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Mögliche Wolfssichtung in Getmold - Experten bewerten Fotos und Video

Wolfsmaterial wird jetzt geprüft

Preußisch Oldendorf-Getmold

War es ein Wolf oder ein Hund? Nach der Beobachtung von Sven Rosemann am Donnerstagmorgen in Getmold, ist das die zu klärende Frage.  Rosemann hatte das Foto- und Videomaterial direkt auf der Internetseite der NRW-Wolfssichtung hochgeladen, wodurch ein automatisierter Prozess startet.

Von Viola Willmann

Dieses Tier ist am Donerstagmorgen durch Getmold gelaufen. Der Beobachter Sven Rosemann ist überzeugt, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat. Foto: Sven Rosemann

"Zunächst meldet sich ein Wolfsberater bei dem Bürger. Im Zweifel fahren die dann auch gemeinsam zu der Örtlichkeit, um die Authentizität des Materials zu überprüfen", erläutert Wilhelm Deitermann, Pressesprecher des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW, auf Anfrage dieser Zeitung das weitere Vorgehen.

Viele Sichtungen derzeit

Wenn nicht eindeutig ausgeschlossen werden könne, dass es sich um einen Hund handelt, wird das Material zur Prüfung an die Dokumentationsstelle des Bundes, das Lupus-Institut in Spreewitz, weitergeleitet. "Dort sind Experten, die sich seit Jahren mit Bildnachweisen zu Wolfssichtungen auseinandersetzen", so Deitermann weiter. Leider dauere dieser Prozess derzeit so seine Zeit, da sehr viele Sichtungen gemeldet werden, die dann gesammelt an das Lupus-Institut weitergegeben werden.

Der Getmolder Sven Rosemann hatte das Tier am Donnerstagmorgen aus dem Auto heraus in Getmold gesehen, als er auf dem Weg zum Brötchenholen war. Der Wolf sei nahe dem Umspannwerk und einer Selbstpflück-Blumenwiese entlang getrabt. Nach einem ersten schnelle Foto erwischte er das Tier auch noch anderer Stelle und filmte es.

Wolfsichtung melden?

Wer einen Wolf sichtet, kann sich an die zuständigen Wolfsberater für den Kreis Minden-Lübbecke wenden: Norbert Schmelz (Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe) Stemwede, Telefon 05773/9919665, mobil 0171/5873567, E-Mail: norbert.schmelz@wald-und-holz.nrw.de; oder Dr. Walter Jäcker, Telefon 05731/25240, E-Mail: whjaecker@rae-brockmann.de.

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