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Besondere Entdeckung bei regelmäßigem Tauchdienst in Bad Essen – Fundstücke sichergestellt

Taucher finden zufällig zwei Tresore

Bad Essen (WB/hd). Bei einem regelmäßigen Tauchdienst haben Feuerwehrtaucher im Mittellandkanal im Bad Essener Ortsteil Wehrendorf zufällig zwei schwere Tresore gefunden. Die Polizei ließ die Fundstücke für weitere Ermittlungen sicherstellen.

Mit Hilfe eines Traktors mit Frontlader haben die Feuerwehrleute zwei Tresore und zwei Tresortüren aus dem Mittellandkanal bei Wehrendorf holen können. Foto: Hubert Dutschek

Am Dienstagabend trafen sich die Feuerwehrtaucher aus Bramsche und die Ortsfeuerwehr Wehrendorf zu einem gemeinsamen Dienst am Mittellandkanal im Gewerbegebiet Kastrup. Um die Ausrüstung zu zeigen und ihre Arbeitsweise unter Wasser zu erläutern, legten die Taucher ihre Geräte an, gingen unter Wasser und suchten systematisch in vier Metern Tiefe eine Fläche auf dem Grund des Kanals ab.

Zuerst fand ein Taucher Reste eines Campingstuhls, eine kleine Kunststoffschachtel mit Schmuck und ein KFZ-Kennzeichen. Beim Ertasten weiterer Gegenstände kam die Vermutung auf, dass es sich um Tresore und Tresortüren handeln könnte. Für die Bergung dieser schweren Gegenstände forderten die Kameraden einen Traktor mit Frontlader an.

Gegenstände stammen offensichtlich aus Straftaten

»Unter Wasser kann man so gut wie nichts sehen. Deshalb ist es gar nicht so leicht, Hebebänder und Seile an den gefundenen Gegenständen anzubringen. Darum ist regelmäßiges Üben erforderlich«, erklärte Manuel Krause, Chef der Tauchergruppe.

Schließlich gelang es, die zwei Tresortüren und zwei Tresore mit Hilfe eines Traktors aus dem Wasser zu ziehen. Allerdings passte eine Tresortür von der Größe nicht zu den zwei geborgenen Sicherheitsschränken. »Da die Gegenstände offensichtlich aus Straftaten stammen, haben wir die Polizei verständigt«, sagte Krause. Polizeibeamte aus Bohmte erschienen am Fundort und veranlassten die Sicherstellung der Tresore durch ein Abschleppunternehmen für weitere polizeiliche Ermittlungen.

»Der gemeinsame Dienstabend verlief zwar anders als geplant, aber so konnten wir direkt die Arbeit der Taucher miterleben und die Bergung tatkräftig unterstützen«, sagte Volker Hausfeld, stellvertretender Ortsbrandmeister von Wehrendorf.

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