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Tierpark Ströhen freut sich über Nachwuchs bei den Kulanen – Auch Pumas und Luchse haben Jungtiere

Es ist ein Mädchen!

Ströhen

Im Tierpark Ströhen gibt es allen Grund zur Freude. Denn bei den Kulan-Eseln konnte jetzt Nachwuchs begrüßt werden. Ein Stutfohlen hat das Licht der Welt erblickt. Und es gibt noch mehr Nachwuchs.

 

Die Kulan-Stute hat ein Fohlen zur Welt gebracht. Foto: Yvonne Habermann

Es gibt einige neue Bewohner im Tierpark Ströhen, die gerade das Licht der Welt erblickt haben. Denn dort ist die Frühlingszeit auch immer die Zeit der Tierkinder. Schon Anfang Januar gab es Grund zur Freude über einen Zuchterfolg, als im Tapirhaus ein Jungtier geboren wurde.

Nun hat es bei den Pumas und auch bei den Luchsen – sie sind im Tierpark Teil zwei untergebracht – Nachwuchs gegeben. Wer die kleinen Raubkatzen anschauen möchte, braucht jedoch noch etwas Geduld, denn die Welpen verstecken sich vorerst noch mit ihrer Mutter in der Wurfhöhle.

Stutfohlen

Anders sieht es bei den Kulan-Eseln aus. Dort ist seit dem 4. Mai ein Stutfohlen Teil der kleinen Herde, die nun insgesamt sechs Tiere umfasst. Schon seit vielen Jahrzehnten haben die asiatischen Wildesel ihren Platz im Tierpark. Die Kulane teilen sich den Lebensraum mit den Trampeltieren. In freier Wildbahn bevorzugen die beiden Arten trockene, baumlose Gras- und Krautlandschaften.

„Besonders freundlich sind die Wildesel zu uns Zweibeinern nicht und mal eben streicheln oder gar führen ist bei den exotischen Tieren auch nicht drin, aber darauf kommt es auch nicht an“, teilt der Tierpark mit.

Beinahe ausgestorben

Denn: Der Kulan ist eine ganz besondere Wildeselart. Kulane werden von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) als „stark gefährdet“ eingestuft. In ihrer Heimat Kasachstan und weiten Teilen Turkmenistans galten die Tiere in den 40-er Jahren sogar als weitestgehend ausgestorben.

Heute wird die Population der Wildesel auf 1300 Exemplare in Turkmenistan und 900 in Kasachstan geschätzt. In nur zwölf europäischen Zoos werden Kulane gehalten und im Zuge des EEP (Europäisches Erhaltungszuchtprogramm) gezüchtet.

Was die Besucher angeht, kehrt im Tierpark Ströhen wieder ein wenig Normalität ein. Aufgrund der niedrigen Sieben-Tage-Inzidenzzahlen im Landkreis Diepholz ist ein negativer Coronatest oder eine Anmeldung für den Besuch nicht mehr erforderlich. Tickets kann man über die Homepage oder aber an der Tageskasse erwerben.

Besucherbegrenzung

„Da wir immer noch einer Besucherbegrenzung unterliegen, empfehlen wir für besucherstarke Tage wie Feiertage und Wochenenden den Kauf eines Onlinetickets“, lautet der Tipp von Yvonne Habermann aus der Tierparkverwaltung. „Solange noch nicht alle Karten verkauft sind, ist aber auch der Kauf an der Tageskasse möglich.“

Natürlich gelten auch im Tierpark nach wie vor die Corona-Regeln. Es muss auf den nötigen Abstand von mindestens 1,50 Meter geachtet werden und im Bereich des Eingangs, im Sanitärbereich, auf dem Kinderspielplatz sowie im Bereich der „To Go“-Verkaufsstellen herrscht Maskenpflicht. „Von den meisten Besuchern werden die Regeln auch sehr vorbildlich umgesetzt“, sagt Habermann.

„Das Tierparkrestaurant und der Biergarten haben leider noch nicht wieder geöffnet.“

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