1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Rahden
  6. >
  7. Ein Arbeitsplatz auf vier Rädern

  8. >

Der Rahdener Polizeihauptkommissar im Bezirksdienst, Guido Wiehebrink, zeigt die Ausstattung des neuen Streifenwagens

Ein Arbeitsplatz auf vier Rädern

Rahden

„Es ist ein sehr guter Arbeitsplatz geworden“, sagt Polizeihauptkommissar Guido Wiehebrink.

Michael Nichau

Guido Wiehebrink, Bezirksbeamter in Rahden, ist überaus zufrieden mit dem neuen in der Stadt positionierten Streifenwagen mit auffälliger Beklebung. Foto: Michael Nichau

Er ist im Bezirksdienst in Rahden und hat dieser Zeitung einen Blick in den Dienstwagen der beiden für Rahden zuständigen Beamten, einen Ford S-Max, erlaubt. „Die Polizei in Nordrhein Westfalen hat eine neue Fahrzeugflotte angeschafft“, erläutert der 53-jährige Polizeibeamte. Dazu gehören als Streifenwagen die kleinen Vans von Ford und als „rollende Büros“ mehrere Mercedes Vito, die die bisherigen Bulis ersetzen.

Polizeihauptkommissar Guido Wiehebrink

Die Fahrzeuge wurden zentral über das Landesamt für zentralpolizeiliche Dienste (LZBW) angeschafft und nach einem Schlüssel auf die Behörden des Landes verteilt. Es hatte im Vorfeld eine Erprobungsphase gegeben, bei der fünf Fahrzeugtypen getestet wurden.

„Es gibt nicht den einen Super-Wagen. Deshalb haben sich die Tester für diese zwei Typen entschieden“, erläutert Wiehebrink. Der Vorteil des Ford: „Höherer Einstieg, bessere Übersicht, deutlich mehr Platz und eine Ladungssicherung im Kofferraum“, zählt er auf. „Die vorher geleasten BMW-Modelle waren viel zu eng und für die Praxis kaum geeignet.“

Natürlich ist der Ford ein „normaler Personenwagen“. Aber er ist für den Polizeidienst besonders ausgestattet: Eine eingebaute Funkanlage und Ladegeräte für Handfunkgeräte, ein Video-Eigensicherungssystem mit zwei Kameras in zwei Richtungen sowie ein Notfall-Knopf gehören dazu. „Auch Dinge wie der Anhaltestab und Mittel zur Selbstverteidigung sind sinnvoll angebracht“, lobt Wiehebrink.

LED-Warnleuchten in jede Richtung sind ins Auto eingebaut worden. „Es blitzt und blinkt dann an allen Ecken. Zusätzlich ist in der Heckklappe eine Arbeitsbeleuchtung integriert, sodass man etwa bei Regen unter der Kofferraum-Klappe gut hantieren kann“, sagt der Polizeihauptkommissar.

Der Clou ist aber der Einbau im Kofferraum, der die Ladung sichert. Ähnlich wie bei Feuerwehr-Fahrzeugen sind dort Schubladen angebracht. Ein Griff – und Absperrband, Markierungskreide und -spray sowie Messrad, Maßstab und Markierungen für Unfallfotos oder aber Alkohol- und Drogenschnelltests stehen sofort zur Verfügung. Auch Lampen und Absperr-Pylonen haben einen festen Platz. „Hier wackelt nichts und nichts fliegt mehr umher“, fasst Wiehebrink die Erfahrungen mit dem Auto zusammen.

Neben Warnwesten ergänzen schusssichere Westen die Ausstattung. An ihnen ist eine so genannte Body-Cam angebracht. Sie zeichnet etwa bei einer Kontrolle alles auf, was der Beamte sieht.

„Natürlich sind auch einfache Rettungsmittel an Bord: Verbandkasten, Brechstange und ein Medi-Pack für größere Verletzungen mit Blutungen“, sagt der Polizeihauptkommissar. Und seine Vergehen muss jetzt jeder bargeldlos bezahlen: Ein EC-Cash-Gerät an Bord zieht das Verwarngeld gleich vom Konto ein.

„Wir verbringen täglich viel Zeit in unserem Streifenwagen. Daher muss man sich darin auch wohlfühlen“, sagt der Rahdener Bezirksdienst-Beamte. Der Mercedes Vito habe auch einen Tisch zum Aufklappen – so wird das Auto zum mobilen Büro. Dazu kommt, dass alle Wagen gleich ausgestattet sind: „Da weiß man immer, wo die benötigten Dinge sind.“

Startseite