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13 Teilnehmerinnen zum Schnupperkurs bei Sebastian Pohler

Landfrauen lernen Schweißen

Preußisch Oldendorf (WB). Die Landfrauen Preußisch Oldendorf haben im Februar einen Schnupperkurs Schweißen besucht. 13 Frauen hatten sich für die Kurse angemeldet, um mit Rohleitungsbauer Sebastian Pohler erste Schritte in dem ungewohnten Handwerk zu gehen.

Aller Anfang ist spannend: Rohleitungsbauer Sebastian Pohler zeigt Angelika Becker beim Schnupperkurs der Preußisch Oldendorfer Landfrauen, wie richtig geschweißt wird.

Nicht nur die klassische Schweißnaht stand auf dem Programm, sondern auch das Bearbeiten und anschließende Versiegeln von Metall.

Schweißen wird meist als Männerdomäne betrachtet. Dass Frauen davor nicht zurückschrecken müssen, bewiesen Preußisch Oldendorferinnen, die den Einstiegskurs bei Sebastian Pohler besuchten. Der gelernte Installateur zeigte den Frauen in kleinen Gruppen von sechs und sieben Personen, worauf es beim Schweißen ankommt.

Gartendeko für Zuhause

Zunächst einmal lernten sie den Unterschied zwischen Elektroden- und Schutzgasschweißen. In Pohlers Werkstatt mussten die Landfrauen dann herausfinden, wie man mit einer Kombination aus Sauerstoff und Gas eine ordentliche Flamme erzeugt, um Metallstücke zusammenzuschweißen.

Elke Brinkmeier, die den Kurs organisiert hatte, war erstaunt, wie gut das funktionierte. »Schweißen ist kein Hexenwerk«, erklärte sie. Das schwere Handstück sei zwar zunächst etwas ungewohnt gewesen und natürlich hänge immer der Gasschlauch hinten dran, der zum Gasbehälter führt, aber mit etwas Geduld hätte alles gut geklappt, erklärte sie weiter.

Damit die Frauen auch etwas Vorzeigbares mit nach Hause nehmen konnten, hatten sie die Idee, metallene Gartenstecker zu bauen. Das Grundmodell bestand aus einem Rohr mit Fuß, der durch Erhitzen gebogen werden musste. Beides musste dann zusammengeschweißt werden.

Sägen, Schweißen, Formen

Die eigentliche Gestaltung des Gartensteckers blieb jedem selbst überlassen. Das Material war im Fundus von Sebastian Pohler reichlich vorhanden. Es musste durch Sägen, Biegen oder Schweißen in die richtige Form gebracht und anschließend mit Feile oder Bandschleifer entgratet werden. Zum Schluss musste der Fuß durch Schweißen an dem Rohr befestigt werden. »Wer seinen Gartenstecker nicht rostig werden lassen wollte, musste ihn noch grundieren oder lackieren«, erklärte Elke Brinkmeier.

Die Arbeit habe allen viel Spaß gemacht und alle seien stolz darauf gewesen, selbst etwas zusammengeschweißt zu haben, erklärte die Landfrau weiter. »Das Beste daran ist, dass man jeden Tag mit dem Gedanken daran vorbei geht: Das habe ich selbst gemacht.«

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