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Tagespflege eröffnet in renovierten Räumen des Saals der ehemaligen Gaststätte in Rahden-Stelle

Der Ulmenhof erhält neues Leben

Rahden-Stelle (WB)

Die Räume der ehemaligen Gaststätte „Ulmenhof“ in Rahden-Stelle füllen sich wieder mit Leben.

Michael Nichau

Die ehemalige Gaststätte: Wohnungen in den Obergeschossen sind geplant. Das Haus erhält wieder den Schriftzug „Ulmenhof.“

Doch nicht Gastronomie hält dort Einzug, sondern eine Tagespflegeeinrichtung der Dr. Bock-Gruppe.

Unter dem Namen „Tagespflege Ulmenhof“ eröffnet die Einrichtung coronabedingt zunächst nur mit der Hälfte der Kapazität. Zehn Senioren sind dort derzeit zu Gast. Sie werden tagsüber abgeholt, betreut, gepflegt, versorgt und abends wieder in ihre gewohnte Umgebung zurückgefahren.

Die Pflegedienstleitungen von „Arche“ und „Ulmenhof“ mit den Geschäftsführern Annette und Hans-Eckhard Meyer (rechts) sowie Nina Windhorst (3. von rechts). Foto: Michael Nichau

Leiterinnen der neuen Tagespflege sind Dana Blotevogel und Claudia Grille. Beide wechseln aus der Tagespflege „Arche“ am Eibenweg in den „Ulmenhof“. Britta Bommelmann und Jennifer Langenheder bilden künftig das Leitungsteam in der „Arche“. Übergreifende Pflegedienstleitung in allen Einrichtungen hat Nina Windhorst.

Pflegestützpunkt

Auf etwa 360 Quadratmetern ist der Saal der Gaststätte neu gestaltet worden. Eingerichtet sind dort Tages- und Ruheräume, Sanitäranlagen, Küche und Büro. Die Teilfläche hat die Firma Holzbau und Planungsbüro Holste renoviert und an Schloss Rahden vermietet. Ein Pflegestützpunkt ist bereits nebenan eingezogen. Zudem werden barrierefreie Seniorenwohnungen gebaut.

Jetzt dürfen die Tagespflegen unter Einhaltung der Hygienerichtlinien wieder öffnen. „Corona stellt alles auf den Kopf. Die neue Einrichtung hilft uns aber, die Lage zu entspannen und einige Tagesgäste aus der ‚Arche‘ hier zu betreuen“, heißt es.

Dana Blotevogel beschreibt den Tagesablauf: Um 8 Uhr würden die Gäste gebracht. Frühstück gebe es in der Zeit von 9 bis 10 Uhr. Danach hätten die Gäste zwei oder drei Beschäftigungsangebote bis zum gemeinsamen Mittagessen. „Dabei haben wir zwei Menüs zur Wahl. Die Mittagsruhe kann in zwei Ruheräumen erfolgen. Dort stehen komfortable Sessel bereit, aber auch Pflegebetten. Bevor die Besucher ab 16 Uhr wieder nach Hause gefahren werden, gibt es ein Kaffeetrinken und um 15 Uhr eine große Runde zum Erzählen und Klönen.“

Dana Blotevogel

Auf die Sicherheit werde in Corona-Zeiten größter Wert gelegt: „Jeden Morgen erfolgt ein Corona-Test, zudem wird die Temperatur gemessen. Handdesinfektion gehört ebenfalls dazu“, erläutert Blotevogel. Auch habe jeder Gast seinen eigenen Ruhesessel mit eigener Decke und Kissen.

„Wir backen und kochen außerdem gemeinsam. Leider dürfen die Senioren bisher nur zuschauen. Die Mahlzeiten werden geliefert.“ Was noch fehlt: Die Tagespflegeeinrichtungen sollen noch große Fernseher erhalten, kündigt Nina Windhorst an.

„300.000 Euro wurden in die Einrichtung investiert“, stellte Geschäftsführer Hans-Eckhard Meyer heraus. Um die Gäste im Alter ab 70 Jahren zu betreuen, würden neue Jobs geschaffen – unter anderem für zwei Gerontofachleute und eine Palliativpflegerin.

„Diese Einrichtung bietet auch eine neue Chance für diejenigen, die noch keinen Platz in einer Tagespflege bekommen konnten“, sagt Nina Windhorst. Der „Ulmenhof“ sei ideal, um pflegende Angehörige zu entlasten und über den Tag Freiräume zu schaffen, meint die Pflegedienstleiterin.

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