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Eisdiele in Rahden baut um – Eigentümer investiert

Hier wird »umgekrempelt«

Rahden (WB). Wer derzeit am Kirchplatz entlang kommt, sieht, dass die Eisdiele eine komplette Baustelle ist. Und in der Tat, soll das Gebäude nach Ansicht von Eigentümer Norbert Kip in Zukunft attraktiver werden.

Michael Nichau

Großbaustelle: Das Gebäude, in dem sich die Eisdiele befindet, wird komplett umgebaut. Zum Kirchplatz wird es sich öffnet. Foto: Nichau

Dazu investiert der Unternehmer (er beliefert Eisdielen in ganz Deutschland mit dem erforderlichen Material wie Eisbechern, bedrucktem Papier und vielem mehr) einen Betrag in sechsstelliger Höhe investieren.

Schon im Vorfeld hatte sich Kipp entschlossen, das Dach des Kirchring-Gebäudes, das aus dem Jahr 1956 stammt, zu sanieren.

Grundsanierung

Jetzt wird das komplette Haus »umgekrempelt« und samt Versorgungsleitungen saniert. »Da es in Rahden jetzt gut vorangeht, habe ich mich zu der Investition entschlossen«, sagt der Unternehmer, der das Projekt gemeinsam mit Pächter Luigi Piconte angehen will.

Mehr Licht in den Räumen

Dazu wird sich das Gebäude zum Kirchplatz hin öffnen. Die Schaukästen fallen zugunsten einer Fensterfront weg. »Der Balkon bleibt erhalten und wir können auch nur etwa 1,30 Meter des Kirchplatzes an dieser Seite mit nutzen«, erläutert Kip auf Anfrage dieser Zeitung. »Wir lassen die Außenansicht im Grunde wie sie ist. Allerdings wird eines der Scheinfenster auf der anderen Seite des Gebäudes wieder geöffnet. Der Innenraum erhält so mehr Licht und wird freundlicher wirken«, sagt der Gebäude-Eigner.

Neues Konzept

Das Konzept habe man gemeinsam mit einem Mindener Architekten erarbeitet. Zur Verwirklichung werde nun die komplette Inneneinrichtung »gespiegelt«: »Die Eis-Theke wird verlängert und wandert auf die linke Seite. Der Raum wird tiefer, weil wir Zwischenwände entfernen«, erläutert Kip.

Mit der räumlichen Erweiterung sei künftig auch ein größeres Angebot an Eissorten und auch kulinarischer art verbunden: »Es wird einige Sorten neues Premium Eis geben. Und wir wollen eine ›Snack-Ecke‹ integrieren. Es gibt dann Ciabatta, Rot- und Weißwein sowie Flammkuchen.«

So etwas werde in anderen Städten gut angenommen. Dies erweitere auch die jährlichen und täglichen Öffnungszeiten. »Wir können die Saison verlängern.«

Bewegung schaffen

Mit dem Angebot wolle er »Bewegung in die Stadt« bringen, sagt Kip. »Der Platz ist jetzt fertig. Für die Kirchring-Bebauung könnte ich mir gut weitere Gastronomie vorstellen und wünschen«, sagt der Hauseigentümer. Auch würde er die Wiederbelebung eines Rahdener Gastro-Events begrüßen. »Daran könnten wir uns beteiligen«, meinte er. Und auch den Weihnachtsmarkt sehe er in Zukunft wieder rund um die Kirche. »Da gehört er hin.«

Der Zeitplan ist knapp bemessen: Bereits zum 25. Februar soll die Eisdiele wieder öffnen. »Dann werden wir auch die Akzeptanz des neuen Angebots testen und es wird auch weitere Neuerungen geben«, sagt Kip. Die Eisdiele laufe bisher sehr gut: »Wir haben Zulauf auch aus Wagenfeld und Essern«.

Ein KOMMENTAR von Michael Nichau

Es ist schon toll, wenn ein Hauseigentümer einen sechsstelligen Betrag in die Renovierung investiert, zumal das Gebäude eine der zentralen Anlaufstellen für Rahdener aller Altersgruppen darstellt.

Der neue Pächter hat sich etabliert und erhält von Hauseigentümer Norbert Kip, der sich in der Einsdielen-Szene auskennt, jegliche Unterstützung. Mit der Erneuerung des Kirchplatzes ist für den Unternehmer aus Neuss der Startschuss gefallen, um das Lokal zum Platz hin zu öffnen und komplett umzubauen.

Teuer wird dies vor allem durch die Verlegung sämtlicher Versorgungsleitungen von rechts nach links. Und auch eine neue Einrichtung wird von einem italienischen Ladenbauer geliefert. Ehrgeiziges Ziel: Bis Mitte Februar soll alles fertig sein. Dann dürfen sich die Rahdener über eine »ganz neue Eisdiele« freuen.

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