Jahresversammlung der Dorfgemeinschaft Hedem auf Schloss Hollwinkel

Trotz Corona: Arbeit gibt’s genug

Preußisch Oldendorf (WB). Auch wenn im Vergleich zum Vorjahr die gemeinschaftlichen Aktivitäten der Hedemer dramatisch eingeschränkt sind, wurde und wird im Vorstand um Friedhelm Koch auch 2020 fleißig gearbeitet. Das wurde bei der Jahresversammlung der Dorfgemeinschaft Hedem auf Schloss Hollwinkel deutlich.

Peter Götz

Karolin Schnier, Tanja Tempelmeier, Kevin Möhlmeier, Claudia Spreen, Eva Rahe, Heinz Ossenschmidt, Peter Bartling, Gerd-Wilhelm Rahe, Isabel Bartling, Friedhelm Koch, Laura Klausen, Henning von Eichel-Streiber, Georg Hegner und André Schrader (von links) bilden den neuen Vorstand der Dorfgemeinschaft Hedem. Foto: Peter Götz

Standen 2019 noch Dorfabend, Skat- und Knobelabend, eine Firmenbesichtigung, Osterfeuer, die Teilnahme an Veranstaltungen in den Nachbargemeinden, Kulturfrühstück, Flohmärkte, Fahrradtour, Schnatgang, Boßeln, Weinfest und das traditionelle Advents-Kaffeetrinken auf dem Programm, fielen die meisten der für dieses Jahr geplanten Aktionen leider der Corona-Pandemie zum Opfer.

Spenden fließen reichlich

In der Kasse sieht es laut Kassenwart Wilhelm Tiemeyer auch ohne die gestrichenen Veranstaltungen immer noch recht erfreulich aus, nicht zuletzt durch die Spenden und das Engagement hiesiger Privatleute, Firmen und Geldinstitute, wofür sich der Vorstand herzlich bedankte. Die Kassenprüfer bescheinigten Tiemeyer eine ausgezeichnete Arbeit.

Dder Mitgliederbestand stieg im Verlauf des vergangenen Jahres auf 182 Personen (5 Zugänge, 2 schieden aus); er beträgt momentan sogar 191, wobei aktuell 3 Kündigungen vorliegen. Im Vorstand gibt es in diesem Jahr einige Bewegung, Friedhelm Koch (1. Vorsitzender) und Wilhelm Tiemeyer (Kasse) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Gerd-Wilhelm Rahe wechselt nach langjähriger Tätigkeit an der Spitze in den Beirat, seinen Posten übernimmt Isabel Bartling. Eva Rahe (neue Schriftführerin) kommt als weitere Frau in den Vorstand, da Jörg Blomenkamp sich nach 28 Jahren zurückgezogen hat.

Als Beisitzer wurden Michael Barlach, Peter Bartling, Georg Hegner, Laura Klausen, Kevin Möhlmeier, Heinz Ossenschmidt, Gerd-Wilhelm Rahe, Karolin Schnier, André Schrader, Claudia Spreen, Tanja Tempelmeier, Jens Tiemeyer und Henning von Eichel-Streiber gewählt, alle einstimmig bei einer Enthaltung. Angelika Barlach, Jörg Blomenkamp, Ingrid und Oliver Tempelmeier scheiden aus.

Glasfaserausbau läuft

Gut voran geht es beim Glasfaserausbau, wie Eva Rahe berichtete. Sie empfahl den betroffenen Anwohnern, sich bei Bedarf selbstständig bis zum 31. August mit dem Anbieter in Verbindung zu setzen, um das vorliegende Angebot zur Anbindung zu nutzen. Mehr Informationen dazu gibt es bei Greenfiber in der Rathausstraße 11 in Preußisch Oldendorf.

Kurz vor dem Auslaufen steht das Projekt „Digitales Dorf“, im Rahmen des Modells „Mühlenkreis 2.0 – SMART versorgte Dörfer“, bei dem in Hedem mit großem Erfolg hinsichtlich einer Erweiterung digitaler Angebote und der lokalen Vernetzung des dörflichen Lebens wertvolle Pionierarbeit geleistet wurde. Ein besonderer Dank der Dorfgemeinschaft ging dabei an Kümmerin Eva Rahe und an Oliver Tempelmeier, der die technische Betreuung des Internetauftritts übernahm. Eine Abschluss-Veranstaltung ist für den 8. Oktober geplant, in welcher Form, steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig unter www.hedem.info bekannt gegeben.

„Im Angebot haben wir noch die Seniorenveranstaltung ‚Internet für Anfänger‘ in der alten Schule am Donnerstag, 13. August, da seid ihr unter euch, angeleitet von Frank Spreen-Ledebur“, kündigte Eva Rahe die letzte Schulung der Veranstaltungsreihe an.

Nutzung ist ungewiss

Keine offizielle Mitteilung liegt der Dorfgemeinschaft Hedem hinsichtlich des Verkaufs der alten Schule vor. Klar ist, dass das Gebäude und die Tennisplätze verkauft sind und laut Kaufvertrag am 1. Oktober auf den neuen Besitzer übergehen. Nicht bekannt ist dagegen der Käufer, was bedeutet, dass im Moment keine genauen Prognosen über eine weitere Nutzung der Räume möglich sind. Auch die Möglichkeit, im Falle des Abrisses der Lashorster Schule die Nachbar-Dorfgemeinschaft und den Chor vorübergehend in Hedem zu beherbergen, kann nicht mehr garantiert werden.

„Vom 1. Oktober an haben wir einen neuen Eigentümer, und der ist dann im Recht, mit dem werden wir uns unterhalten müssen“, fasst Vorsitzender Friedhelm Koch die Situation zusammen. Der Mietvertrag mit der Stadt Preußisch Oldendorf vom 1. Januar 2020 ist grundsätzlich bis 2025 gültig, kann aber im Falle eines Gebäude-Verkaufs durch die Stadt zum Monatsende gekündigt werden. So steht es in den Papieren, die Koch vorliegen, also sitzt der Verein möglicherweise ab Oktober buchstäblich auf der Straße. Trotzdem ist man im Vorstand zuversichtlich, eine optimale Lösung zu finden.

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