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Gründungsversammlung des Kreisheimatbundes Minden-Lübbecke in Bad Holzhausen

»Das ist ein historischer Tag«

Bad Holzhausen (WB). Mit der Gründung des Vereins Kreisheimatbund Minden-Lübbecke ist am Mittwoch, 22. Mai 2018, ein Stück Kreisgeschichte geschrieben worden. 22 Gründungsmitglieder wählten Friedrich Klanke aus Levern im historischen Gebäude des Herrenhauses in Holzhausen, das heute als Haus des Gastes dient, zum Vorsitzenden.

Silke Birkemeyer

Ein historischer Moment im Haus des Gastes: Einstimmig votierten die 22 Mitglieder im großen Sitzungssaal für die Satzung des Kreisheimatbundes und die personelle Besetzung des Vorstandes. Erster Vorsitzender wurde Friedrich Klanke. Foto: Silke Birkemeyer

Die Vorgeschichte des neuen Bundes reicht etwa 30 Jahre zurück. Schon damals kam die Idee zur Gründung auf, die aber erst im Jahr 2015 konkrete Formen angenommen hatte: Mit einem Grundlagenpapier auf dem Kreisheimattag wurde der Grundstein für den neuen Verein gelegt. Der Kreisheimatbund soll gemäß der Vorgespräche vom Kreisheimattag, dem Rat der Heimatpfleger und von den Kreisheimatpflegern getragen werden. »Dieser Schritt ist folgerichtig und konsequent«, sagte Klanke, der den Gründungstag als »historischen Tag« bezeichnete.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Heimatpflege in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Heimatvereinen. Zu den Kernthemen gehören die Belange von Natur und Landschaft, Baupflege, Heimatgeschichte und Volkskunde. Der Kreisheimatbund will sein Augenmerk auf Aufgaben richten, die über den örtlichen Bereich hinausgehen und die Empfehlungen des Westfälischen Heimatbundes einschließlich der Jugendarbeit unterstützen.

Das kostet die Mitgliedschaft

Der Verein stelle keine Konkurrenz zu den örtlichen Heimatpflegern dar, erläuterte Klanke in der Sitzung. Ziel der Gründung mit Beantragung der Gemeinnützigkeit sei es, wichtige rechtliche Voraussetzungen und eine schlanke Struktur und Personenidentität durch die Besetzung des Vorstandes zu schaffen. So wolle man Doppelungen von Sitzungen und Parallelstrukturen vermeiden.

Nach einer ausführlichen Aussprache über die Wahlzeiten und Mitgliederbeiträge sowie Details der Satzung wurden alle Beschlüsse und Personalentscheidungen einstimmig gefasst. So wurde der erste Vorstand für zwei Jahre gewählt, die weiteren Wahlperioden sollen sich an der Kommunalwahl orientieren und im Rhythmus von fünf Jahren stattfinden.

Für Privatpersonen soll der Vereinsbeitrag zwölf Euro pro Jahr betragen. Die Mitgliedschaft für Vereine wurde gestaffelt und beträgt zwölf Euro (bis 100 Mitglieder), 24 Euro (bis 300 Mitglieder) und 36 Euro (mehr als 300 Mitglieder). Jedes Mitglied erhält eine Stimme in der Mitgliederversammlung, die gemäß Satzung einmal im Jahr stattfinden soll.

So sehen die ersten Ziele des Kreisheimatbundes aus

Ortsheimatpfleger Gerd Niemeyer aus Stockhausen unterstrich die Bedeutung des Rates der Heimatpfleger, in dem auch künftig »eine breite inhaltliche Diskussion« gepflegt werden müsse. Vorerst sollten Tagungen gemeinsam stattfinden, ergänzt durch Sitzungen der jeweiligen Vorstände, erläuterte Klanke und erinnerte an die fast hundertprozentige Beteiligung in der Vergangenheit. Die Rolle des Rates könne in Zukunft aber neu diskutiert werden. In den nächsten Wochen will sich der Kreisheimatbund, der nun auf die offizielle Eintragung ins Vereinsregister wartet, auf die Mitgliederwerbung sowie die Vorbereitung des Kreisheimattages am 18. August in Porta Westfalica konzentrieren.

Im Vorfeld der Versammlung wurde die Gruppe von Christian Streich, Leiter der Touristik in Preußisch Oldendorf, durch den Kurpark geführt. Karl-Wilhelm Finke, Stadtheimatpfleger hielt einen umfangreichen Vortrag über die Historie von »Aldenthorpe« und die Besonderheiten der Ortsteile. »Ich freue mich, dass Sie dieses Haus ausgesucht haben, um Kreisgeschichte zu schreiben«, sagte Preußisch Oldendorfs Bürgermeister Marko Steiner. Ihm wurde an diesem Tag die Ehre zuteil, in der Versammlung als Wahlleiter zu fungieren.

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