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Bauausschuss: Tonnenheider Sportverein möchte Gerätehaus übernehmen und Sportpark bauen

Eine Nachnutzung mit Anspruch

Rahden-Tonnenheide

Die Löschgruppe zieht aus und der Sportverein möchte ein Begegnungszentrum einrichten.

Michael Nichau

Mit dem Projekt einer Auswertung des Sportplatzareals des TuS Eintracht Tonnenheide will sich der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Rahden in seiner Sitzung am Donnerstag beschäftigen.

Mit dem bevorstehenden Auszug der Löschgruppe Tonnenheide in das neue Gerätehaus besteht für den Sportverein die Gelegenheit, das damit frei werdende Gebäude für seine Zwecke zu nutzen. Es ist geplant, an dieser Stelle einen „Sportpark“ entstehen zu lassen.

Mit der Verlegung des zweiten Spielfeldes in die Nähe des bestehenden Sportlerheims mussten die Vereinsmitglieder nach kurzer Zeit feststellen, dass die bestehenden Räumlichkeiten bei weitem nicht für den Betrieb von zwei Sportplätzen ausreichen.

So besteht zusätzlicher Raumbedarf für Umkleiden, Geräte sowie einen Jugend/- und Schulungsraum. Mitte 2020 begannen in Tonnenheide die Bauarbeiten für ein neues Feuerwehrgerätehaus, das im Juni 2021 fertiggestellt werden soll. Durch den damit anstehenden Auszug der Feuerwehr besteht die Möglichkeit, den bestehenden Raumbedarf des Sportvereins zu decken und darüber hinaus auch dem Breitensport zusätzlichen Raum zu geben.

„So könnte dem kommunalen Leerstand eine sinnvolle Nutzung gegeben und ein Leerstand vermieden werden. Die Lage der Räume ist für eine Nutzung durch den Sportverein prädestiniert“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Es ist vorgesehen, das Gebäude soweit umzugestalten, dass hier zwei zusätzliche Umkleiden mit entsprechenden Sanitäranlagen sowie Aufenthalts-, Schulungs- und Geräteräume geschaffen werden.

Teil der angestrebten Sanierung wird die gesamte Erneuerung der sanitären Anlagen, inklusive der Rohrleitungsnetze, Erneuerung der Heizflächen und die Modernisierung der elektrischen Anlagen. Dadurch können erhebliche Einsparpotenziale bei den Energieverbräuchen generiert werden. Optimiert werden diese auch durch eine Installation einer Solarthermieanlage zur Warmwasseraufbereitung. Weiterhin sollen Anschlüsse für eine nachträgliche Installation einer Fotovoltaik-Anlage vorgesehen werden.

„Den Anforderungen an Barrierefreiheit und Inklusion soll ebenfalls Rechnung getragen werden. Das Gebäude erhält eine behindertengerechte WC-Anlage. Der Wärmeschutz wird durch den Einbau neuer Fenster, einer Isolierung der Dachhaut und dem Herstellen eines gedämmten Bodenaufbaus auf den notwendigen Standard optimiert. Weiterhin wird das Gebäude mit einem Wärmedämmverbundsystem ausgestattet“, schreibt die Verwaltung über die Baumaßnahmen.

Darüber hinaus ist eine Umgestaltung des Außenbereichs vorgesehen. Es ist geplant, den bestehenden Soccercourt um ein Beachvolleyballfeld und diversen Outdoorspielgeräten für alle Altersklassen zu erweitern.

Weiterhin ist in Kooperation mit der Jugendförderung der Stadt Rahden angedacht, einen pädagogisch betreuten Jugendtreff für die Dorfjugend einzurichten. „Nach der Umbaumaßnahme soll die gesamte Anlage nicht nur von Vereinsmitgliedern genutzt werden, sondern auch multifunktional für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung stehen“, heißt es.

Der benachbarte Kindergarten nutzt die Sportanlage bereits. Zukünftig ist vom Kindergarten eine intensive Nutzung des Multifunktionsraums (Kindertanzen/ Kinderturnen/Kinderyoga und Ähnliches) sowie des umgestalteten Außenbereiches geplant.

Es ist geplant, dass die Maßnahme im Zeitraum vom Mitte 2021 bis Mitte 2023 umgesetzt wird.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa 670.000 Euro. Die Förderung würde sich bei einem Fördersatz von 90 Prozent auf 603.000 Euro belaufen. „Der Eigenanteil läge dann bei 67.000 Euro. Dieser Eigenanteil würde vollständig vom Sportverein TuS Eintracht Tonnenheide getragen werden, sodass bei der Stadt Rahden kein Kostenanteil verbleibt. Weiterhin werden auch die zukünftigen Unterhaltungskosten vom Sportverein getragen“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

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