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Konzertabend der Bläserensembles des Rahdener Gymnasiums beeindruckt Publikum

»Ein großes Gemeinschaftserlebnis«

Rahden (WB). »Es macht unwahrscheinlich Spaß. Man findet viele neue Freunde und die Musik schweißt einen zu einer engen Gemeinschaft zusammen.« So brachten es Lena Pröpper und Jascha Achterberg auf den Punkt. Die ehemaligen Absolventen des Rahdener Gymnasiums freuten sich, am Freitagabend das große Sommerkonzert der Bläserensembles in der Aula der Bildungseinrichtung moderieren zu dürfen.

Anja Schubert

Zum Abschluss musizierten die etwa 100 jungen Akteure aus drei Bands erstmalig gemeinsam. Fotos: Anja Schubert Foto: Anja Schubert

Die Aufregung war deutlich zu spüren, nicht nur bei Eltern und Geschwistern im Publikum. Vor allem bei den jungen Akteuren selbst kribbelte es bis in die Fingerspitzen, als der Melodienreigen aus Film, Klassik und Originalkompositionen vor vollem Haus begann.

Spielfreude und Fingerspitzengefühl

Mit Stücken wie »Linus and Lucy«, »My heart will go on« und Musik aus »Mary Poppins« machte die Klassenband 6 den Auftakt und bewies, was man nach zwei Jahren Unterricht bewerkstelligen kann. Die 27 Mädchen und Jungen, die seit September 2016 zusammenspielen, zeigten, in sich als Gruppe gefestigt, große Spielfreude und Fingerspitzengefühl für Rhythmus und Sound.

Die Nachwuchsband demonstrierte anschließend, wo ab dem zweiten Halbjahr der sechsten Klasse die Reise hingehen kann. Mit Songs aus dem Bereich Rock und Pop von »Cool Kids« über »Bad« und »Timber« bis hin zu »Shut up and dance« liefen die rund 40 Musikerinnen und Musiker viel Gefühl und mutigen Solosequenzen zu Höchstform auf.

Auch in der Pause mussten die Gäste die Musik nicht missen. Im Foyer zeigte das Saxophon-Quartett mit Famke und Daniela Tielbürger, Luca Papanikolaou und Mortimer Greenborough als Ensembleleiter eine andere Seite der Musik – nämlich den Auftritt als Kleinformation, in der sich jedes Instrument in seiner Eigenart klanglich voll entfaltet.

Gänsehaut pur

Auf der Bühne zurück, bestimmte die Concertband »GYROS« (Gymnasium Rahden on Stage) das Geschehen. Für die 40 Instrumentalisten – Schüler und Lehrer –, die über die Jahre in der Konzertband alle ihren festen Platz und durch ihr herausragendes Können eine tragende Rolle gefunden haben, war es ein besonderer Abend. Denn mit »The Planets« von Gustav Holst hatten sich die Akteure bei ihren Probentagen in der vergangenen Woche ein klassisches Werk eindrucksvoll erarbeitet.

Auch in Sachen Filmmusik ließen sie das Publikum dem Atem anhalten, sorgten unter anderem mit »Dance with wolves«, »Highlights from La La Land« sowie einem Ennio Moricone-Special, bei dem »Spiel mir das Lied vom Tod« nicht fehlen durfte, für Gänsehaut pur und finalen Applaus.

Doch auch ein Hauch von Wehmut legte sich zum Ende über die Veranstaltung, denn nicht nur die Klassenband 6 hatte nach zweijährigem Zusammenspiel ihren letzten Auftritt. Für die Concertband »GYROS« war es ebenfalls der letzte große Auftritt in der eingespielten Besetzung. Mit dem Abitur werden sechs Musiker die Band verlassen.

Nachwuchsband bereits gut aufgepolstert

»Von uns aus könnt ihr gern noch ein oder zwei Jahre bleiben«, würdigte Benno Schomaker die Leistung der Akteure. Der kommissarische Schulleiter zeigte sich von den Leistungen aller Ensembles tief beeindruckt und dankte zudem den Lehrer-Kollegen Annette Schepsmeier (Querflöten), Mortimer Greenborough (Klarinette, Saxophon), Ivan Bergtold (E-Bass, Keyboard, Schlagzeug), Uwe Kolbus (Trompete, Horn, Posaune, Euphonium, Tuba) sowie Billy Bontas, der die Schlagzeuger nach der Projektphase betreut, für ihr Engagement, die Liebe der jungen Menschen zur Musik mit ganzem Einsatz zu fördern.

»Wir freuen uns aber schon auf den Nachschub aus der Nachwuchsband«, signalisierte Musiklehrer Uwe Kolbus, der den Konzertabend leitete. Und auch diese sei mit 19 Musikern und Musikerinnen aus der Klassenband 6 seit Ende Januar bereits gut aufgepolstert.

Einen ganz großen Moment erlebten die Akteure aller drei Ensembles zum Ende des Konzertes, als Bühne und Bühnenvorraum nicht groß genug sein konnten. Denn die etwa 100 Instrumentalisten stimmten mit »Meet the Flintstones« erstmalig gemeinsam zum Schlussakkord an.

Verdienter lang anhaltender Beifall machte eine Zugabe unumgänglich.

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