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Bereits zwei Unfälle am „Kleinendorfer Kreuz“ seit der Beschädigung der Lichtzeichenanlage

Ausfall der Ampelanlage dauert an

Kleinendorf

Innerhalb weniger Tage ist es am Donnerstag in Kleinendorf auf der Kreuzung der Diepholzer Straße (B 239) und der Lemförder Straße zu

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Dritter Unfall in einer Woche: Nachdem ein Auto die Ampel beschädigt hatte, hat es inzwischen zwei weitere Kollisionen am „Kleinendorfer Kreuz“ gegeben. Es gab Verletzte. Foto: Polizei

. Es wurden Menschen verletzt, zudem entstand erheblicher Sachschaden. Unter anderem wurde – nach Angaben der Straßenmeisterei Espelkamp – ein weiterer Mast der Ampel-Anlage beschädigt.

Nach ersten Angaben der Polizei hatte am Donnerstagabend ein 44-Jähriger aus Stemwede gegen 17.15 Uhr aus Sielhorst kommend die Lemförder Straße befahren und musste an der Kreuzung zur B 239 zunächst verkehrsbedingt anhalten. Als der VW-Fahrer anfuhr, um die Kreuzung geradeaus nach Rahden zu überqueren, kam es zum Zusammenstoß mit dem von rechts kommenden Fiat Ducato eines Fahrers aus Sulingen (58), der auf der Bundesstraße auf dem Weg in Richtung Diepholz war.

Dadurch geriet der Fiat Transporter nach rechts von der Fahrbahn ab, kollidierte mit der dortigen Lichtzeichenanlage sowie einem Leitpfosten und kam im Straßengraben zum Stillstand. Der Golf drehte sich und verblieb auf der Fahrbahn.

Beide Fahrer wurden verletzt und vom Rettungsdienst vor Ort ambulant versorgt. Zum Unfallzeitpunkt war die dortige Ampelanlage außer Betrieb.

Nach Abschluss der Unfallaufnahme konnte die zwischenzeitlich gesperrte Kreuzung von den Beamten wieder freigegeben werden. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Nach ersten Schätzungen der Beamten dürfte sich der Sachschaden auf rund 50.000 Euro belaufen.

Erst in der vergangenen Woche war es am Dienstag und am Mittwoch zu Unfällen im besagten Kreuzungsbereich gekommen. Dabei war am Dienstagabend eine offenbar alkoholisierte Autofahrerin (66) mit ihrem Wagen gegen einen Ampelmasten geprallt, sodass dies den Ausfall der Anlage zur Folge hatte. Am darauffolgenden Mittwochmorgen war es an derselben Stelle zum Unfall zwischen einem Mercedes und einem Sattelschlepper gekommen. Dabei hatten sich zwei Personen (77 und 69 Jahre alt) verletzt.

„Aus technischen Gründen ist dort seit dem ersten Unfall in der vergangenen Woche kein warnendes Ampel-Blinklicht geschaltet, sodass die Verkehrsteilnehmer die regulären Verkehrszeichen beachten müssen“, sagte Jörg Wittkötter von der Straßenmeisterei. „Am vergangenen Montag ist der beim ersten Unfall beschädigte Mast von der Firma Stührenberg wieder neu in Beton gesetzt worden. Für die Standsicherheit muss zwei Tage gewartet werden, bis der Beton ausgehärtet ist“, heißt es vom Leiter der Straßenmeisterei.

Auch am Freitag seien die Techniker der Spezialfirma wieder vor Ort gewesen, um die neuen Schäden aufzunehmen. „Wir werden die Anlage aber voraussichtlich nicht zum Wochenende in Betrieb nehmen können. Das wird wohl noch bis Mittwoch dauern“, sagte Jörg Wittkötter am Freitag.

Ralf Steinmeyer von der Kreispolizei Minden machte deutlich: „Wir kennen die Unfallträchtigkeit dieser Kreuzung. Dennoch: Wenn die Ampel außer Betrieb ist, gelten die normalen Vorfahrtsregeln und die angebrachten Schilder“, sagte er.

Normalerweise warne ein gelbes Blinklicht an den nicht vorfahrtsberechtigten Straßen, meinte er. „Die Verkehrsteilnehmer sind immer ein wenig überfordert, wenn nach vielen Jahren eine Ampel komplett ausfällt. Im Zweifelsfall sollte man dort eher anhalten und sich vergewissern, dass die Kreuzung auch frei ist, bevor etwas passiert“, rät er.

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