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CDU, Grüne und SFD unterstützen Wiederwahl des Bürgermeisters

Marko Steiner kandidiert wieder

Preußisch Oldendorf (WB/aha). Marko Steiner wird bei der Kommunalwahl 2020 wieder für das Amt des Bürgermeisters von Preußisch Oldendorf kandidieren. Wie 2014 wird er wieder als gemeinsamer Kandidat von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Soziale Freie Demokraten (SFD) an den Start gehen.

Der amtierende Bürgermeister Marko Steiner (Mitte) wird auch 2020 für das Bürgermeisteramt in Preußisch Oldendorf kandidieren. Unterstützer hat er aus drei Lagern, von CDU, Grünen und SFD: (von links) Herbert Weingärtner (CDU), Frank Pape (CDU), Martin Schiegnitz (Grüne), Bernd Wernecke (SFD), Hannelore Lösche (Grüne) und Bernhard Henke (SFD). Foto: Arndt Hoppe

Das haben Steiner und Vertreter der drei Unterstützer-Fraktionen Mittwochabend bekannt gegeben. »Wir sind der Meinung, dass dem Kandidaten bereits jetzt Klarheit hinsichtlich einer Kandidatur gegeben werden sollte«, erklärte Herbert Weingärtner (CDU) im Namen der Anwesenden. Die Gespräche zwischen den beiden Parteien und der Wählergruppe SFD hätten zu dem Ergebnis geführt, dass sie in die Kommunalwahl 2020 erneut mit einem gemeinsamen Kandidaten gehen möchten. »Was liegt näher, als das mit dem derzeitigen Bürgermeister Marko Steiner zu tun, den wir schon im Wahlkampf 2014 gemeinsam unterstützt haben und der mit einer souveränen Mehrheit von 67,3 Prozent in dieses Amt gewählt wurde?«, fragt Weingärtner.

Unterstützer setzen auf Kontinuität

»Wir freuen uns sehr, dass Marko Steiner zu dieser Kandidatur bereit ist. Er ist gern Bürgermeister in dieser Stadt und wir sind sicher, dass er auch weiterhin die großen Herausforderungen, die dieses Amt mit sich bringt, meistern wird«, sagte Herbert Weingärtner (CDU). »Marko Steiner verfügt über langjährige Erfahrungen und Kompetenz in der Kommunalverwaltung und im Umgang mit politischen Gremien. Er hat detaillierte Kenntnisse hinsichtlich der städtischen Strukturen und damit eindeutige Vorteile gegenüber anderen Bewerbern.« Mit Marko Steiner setzen die Unterstützer auf Kontinuität in der Verwaltungsleitung: »Das ist, was die Stadt Preußisch Oldendorf braucht, und nicht ständig neue Gesichter.«

Marko Steiner sagte, dass er sich freue, dass er wieder gefragt worden sei. Er übernehme diese Aufgabe gern. »Auch wenn ich von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und SFD unterstützt werde, lege ich Wert darauf, dass ich keiner Partei angehöre.« So sei es ihm besser möglich, vermittelnd tätig zu werden und Kompromisse »zum Besten unserer Stadt« zu erarbeiten. Und das könne sich aus seiner Sicht ohnehin jedes Ratsmitglied auf die Fahnen schreiben. »Für Grabenkämpfe haben die Bürger nicht oft Verständnis.«

»Solide Finanzpolitik«

Er habe seit seiner Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister im Jahre 2014 Land und Leute in Preußisch Oldendorf intensiv kennen gelernt und ihm werde großes Vertrauen entgegen gebracht, sind sich seine Unterstützer einig.

Als Pluspunkt verbuchen sie für ihn, dass Marko Steiner bereits in schwierigen Zeiten als allgemeiner Vertreter die Amtsgeschäfte in der Stadt geführt habe. »Auch wenn die Stadt Preußisch Oldendorf finanziell noch nicht auf Rosen gebettet ist und wir jeden Cent umdrehen müssen, hat er die Stadt mit seiner soliden Finanzpolitik aus der Haushaltssicherung herausgeführt. Das ist nur mit weitreichenden Kenntnissen und einer guten, zielsicheren Personalführung möglich«, sagte Weingärtner. »Nur so habe der Rat trotz der schwierigen Haushaltslage für die Feuerwehr erhebliche Mittel für den Neubau von Feuerwehrgerätehäusern und den Ersatz überalterter Fahrzeuge zur Verfügung stellen können. Steiner selbst erinnerte darüber hinaus an die Aufbau der Sekundarschule, die Rettung des Alten Pfarrhauses. »In Zusammenarbeit mit Kirche und Arbeitskreis Asyl PrO haben wir eine Top-Bewerbung für die Fördermittel abgeben können. Und ein bisschen Glück gehörte auch dazu.«

Aufgabe Gewerbestandort

Die Stadtentwicklung sei lange Zeit von Stillstand geprägt gewesen, sagte Herbert Weingärtner. Unter Steiners Amtsführung zeichne sich nun eine positive Entwicklung ab, »die hoffentlich in Kürze in die entscheidende Phase geht«. Weingärtner: »Nicht verkennen wollen wir dabei, dass die Stadt hier natürlich auch entscheidend von privaten Investoren abhängig ist. Aber nicht nur auf die Innenstadtentwicklung kommt es an. Die Weiterentwicklung Preußisch Oldendorfs insgesamt als Gewerbestandort muss eine vorrangige Aufgabe sein.«

Marko Steiners regelmäßige Kontakte zu den heimischen Wirtschaftsbetrieben seien dabei enorm wichtig. Gleiches gelte für Bad Holzhausen mit dem Schwerpunkt Tourismus und Heilbad. »Marko Steiner ist darüber hinaus das Leben in den Ortsteilen und das Engagement der Bürger für unsere Stadt eine Herzensangelegenheit«, erklären die Unterstützer. »Ich unterstütze jede Aktivität aus der Bürgerschaft«, sagte Steiner. »Zusammen können wir viel schaffen.«

Wahlprogramm wird erarbeitet

Steiner und die Kommunalpolitiker wollen nun gemeinsam ein Wahlprogramm erarbeiten. Da der genaue Wahltermin noch nicht feststeht, werde dies wohl erst 2020 geschehen. Die Stadtverbände der unterstützenden Parteien und der SFD wollen die offizielle Nominierung Steiners weiterverfolgen und ihren Mitgliedern zu gegebener Zeit in einer Mitgliederversammlung vorschlagen. Bernhard Henke (SFD) sagte: »Wir haben Marko Steiner schon zwei Mal unterstützt, auch schon als er Kämmerer geworden ist. Aller guten Dinge sind drei.«

Alle betonten, dass die Unterstützung Steiners keine Koalition im Rat bedeute. »Wir sind drei sehr unterschiedliche Parteien, die ihr eigenes Profil und eigene Schwerpunkten. Es wird oft ein zähes Ringen sein«, sagte Martin Schiegnitz (Grüne).

Auf die Frage nach bereits gesteckten Zielen sagte Marko Steiner: »Was uns allen am Herzen liegt, ist, die Stadt auf eine solide finanzielle Basis zu stellen. Das wollen wir mit Augenmaß tun. Ohne Geld ist alles nichts.«

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