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Der Rohlfinger Stau ist das erste durchgängige Wehr an der Großen Aue

Fische benutzen jetzt die Treppe

Preußisch Ströhen (WB). Fische aller Art können künftig den Rohlfinger Stau in Preußisch Ströhen, unweit der Landesgrenze zu Niedersachsen, in beiden Richtungen ungehindert passieren. Weiter südlich können die wandernden Fische aber noch keine Staustufen erklimmen.

Michael Nichau

Helmut Uphoff begutachtet die Arbeiten an der Fischreuse am Rohlfinger Stau. Im Hintergrund sind die Fachleute des Aue-Wasserverbandes damit beschäftigt, die neuen Einbauten vorzunehmen. Dafür musste der Wasserstand des Flusses gesenkt werden. Foto: Michael Nichau

»Wir wissen jetzt schon, dass die Umgehung um das Wehr von zahlreichen Fisch- und Tierarten bevölkert wird. Dass das Umgehungsbauwerk funktioniert, steht bereits fest«, erläuterte Helmut Uphoff. Der Vorsitzende des Fischereivereins Rahden und Umgebung kennt die heimischen Gewässer ganz genau. Jetzt gehe es aber darum, nachzuweisen, dass auch die eigens angelegte Fischtreppe – direkt am Wehr – ihre Funktion erfülle.

»Das klappt alles«, sagt Uphoff aus Erfahrung, denn für abwandernde Aale hat er selbst Nachweise erbracht. Der 76-jährige Vorsitzende hat sich dazu selbst im Neoprenanzug in die Aue gewagt und Tiere in ausgelegten Reusen gezählt. Das alles soll jetzt für eine größer angelegte Feldstudie professionalisiert werden.

Mitarbeiter und Fachleute des Wasserverbandes Große Aue legen derzeit eine Anlage an, mit der die Fische gezählt werden sollen, die sich flussaufwärts bewegen. Dazu wird eine schwere Dauer-Reuse aus Edelstahl in die Fischtreppe eingelassen. »Dort muss dann täglich kontrolliert werden, wie viele Fische und anderes Getier sich dort finden. Die können ja auch nicht über längere Zeit dort gefangen bleiben«, erläutert Uphoff.

Umweltschutz, Fischereiansprüche und die Bedürfnisse der Landwirte unter einen Hut zu bekommen, sei die Schwierigkeit. So musste eine neue Stauhöhe des Wassers – derzeit ist der Spiegel der Aue wegen der Baumaßnahmen stark abgesenkt – zunächst auch gegenüber den anliegenden Landwirten gerechtfertigt werden. »Derzeit sieht aber niemand mehr Probleme in dieser Sache«, meinte Uphoff.

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