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Vera und Wolfgang Meier aus Rahden stellen ihren Cadillac beim Oldtimertreffen in Marl vor

Fasziniert von US-Cars und alten Schätzchen

Rahden/Marl

Wenn Vera und Wolfgang Meier mit ihrem Oldtimer unterwegs sind, dann ist Aufsehen garantiert. Das Ehepaar aus Rahden fährt einen Cadillac De Ville. Die viertürige Limousine wurde 1992 zum ersten Mal zugelassen. Das auf Hochglanz polierte Schätzchen zieht viele Schaulustige an.

Stolz ist Wolfgang Meier auf seinen Cadillac De Ville. Foto: Heidrun Mühlke

 „Wir sind schon lange Oldtimer-Freunde“, erzählen die beiden Rahdener. Diesen 30 Jahre alten Cadillac würden sie seit Februar ihr eigen nennen. Davor hatten sie einen Camero, noch weiter zurück liegt der Besitz eines Chevrolet Impala. „Der wurde damals immer in Varl vom Schützenverein als Königskutsche eingesetzt“, erinnert sich Wolfgang Meier gerne an das schmucke Fahrzeug  zurück.

Nun aber sei der Cadillac in ihrem Besitz. Sie würden zwar den Oldtimer ständig nutzen, dass Hageweder Oldtimer-Treffen „H.O.T.“ auf dem weitläufigen Gelände am Landgasthaus „Zur Eiche“ würde aber zur Pflichtveranstaltung für Fans von US-Cars sein, wissen die beiden. Inzwischen habe ihr Cadillac annähernd 100.000 Kilometer gelaufen, der Kraftstoffverbrauch hielte sich aber durchaus in Grenzen. „13 Liter auf 100 Kilometer - durchaus akzeptabel für solch ‚ein Schiff‘“, sagt Meier.

Vera Meier gefällt die luxuriöse Ausstattung des Cadillacs. Foto: Heidrun Mühlke

„Kommen Sie, setzen Sie sich mal hinein“, lädt mich Vera Meier ein und ich kann nur bestätigen, dass der Sitzkomfort in den grauen Ledersitzen wie auf dem heimischen Sofa ist. Sowieso bietet dieser Oldtimer viel Luxus für Fahrer und Mitfahrer. Neben der Lederausstattung gibt es Kopfstützen sowie Sicherheitsgurte vorne und hinten, nicht unbedingt alltäglich für ein 30 Jahre altes Auto. Außerdem verfügt das grüne V8-Zylinder-Schmuckstück über Zentralverriegelung, Klimaautomatik, Tempomat, Außentemperaturanzeige sowie einen Bordcomputer.

Gerne gewährt Wolfgang Meier einen Blick unter die Motorhaube seines Cadillac. Foto: Heidrun Mühlke

„Das ist schon eine Ausstattung der Extraklasse - sehr ungewöhnlich für einen PKW aus den Neunzigern“, sagt Meier stolz. Für die Zukunft planen die beiden Oldtimer-Fans ein US-Car-Treffen in Kleinendorf. „Der Schützenplatz wäre ideal“, weiß Meier, der auch Major im Schützenverein Kleinendorf ist.

Beim Oldtimer-Treffen in Hagewede hätten die Bedingungen kaum besser sein können. Strahlender Sonnenschein und ein mit Oldtimern, ein bunter Mix aus Treckern, Nutzfahrzeugen, PKWs, Motorrädern, Campern und Caravans, gefülltes Gelände. Vom chromblitzenden Cadillac und Morgan-Threewheeler über einen VW-Käfer aus den Achtzigern, Trabbis aus dem letzten Jahrhundert oder knatterten Motorrädern - hier konnte alles bestaunt werden. Historische Traktoren und flotte Camper weckten ebenso das Interesse eines breit gefächerten, mehr oder weniger fachkundigen Publikums.

Peter Wutschig aus Diepholz sieht in seiner BMW R50/2 eine Wertanlage. Foto: Heidrun Mühlke

Historische Fahrzeuge sind für alle Generationen ein besonderer Hingucker . Besonders dann, wenn sie blitzblank poliert präsentiert werden. Freunde von Zwei-und Viertaktern hatten ausreichend Gelegenheit zum Fachsimpeln. Immer wieder ging es um das Restaurieren der Fahrzeuge und den damit verbundenen Kosten sowie den aufwendigen Schraub- und Lackiererarbeiten.

Oldtimertreffen mit Rahdener Teilnehmern  in Marl-Hagewede. Foto: Heidrun Mühlke

Das Hageweder Oldtimer-Treffen hat inzwischen eine große Fangemeinde. Kamen die Fahrzeugbesitzer in den zurückliegenden Jahren größtenteils aus dem näheren Umkreis, zieht das Treffen immer weitere Kreise. Besucher und Aussteller kommen von Bremen bis Münster, von Cloppenburg bis Hannover.

Auch Traktoren sind beim Treffen in Marl mit vertreten gewesen. Foto: Heidrun Mühlke

Sogar aus Norwegen war ein Besucher dabei. „Eher zufällig waren sie mit ihrem VW-Bulli T3 auf der Durchreise. Denen gefiel unser Oldtimer-Treffen aber so gut, dass sie sich mit ihrem Camper gleich einen Stellplatz gesucht haben und über das ganze Wochenende geblieben sind“, freut sich das Orga-Team, das sind Jochen Mai, Eckhard Ahrens, Maik Willmann, Jennifer und Dirk Fahland, Dieter Last sowie Jürgen und Meiki Jülke. Neben dem Treffen hat das Orga-Team zudem ein ansprechendes Rahmenprogramm, mit Livemusik, Tombola und Verlosung initiiert.

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