnparks. „Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen.“ Eine weitere infizierte Bewohnerin werde zurzeit im Krankenhaus behandelt. Die drei Corona-positiven Mitarbeitenden befänden sich in häuslicher Quarantäne. Soweit die Einrichtung informiert sei, gehe es ihnen den Umständen entsprechend gut.

Um alle Bewohner und Mitarbeitende noch besser zu schützen, würden seit vergangener Woche weitere Hygiene- und Schutzmaßnahmen vorgenommen. Bis auf Weiteres gelte ein Aufnahmestopp sowie Besuchsverbot in der gesamten Einrichtung. Darüber hinaus betreue das jeweilige Pflegepersonal ausschließlich eine Etage. Die Laufwege zwischen den Etagen seien so getrennt worden, dass es zu keiner Begegnung der Mitarbeiter/innen sowie Bewohner/innen zwischen den Etagen mehr komme. Alle Mitarbeiter trügen auch in den pflegefreien Arbeitszeiten entsprechende Schutzkleidung.

Der Wohnpark in Preußisch Oldendorf bemühe sich derzeit, die Kommunikation zwischen seinen Bewohnern und ihren Angehörigen trotz des Besuchsverbotes aufrechtzuerhalten. Dazu stelle die Einrichtung unter anderem Tablets zur Verfügung, die einen virtuellen Austausch via Videotelefonie ermöglichten. „Ein Besuchsverbot über die Weihnachtstage ist für alle Beteiligten besonders schwer“, so Katja Lammert. „Wir möchten ihnen diese Zeit daher so angenehm wie derzeit eben möglich gestalten.“

Die nächste Reihentestung durch das Gesundheitsamt des Kreises Minden-Lübbecke finde voraussichtlich Ende der Woche statt.

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