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Preußisch Oldendorf hat Anträge beim Sportstättenförderprogramm des Landes gestellt

Gibt es Geld für drei Turnhallen?

Preußisch Oldendo...

Für gleich drei Turnhallen wird die Stadt Preußisch Oldendorf Anträge beim Sportstättenförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen stellen. Die Stadt hofft auf Zuschüsse zur Sanierung der Turnhallen an der Grundschule Preußisch Oldendorf und der Sekundarschule sowie der Turnhalle in Börninghausen.

Arndt Hoppe

Die Turnhalle in Börninghausen soll saniert werden, steht aber bei der Priorität nur auf dem dritten Platz. Foto: Cornelia Müller

Bei der Turnhalle der Preußisch Oldendorfer Grundschule ist eine Sanierung des Dachstuhls inklusive Brandschutzdecke im OGS-Bereich erforderlich (Kosten 225.000 Euro). In der Turnhalle an der Sekundarschule sind eine Sportbodensanierung und Arbeiten am Wandbelag notwendig (Kosten 250.000 Euro). Bei einem Fördersatz von 90 Prozent ergäbe sich für die Grundschule ein Eigenanteil von 22.500, bei der Sekundarschule von 25.000 Euro.

Die Kosten für die Sanierung der Turnhalle Börninghausen (Sportboden, Prallschutz und Fenster) belaufen sich auf insgesamt 160.000 Euro (Eigenanteil der Stadt 16.000 Euro). Die Turnhalle in Börninghausen wird seit Schließung des Schulstandortes an den SV Eggetal (SVE) verpachtet, der für die Verwaltung und kleinere Reparaturen verantwortlich ist. Größere notwendige Investitionen werden durch die Stadt Preußisch Oldendorf getätigt. Der SVE hatte bei der Stadt Preußisch Oldendorf einen Antrag zur Sanierung (Wärmedämmung, Hallenboden und Prallschutz) gestellt und damals Kosten von etwa 85.000 Euro genannt. Darin waren anteilige Kosten, wie der Prallschutz und notwendige Fenster noch nicht enthalten.

Bürgermeister Marko Steiner merkte in der jüngsten Sitzung des Rates an, dass die Stadt für diese Förderanträge ihre Prioritäten festlegen müsse, welche die wichtigste Sanierung ist. „Das ist so, wie wir es auch bei den Anträgen für den Neubau der Sportplätze am Offelter Weg und in Bad Holzhausen machen mussten“, sagte er. Die Stadtverwaltung habe die Renovierung des Dachstuhls der Grundschulhalle an Platz 1 gesetzt, an Platz 2 Börninghausen und an dritte Stelle die Sekundarschulhalle.

Bettina Gubkov (SPD) erinnerte daran, dass man bei den Sportplätzen statt zweier Anträge nur einen gestellt habe, weil das aus Sicht der Verwaltung die Chancen der Förderung erhöht habe. „Gilt das in diesem Fall nicht?“, wollte die Sozialdemokratin wissen. Bürgermeister Steiner sagte, das sei etwas anders: „Aus unserer Sicht verringern wir in diesem Fall die Chancen auf Förderung nicht.“ Außerdem habe ein Sanierungsantrag, der 2021 nicht bewilligt werde, die Chance, 2022 erneut ins Rennen zu gehen. Auch Bauamtsleiterin Maren Heidenreich sagte: „Ich empfehle, alle drei Anträge zu stellen. Dann sind die generellen Förderchancen auf lange Sicht besser.“

Widerspruch gab es zur Rangfolge der Hallen. Janina Huth (FWG) stimmte zu, dass die Grundschulsanierung auf jeden Fall sein müsse, wollte aber wissen, wie dringend die Maßnahme in Börninghausen sei. Steiner erklärte, die Stadt würde die Halle im Eggetal auch sanieren ohne die Mittel, die der SVE einbringe. „Aber wir begrüßen das Angebot des Vereins.“

Iris Pfeiff (SPD) sagte. „Pflichtaufgaben gehen vor.“ Und dazu zähle eindeutig neben der Grundschule die städtische Sekundarschule. „Über die Prioritäten können wir reden“, sagte Marko Steiner. Die Sanierung der Sekundarschulhalle sei aber nicht vordringlich: „Wir können den Unterricht dort weiter anbieten, wenn wir das nicht 2022 machen.“ Die Verwaltung habe aufgrund der „Effektivität“ Börninghausen an Platz 2 gesetzt. Doch auch Jan Hendrik Maschke (SPD) sagte zur Priorität: „Die Sekundarschule muss höher sein als Börninghausen.“ So erfolgte der Beschluss schließlich mit deutlicher Mehrheit für Börninghausen als dritter Priorität.

Hintergrund: Am 20. November wurden die Fördermaßnahmen des Sportstättenprogramms für 2020 vorgestellt. Insgesamt wurden in Nordrhein-Westfalen 47 Millionen Euro an Fördergeldern für 80 Maßnahmen vergeben, allerdings konnten damit nur 16 Prozent der eingereichten Förderanträge berücksichtigt werden. Für 2021 stehen voraussichtlich 31 Millionen Euro für NRW zur Verfügung. Die Anträge für 2020, die keine Berücksichtigung gefunden haben, kommen automatisch mit in die Auswahl für 2021.

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