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Unterstützung für Hilfsmaßnahme von Preußisch Oldendorfer Verein „Ein Lächeln für dich“

Möbelhaus verteilt großzügige Spende

Preußisch Oldendorf (WB/bir). Die Idee, Menschen ohne Obdach und anderen Bedürftigen in Krisenzeiten eine besondere Unterstützung zukommen zu lassen, ist der Ausgangspunkt zur Aktion „Corona-Soforthilfe“ gewesen. Beteiligt haben sich neben der „Aktion Mensch“ auch der Verein „Ein Lächeln für dich“ und die Familienrösterei Pape. Prominente Unterstützung gab es unerwartet auch von Ikea aus Osnabrück.

Prall gefüllte Einkaufswagen haben als Spende bei Ikea in Osnabrück am 7. Mai bereit gestanden.

Über Social Media hatte sich das von Frank Pape und seiner Familie initiierte Engagement schnell verbreitet und so offensichtlich auch den Weg bis nach Osnabrück gefunden. Denn das großzügige Angebot, sowohl die Menschen ohne Obdach, Bedürftige wie auch die Hospizarbeit des Vereins zu unterstützen, kam direkt von Ikea Osnabrück. Überraschend war nicht nur das Hilfsangebot an sich, sondern auch der Umfang der Unterstützung. „Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet“, sagt Frank Pape zum Telefonat mit Katrin Meier aus dem Büro für Öffentlichkeitsarbeit und der damit verbundenen Bitte, am 7. Mai mit einem großen Anhänger zum Kundenparkplatz nach Osnabrück zu kommen.

Gespendete Waren haben einen Wert von 7000 Euro

Waren im Wert von 7000 Euro hatten die Mitarbeiter in etliche Einkaufswagen verpackt. Decken, Handtücher, Tassen und Besteck haben seitdem als „geschnürtes Paket“ zusammen mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs den Besitzer gewechselt. Das geschieht im Wesentlichen über die Obdachlosenstationen zwischen Minden und Münster, während die reinen Lebensmittelspenden sowohl dort wie auch in Preußisch Oldendorf und Umgebung direkt verteilt wurden. Mit der Wiederaufnahme der Tafeln können diese Aktivitäten in den kommenden Wochen Stück für Stück reduziert werden. Aktuell sei die Situation laut Pape aber noch angespannt.

Der Verein „Ein Lächeln für dich“ aus Getmold unterstützt und begleitet seit fünf Jahren Schwerstkranke, Opfer von Missbrauch, Folter und Gewalt sowie Sterbende auf ihrem Weg mit unterschiedlichen Hilfsangeboten. Diese reichen von einem begleiteten Vor-Ort-Aufenthalt in den eigens dafür umgestalteten Räumen in einem Nebengebäude bis hin zu individuellen Aktivitäten, wie zum Beispiel einer letzten Fahrt auf dem Motorrad oder der Besuch in einem Freizeitpark. Auch die Vereinsarbeit konnte von den Spenden unterstützt werden.

Nachfrage steigt, die Spendenbereitschaft aber nicht

So verblieben ein Sessel, ein Bücherregal, eine Stehlampe, Bettwäsche und diverse Haushaltsgegenstände im Getmolder Hospitorium und sorgen so für schnellen Ersatz und etwas mehr Komfort beim Wachehalten am Sterbebett von Familienangehörigen oder Freunden. „Das ist für uns ein Luxus, den wir uns sonst aus dem normalen Spendenaufkommen nicht geleistet hätten“, sagt Frank Pape über die außerplanmäßige Spende und berichtet, dass sich insbesondere in den vergangenen Wochen zwar die Anzahl der Anfragen mit der Bitte um Aufnahme, nicht aber das Spendenaufkommen erhöht habe.

Auch wenn der Großteil der Arbeit im Verborgenen stattfindet, gibt es auch sichtbare Zeichen. Einmal pro Monat sei in diesem Jahr eine weiße Hochzeitskutsche von Getmold aus durch das Stadtgebiet gefahren. Mitfahrer sind Menschen auf dem letzten Weg ihres Lebens zusammen mit ihren Angehörigen.

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