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Nach Bürgerbrief: Stadt investiert 9000 Euro in Spielplatz – GBSL gibt Zuschuss

Fast wie neu

Preußisch Oldendorf (WB). Eine alte Rutsche, ein maroder Holzturm und keine Besserung in Sicht: Diese Aussicht hat die Anwohner am Brinkweg in Preußisch Oldendorf im Februar 2017 aktiv werden lassen. Jetzt haben die Stadt und ein Vertreter der GBSL den überarbeiteten Spielplatz offiziell übergeben.

Silke Birkemeyer

Der Spielplatz am Brinkweg wurde saniert und mit neuem Gerät aufgewertet. Es freuen sich (von links) Erika Trott mit Sohn Alexander, Helena Koop, Michael Reimann, Achim Grube (GBSL) sowie ein Klettermax und Bürgermeister Marko Steiner. Foto: Silke Birkemeyer

Etwa 50 Familien haben sich in den vergangenen Jahren am und rund um den Brinkweg in privaten Eigenheimen oder Wohnungen der GBSL niedergelassen. Dabei wurde auch der Spielplatz genutzt. Der war nun in die Jahre gekommen und eine Sanierung überfällig.

40 Unterschriften gesammelt

Helena Koop hatte die Stadt in einem Brief auf den Spielplatz aufmerksam gemacht und eine Liste mit 40 Unterschriften angehängt. Ihr Engagement wurde nun mit zwei neuen Spielgeräten und einer Überarbeitung der Fläche belohnt. Bürgermeister Marko Steiner, Michael Reimann aus dem Fachbereich Bauen und Achim Grube, Geschäftsführer der GBSL aus Lübbecke, übergaben den runderneuerten Spielplatz jetzt offiziell an die Anwohner.

Achim Grube von der GBSL zeigte sich erfreut, dass mit dem Zuschuss der Bau- und Siedlungsgenossenschaft ein weiterer Ort der Kommunikation in dem Wohnquartier geschaffen werden konnte. »Auch für uns ist es ein besonderer Tag, weil wir die jüngste Generation der GBSL-Bewohner unterstützen können«, sagte er. Ein Spielplatz sei ein wichtiger Faktor für nachhaltige Wohnkonzepte.

Höhe der Stufen an der Rutsche kritisiert

Mit der neuen Doppelschaukel und einem Kombinationsspielgerät zum Rutschen und Klettern hat der Platz wieder das Potenzial, sich zum Treffpunkt zu entwickeln. Den veränderten Bedarf am Brinkweg thematisierte Helena Koop in Anwesenheit der städtischen Vertreter und erklärte, dass immer mehr Kinder die Fläche nutzen würden, während sie von ihren Großeltern betreut würden. Statistisch erfasst seien diese Kinder für diese Fläche nicht, spielen wollten sie trotzdem, erläuterte sie vor Ort. Helena Kopp hinterfragte noch die Einstiegshöhe der Stufen für die Rutsche, die aus ihrer Sicht nicht kindgerecht ist.

Michael Reimann vom Fachbereich Bauen verwies auf Herstellervorgaben und darauf, dass die Stadt nachträglich aus Haftungsgründen keine Änderungen vornehmen könne. Zur finalen Abnahme würde noch ein qualifizierter Spielplatzprüfer kommen. Die Anregung nehme er aber gerne auf. »Wir können allerdings auf einer Spielfläche nicht die Bedürfnisse aller Altersgruppen bedienen«, sagte Reimann und räumte ein, dass nicht alle Geräte von Kindern unter drei Jahren genutzt werden könnten.

Stabgitter- statt Holzzaun

Auch in Zukunft wird sich das Gesicht des Spielplatzes weiter verändern. So soll der Holzzaun in absehbarer Zeit gegen einen Stabgitterzaun getauscht werden und somit das Spielgelände sicher einfassen. Mit den neuen wartungsfreundlichen Geräten aus Metall und Kunststoff soll die Unfallgefahr reduziert werden, erklärte Reimann.

9000 Euro hat die Stadt dafür investiert, Montagekosten nicht eingerechnet. Zufrieden mit dem Ergebnis zeigten sich letztendlich trotz aller Kritik nicht nur die Anwohner, die zur Übergabe gekommen waren. Insbesondere die Kinder tummelten sich fröhlich auf den neuen Geräten und spielten im Sand. Und das freute letztlich alle Beteiligten am Brinkweg.

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