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Lashorster Landfrauen bieten zehnten Kürbisspaß an

Fiese Fratzen schnitzen

Lashorst (WB). Wenn die Kürbisse wieder die Stars sind, um in gruselige Grimassen und fiese Gesichter verwandelt zu werden, steht in Lashorst das traditionelle Kürbisschnitzen der Landfrauen an. Dabei ist es am Freitag bei Burkamps ganz schön zur Sache gegangen.

Eva Rahe

Heidi und Lola sind extra aus England angereist, um beim Kürbisschnitzen der Lashorster Landfrauen mitzumachen. Dafür müssen sie im ersten Schritt die Kürbisse von ihrem Innenleben befreien, bevor gruselige Gesichter hineingeschnitzt werden können. Foto: Eva Rahe

Wenn der Herbst kommt und die Tage kürzer werden, dann ist es Zeit für schaurige Gesichter und fiese Fratzen, die in Hauseingängen und vor Türen als Dekoration stehen. Alles, was man für diese Halloween-Grimassen braucht, stellten die Lashorster Landfrauen bei ihrer Schnitz-Aktion zur Verfügung. Eine große Auswahl von riesigen Kürbissen lag aufgereiht in der Garage der Familie Burkamp und wartete auf große und kleine Schnitzkünstler. Das Spezialwerkzeug hatten die meisten selbst dabei. »Kleine schmale Sägen gehen am besten, um die Kürbisse zu bearbeiten«, erklärte Landfrau Edith Kracht. Aber einfache Küchenschälmesser gingen auch, weiß sie aus Erfahrung.

Bevor es richtig losgehen konnte, musste erst einmal das passende Gesicht ausgesucht werden. Hierfür hatten die Landfrauen Vorlagen bereit gelegt. Nachdem die Gesichter aufgemalt waren, ging es ans Eingemachte: Die Kürbisse mussten von ihrem Innenleben befreit werden. Danach kam das Schnitzen, Raspeln und Sägen und dann die Feinarbeit. Damit das Ergebnis stimmte, wurden hier und da noch schwarze Zähne oder dunkle Augenränder aufgemalt.

Die Schnitzkünstler hatten dabei eine Menge Spaß. Manch einer hatte nach einem Kürbis noch nicht genug und verwandelte noch eine zweite Feldfrucht in ein gruseliges Gesicht. Als alle fertig waren, standen mehr als 40 Kürbisse bereit.

Die Lashorster Landfrauen bieten diesen Spaß schon seit zehn Jahren an, und immer mit Erfolg: »Gut 30 Kinder kommen immer«, sagte Edith Kracht. In diesem Jahr waren 33 kleine Besucher mit ihren Angehörigen da. Für die fertigen Schnitzkünstler gab es im Anschluss Kürbissuppe mit selbstgebackenem Brot. Und als dann endlich der Abend heranbrach, konnten die Kinder am Feuer Stockbrot machen und endlich auch ihre Kürbisse im Dunkeln leuchten lassen.

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