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Sanierung fast beendet – Anstrich für Kirchenschiff vermutlich 2019

Gemeindehaus wieder geöffnet

Rahden (WB). Das evangelische Gemeindehaus in Rahden füllt sich wieder mit Leben. Der größte Teil der Sanierungsmaßnahmen ist geschafft. »Letzte Arbeiten, zum Beispiel im Keller im Jugendbereich, müssen noch erledigt werden«, sagte Pfarrer Udo Schulte am Freitag.

Elke Bösch

Der Eingang zum Jugendbereich ist nach Osten verlegt worden, auch um das Außengelände besser nutzen zu können, erläutert Pfarrer Udo Schulte. Foto: Elke Bösch

Im Januar hatte die evangelische Kirchengemeinde ihr Domizil wegen der Restaurierung geschlossen. Eigentlich hatte das Presbyterium gehofft, bereits zu Ostern Vollzug zu vermelden, »doch – wie fast bei jeder Altbausanierung – gab es unerwartete Verzögerungen, zum Beispiel wegen des Ausmaßes eines Ölschadens«, berichtet Schulte, der jetzt aber froh ist, dass mit Pfingsten der zweite Termin gehalten werden konnte.

Gemeindebüro geöffnet

Auch das Gemeindebüro ist eingezogen und von montags bis donnerstags von 9 bis 12.30 Uhr geöffnet. Ebenfalls genutzt werden kann der Bereich für die Jugend. Dort stehen noch einige Arbeiten aus, aber die Gruppen treffen sich ab sofort wieder. Sie waren von der katholischen Kirchengemeinde beherbergt worden, »dafür sind wir natürlich dankbar«, betont Pfarrer Schulte. Auch die »Tafel Lübbecker Land« kehrt aus dem Bahnhof zurück und empfängt ihre Kunden zum ersten Mal wieder am Donnerstag, 7. Juni, zu den gewohnten Öffnungszeiten im Gemeindehaus.

300.000 Euro eingeplant

»Ob die geplanten Kosten von 300.000 Euro eingehalten wurden, vielleicht sogar unterschritten, das ermitteln wir gerade und überprüfen die Rechnungen, die jetzt von den Handwerksbetrieben geschickt werden«, erläutert Schulte. »Wir wollten mit den Baumaßnahmen keinen Schönheitspreis gewinnen, sondern uns ging es um das Funktionale. So gibt es im Saal keine Bühne mehr, dafür praktischere, ebenerdige Abstellräume für Kirchengemeinde und ›Tafel‹«, nennt Schulte ein Beispiel.

Neuer Eingang für Jugend

Und auch für die Jugend wurde Sinnvolles geschaffen: Die Jugendlichen erreichen ihre Räumlichkeiten nicht mehr vom Treppeneingang im Norden aus, sondern von Osten. Dorthin wurde der Eingang verlegt, auch um das Außengelände besser zu nutzen. Dieser Bereich ist zudem vom Parkplatz in der Wehme aus zu erreichen. Dazu hat die Stadt die Glascontainer einige Meter umgestellt.

Funktional und praktisch

Überhaupt: Das Innere des Hauses hat sich nicht gravierend geändert. »Viel Geld floss in Maßnahmen, die nicht sichtbar unter Putz liegen. So mussten die elek­trischen Leitungen in dem 50 Jahre alten Gebäude ausgewechselt und Leitungsrohre erneuert werden«, erläutert Schulte.

Sichtbar sind allerdings die neue moderne und helle Küche im ehemaligen Konfirmandensaal oder die behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss sowie die neuen sanitären Anlagen im Keller.

Anstrich wird teuer

Und natürlich sind noch Wünsche offen – wie ein Anstrich für die Türen oder neues Mobiliar. »Das muss warten, auch angesichts der Tatsache, dass das Kirchenschiff einen Anstrich benötigt«, merkt der Pfarrer an. Das könnte an die 150.000 Euro kosten. »Wegen des Denkmalschutzes müssen wir eine ganz bestimmte Farbe, wie schon am Turm, verwenden. Das ist sehr teuer. Die gibt es nicht von der Stange. Die muss speziell angefertigt werden. Aber wir peilen für diese Maßnahme 2019 an. Dann dürften die Arbeiten der Stadt am Kirchplatz, die im August beginnen, beendet sein«, hofft Schulte. Unendlich Zeit darf die Gemeinde nicht verstreichen lassen: »Uns ist ein Zeitrahmen vorgegeben. Denn Pastor Körling Lansky, der im November 2016 verstarb, hat der Gemeinde für den Anstrich 60.000 Euro vermacht und dafür ist ein Zeitrahmen von fünf Jahren festgelegt. Wir sind für dieses Geld sehr dankbar und Körling Lansky hat es verdient, dass wir zeitnah handeln.«

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