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Stadt soll Mittel aus Landesprogramm für Offelter Weg beantragen

Hoffnung auf neuen Sportplatz

Preußisch Oldendorf  (WB). Der Rat der Stadt Preußisch Oldendorf unterstützt einen neuen Anlauf, einen weiteren Sportplatz am Offelter Weg zu errichten. Auf Antrag der SPD-Fraktion beschlossen die Ratsmitglieder, Fördergelder für einen Kunstrasenplatz am Offelter Weg als Integrationsprojekt zu beantragen.

Arndt Hoppe

Bei der Diskussion um einen neuen Kunstrasenplatz am Offelten Weg wurde auch der alte Sportplatz an der Grundschule wieder thematisiert. Archiv- Foto: Cornelia Müller

Der Antrag wird an das Ministerium für Heimat, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt, die das Förderprogramm »Investitionspaket Soziale Integration im Quartier NRW 2018« aufgelegt hat.

Drei große Sportvereine sollen beraten

Jan Hendrik Maschke (SPD) erläuterte zu dem Antrag, dass Sport ein wichtiger Teil für die Integration von Flüchtlingen sei. Da die meisten Asylbewerber im Stadtgebiet sowie in Harlinghausen, Engershausen und Offelten angesiedelt seien, halte die SPD den Standort am Offelter Weg für richtig. Die mögliche Fläche liegt zwischen Sekundarschule und dem bestehenden OTSV-Parkplatz. Maschke betonte, dass die drei großen Sportvereine eingeladen seien, um gemeinsam herauszuarbeiten, was im Sport bereits an Integrationsarbeit geleistet wird.

Bürgermeister Marko Steiner fügte hinzu, dass Integration sich ebenso auf Menschen mit Handicaps beziehen könne, nicht nur auf Geflüchtete. »Ich werbe für diesen Antrag«, sagte er. Gleichzeitig machte er deutlich: »Wir müssen einen sehr guten Antrag stellen, um Chancen zu haben, dass wir die Förderung bekommen.« Es gebe bereits zahlreiche andere Bewerbungen.

Platz soll für Ligaspiele bis Kreisklasse geeignet sein

Bernd Lömker (UEB) wollte wissen, ob das Förderprogramm nur in der Kernstadt umsetzbar sei. Marko Steiner antwortete, dass es nicht unmöglich sei, aber ungleich schwerer, weil sich das Programm auf Stadtumbau beziehe. Er betonte außerdem, dass die Fläche so groß sei, dass auf dem Platz Rundenspiele bis Kreisklasse ausgetragen werden könnten. Lömker fragte, wer den Platz pflegen solle. Steiner: Darüber bestehe zwischen den Vereinen noch keine Einigkeit. Auf jeden Fall solle das Gelände kein zweiter OTSV-Platz werden, sondern von allen genutzt werden können.

Herbert Weingärtner (CDU) sagte: »Dass wir einen neuen Sportplatz an dieser Stelle fordern, sollte allgemein bekannt sein. Wir brauchen einen zweiten Sportplatz.« Er wolle aber ergänzen, dass dann der Sportplatz an der Pestalozzistraße aufgegeben und anderweitig genutzt werden könne.« Überdies stellte er die Frage, wie bei einer Förderung von 90 Prozent der Restbetrag finanziert werde. Maschke verwies dahingehend auf 450.000 Euro, die im Haushalt als Mittel für einen Sportplatz zur Verfügung stünden.

Grüne: »Sportplatz an Grundschule erhalten«

Martin Schiegnitz (Grüne) sagte, dass sich die SPD mit dem Antrag ein Eigentor schieße: »Weil wir nicht wollen, dass der alte Sportplatz an der Grundschule überbaut wird. Wir widersprechen damit unserer eigenen Strategie.« Jan-Hendrik Maschke sagte daraufhin: »Schade, dass das für die CDU gleich heißt, dass der Platz aufgegeben wird. Das wollen wir nur bei einer sinnvollen Folgenutzung im Sinne des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK).« Herbert Weingärtner erwiderte, auch er habe nicht von Wohnbebauung gesprochen: »Wir sollten den Antrag so schnell wie möglich auf den Weg bringen, wenn wir die Förderung kriegen wollen.« Die Frist läuft am 31. Juli aus. Der Beschluss wurde einstimmig gegen die Stimmen der Grünen und bei zwei Enthaltungen gefasst.

Bebauungspläne besprochen

Beschlossen wurden außerdem die Bebauungspläne für den Grasweg in Engershausen, wo Fläche für Wohnungsbau erschlossen werden sollen sowie für die Pfarrstraße in Bad Holzhausen. Hannelore Lösche kritisierte, dass ein Teil der Fläche dort im Überschwemmungsgebiet liege. Michael Reimann vom Bauamt sagte, dass die zuständigen Behörden keine Einwände hätten. Die Stadt sei gehalten, Regenrückhalteraum zu schaffen. Ein neuer Kanal sei gefordert, weil die alten Rohre zu gering dimensioniert seien.

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