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Neues Gemeinschaftshaus und langsames Internet Themen bei Hedemer Dorfabend

Noch kein Käufer für Tennisplatz-Areal

Preußisch Oldendorf-Hedem (WB). Das Dorfgemeinschaftshaus, die Brückenschäden, der Spielplatz und vor allem der Dauerbrenner Internetbandbreite haben in Hedem reichlich Gesprächsstoff für die Dorfgemeinschaft und Bürgermeister Marko Steiner geboten.

Peter Götz

Die Dorfgemeinschaftsvertreter Peter Bartling, Ingrid Tempelmeier, Friedhelm Koch, Isabel Bartling und Eva Rahe haben zusammen mit Preußisch Oldendorfs Bürgermeister Marko Steiner eine informative und rundum gelungene Bürger-Plattform geboten. Foto: Peter Götz

Nach „Pickert satt“, Kaffee und einer Begrüßung durch Ortsheimatpfleger Friedhelm Koch stellte sich Bürgermeister Steiner den Fragen seiner Hedemer Bürgerinnen und Bürger. Einleitend gab es von ihm für die etwa 35 Anwesenden aktuelle Fakten zum geplanten Verkauf des Tennisplatz-Areals, dessen Erlös den Grundstock für die Finanzierung eines neuen, zweckmäßigen Dorfgemeinschaftshauses bilden soll.

Entsprechende Anzeigen seien inzwischen geschaltet worden, die Gespräche auf Kreisebene – sprich eine Bauvoranfrage zur grundsätzlichen Bebaubarkeit und Nutzung – seien in die Wege geleitet worden, um potenziellen Interessenten Planungssicherheit zu bieten. „Gemeldet hat sich bisher noch niemand, doch das kann ja noch kommen. Wir brauchen ja nur einen Interessenten, der einen adäquaten Preis bietet, damit wir ein neues Zuhause für die Dorfgemeinschaft kriegen“, sagte Marko Steiner.

Hedem macht bei Modellprojekt mit

Auch die Mittel zur Sanierung zweier Brücken über die Aue, bei denen anlässlich der standardmäßigen Brückenprüfung Mängel festgestellt wurden, seien im Haushalt beschlossen, erläuterte der Bürgermeister anschließend auf die Frage besorgter Anwohner. Einzig die Mitteilung des Kreises über den Abschluss des Haushalt-Verfahrens stünde noch aus, sagte Steiner. „Voraussichtlich innerhalb der nächsten zwei Wochen ist mit dieser Nachricht zu rechnen, so dass die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen zeitnah erfolgen werden.“ Auch werde das Wirtschaftswegekonzept momentan überarbeitet, um den Kriterien der Bezirksregierung beziehungsweise des Landes zu genügen und darüber Fördermittel für Ausbau und Erhaltung der Wege zu erhalten.

Handlungsbedarf sehen die Hedemer darüber hinaus auf jeden Fall bei der Steigerung der Internetbandbreite und der Mobilfunkabdeckung im Ort, die trotz den offiziell minimal zur Verfügung stehenden 30 Mbit/s gefühlt im Schneckentempo daherkommen. „Wir wollen uns nicht abhängen lassen!“ ist der Konsens an diesem Abend, und sowohl die Dorfgemeinschaft, als auch der Bürgermeister sind zuversichtlich, dass in Zusammenarbeit mit Rat, Verwaltung und einem Anbieter, in absehbarer Zeit eine Verbesserung der Lage möglich sei.

Ganz vorne dabei ist Hedem im Modellprojekt „Digitales Dorf“, also bei der Außendarstellung und kommunikativen dörflichen Infrastruktur. Die Arbeitsgruppe „Digitale Medien“, unter Regie von Eva-Kristina Rahe, vertritt die Interessen der Bewohner bei allen anstehenden Anlässen und sorgt für die Umsetzung der Anregungen und Erfordernisse vor Ort.

„Es hängt eben alles am Geld“

Dabei geht es auch um Fördergelder, genauer gesagt um Mittel zur Bereitstellung einer fortschrittlichen, bequemen, neudeutsch „smarten“ Informations-Vernetzung innerhalb des Dorfes und der näheren Umgebung. Erklärtes Ziel ist der Zugang zu innovativen, regionalen Service- und Dienstleistungsangeboten über maßgeschneiderte „Apps“ zur Steigerung der Attraktivität des ländlichen Raums.

„Es hängt eben alles am Geld“, befand Friedhelm Koch abschließend mit einer gewissen Wehmut hinsichtlich der Auflösung des Tennisvereins. Dieser sei zu seinen besten Zeiten mehr als 200 Mitglieder stark gewesen. Er werde nun bald Geschichte sein, spätestens wenn die Dorfgemeinschaft in absehbarer Zeit die Alte Schule verlasse und ein neues Domizil beziehe. Ein Neubau könne einfach viel wirtschaftlicher betrieben werden als das 120 Jahre alte Gemäuer am Ortsausgang.

Die Auflösung des Tennisvereins war letzten Endes ein auslösender Faktor für Veränderungen im Dorf. Diese halten die Dorfgemeinschaft nicht nur in digitaler Hinsicht auf Trab.

Der nächste Termin für alle interessierten Hedemer ist das Winter(ab)grillen am 6. März unter dem Motto: „Was braucht Hedem? – Teil 2“.

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