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Tag der offenen Tür an der Sekundarschule – Großes Interesse an den Besichtigungen 

Herausforderung mit Bestnote bestanden 

Rahden (WB.) Willkommen in der Sekundarschule Rahden: »Wir sind zwar noch eine ganz junge Schule – gerade einmal 14 Wochen alt – aber wir haben schon viel zusammen erlebt«, begrüßte Schulleiterin Margarete Kaiser alle Interessierten zum ersten Tag der offenen Tür der Sekundarschule.

Cornelia Müller

Großer Andrang beim ersten Tag der offenen Tür. Die Schulleiterin Margarete Kaiser hat die zahlreichen Besucher zu Beginn der Veranstaltung begrüßt. Im Anschluss daran konnten sich die Gäste ein Bild von der Bildungseinrichtung machen. Foto:

 Die Schule hatte für diesen Tag ein umfangreiches Info-Paket geschnürt, zu dem eine Video-Kurzfassung des Schulkonzeptes, Schnupperkurse für die Viertklässler und Schulführungen für die Eltern gehörten. Die Lesepaten des Präventionsrates waren mit einem Büchertisch präsent, der Musikschulverband Espelkamp-Rahden-Stemwede, Kooperationspartner der Sekundarschule, stellte sich mit einem kleinen Ständchen vor.

 Alles klappte wie am Schnürchen. Die Viertklässler wurden von Lotsen zu ihren Schnupperkursen gebracht, zu denen neben Probeunterricht in Deutsch und Naturwissenschaft auch Minigolf in der Sporthalle oder eine »Kreativwerkstatt« gehörten. Für die Wartenden war eine Cafeteria eingerichtet.

 Nur die Führungen für die Eltern waren hoffnungslos überlaufen: »Aber wir haben einfach niemanden mehr, der eine weitere Führung hätte übernehmen können.« Die 14 Lehrerinnen und Lehrer, die momentan 114 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt fünf Klassen unterrichten, waren nämlich alle bereits an anderer Stelle in die Organisation des Tags der offenen Tür eingebunden. »Dieser Tag ist für uns schon eine Herausforderung gewesen«, gibt Schulleiterin Margarete Kaiser zu. »Aber wir sind ein gutes Team.«

 Auch mit den vergangenen 14 Wochen ist die Schulleiterin sehr zufrieden. »Vieles läuft bereits sehr gut.« Das gelte sogar für das schwierige Thema Inklusion: »Allein die Tatsache, dass es an dieser Schule mehr Zeit zum Lernen gibt, macht inklusives Arbeiten viel leichter. Darüber hinaus haben wir eine eigene Förderschullehrerin und es gibt eine Kooperation mit der Schule Mindenerwald, um auch auf Schüler mit ausgewiesenem Förderbedarf entsprechend eingehen zu können.« Natürlich gebe es trotzdem noch Verbesserungsbedarf: »Wir brauchen noch mehr Unterstützung im Bereich emotional-sozialer Förderbedarf und auch bei der Binnendifferenzierung lässt sich noch einiges optimieren.«

Erst Umstellung, dann Gewohnheit

 Mehr Zeit zum Lernen: Das bedeutet für alle Schüler auch drei Mal in der Woche Nachmittagsunterricht. »Ich bin dann erst um 16.30 Uhr zu Hause und das war zu Anfang eine Umstellung, aber jetzt ist das schon Gewohnheit geworden«, sagt die elfjährige Lara aus Preußisch Ströhen. »Wir haben dann immer eine Stunde Mittagspause, in der wir mit der ganzen Klasse in die Mensa gehen, und dann können wir uns noch im Pavillon ein bisschen ausruhen oder etwas spielen oder basteln«, berichtet Sarah (10). Nur für die Grundschulfreunde und -freundinnen bleibe weniger Zeit als früher: »Ich kann mich nur noch am Dienstag oder Freitag verabreden, und da haben sie dann oft schon etwas anderes vor« ,bedauert Naomi (10).

 Sonst aber sind die Schülerinnen und Schüler, die im kommenden Jahr die »Großen« sein werden, mit ihrer Schule sehr zufrieden, was auch die Besucher des Tags der offenen Tür spüren: »Die Atmosphäre an dieser Schule gefällt mir richtig gut«, sagt Marina Schriefer. »Ich bin überzeugt, dass das Schulkonzept hier gut umgesetzt wird, und denke, dass auch mein Kind hier bald zur Schule gehen wird.«

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