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Will im Rathaus bleiben: Bürgermeister Bert Honsel strebt zweite Amtszeit an

Im Einsatz für die Rahdener Bürger

Rahden (WB). Dr. Bert Honsel tritt bei der Kommunalwahl am 13, September erneut als Bürgermeisterkandidat der CDU an. Wenn ihm die Rahdener Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme geben, wäre es die zweite Amtszeit des 58-jährigen Juristen als hauptamtlicher Verwaltungschef der Stadt Rahden. Honsel ist verheiratet mit seiner Frau Dunja und hat zusammen mit ihr vier Kinder im Alter zwischen 17 und 36 Jahren.

Michael Nichau

Bürgermeister Dr. Bert Honsel vor seinem Arbeitsplatz. Auch die nächsten fünf Jahre möchte er zum Wohl der Bürger agieren. Foto: Nichau

Hoher Anspruch

„Ich habe einen hohen Anspruch an die Arbeit des Bürgermeisters“, sagt Honsel im Gespräch mit dieser Zeitung. „Schwerpunkt ist die Führung der Verwaltung“, erklärt er und gibt den Anteil der Verwaltungsarbeit mit etwa 80 Prozent an. Dabei gehe es um Verwaltungsangelegenheiten und Entscheidungen aus allen Fachbereichen des Rathauses, die täglich auf seinem Tisch landen.

Gutes Team im Rathaus

Bei seiner Arbeit stehen ihm die drei Fachbereichsleiter Dieter Drunagel, Ralph Picker und Uwe Trentelmann zur Seite. „Ich kann mich auf meine Mitarbeiter in den einzelnen Abteilungen voll verlassen“, sagt der Verwaltungschef.

Bei der Kommunalwahl muss er gegen seinen Mitbewerber Udo Högemeier (SPD antreten. Und dabei gilt es, sich von dessen politischen Zielen abzusetzen. „Wirtschaft, Arbeit, Wohnen und Lebensqualität – Darauf kommt es in der Stadt Rahden an“, sagt er und beruft sich auch auf eine Untersuchung, die im Auftrag des Unternehmerverbands NRW in den 396 Kommunen des Bundeslandes vorgenommen wurde.

Rahden steht gut da

Immerhin stehe Rahden dabei in der Reihenfolge der elf Kommunen im Kreisgebiet aktuell an Platz 5. „Im dynamischen Ranking, das die Entwicklung innerhalb der Kommunen des Kreises Minden-Lübbecke widerspiegelt, stehen wir sogar auf dem dritten Platz“, sagt Honsel. „Mein Ziel ist es, dass wir uns speziell auch in diesen vier Themenfeldern noch positiv weiterentwickeln. Dazu gehört die Setzung von Schwerpunkten“, erläutert er.

Nach dem vorliegenden unabhängigen Gutachten habe sich Rahden in den vergangenen fünf Jahren sehr gut gemacht. „Diesen Weg müssen wir weiter verfolgen.“

Wirtschaft

Dazu gehöre für den amtierenden Bürgermeister, ein Netzwerk mit dem produzierenden Gewerbe in der Stadt zu gründen. „Auch um dies zu verwirklichen, habe ich die neue Wirtschaftsförderin Victoria Hoffmann an meiner Seite“, erläutert Honsel. „Die Kommunikation zwischen Stadt und Unternehmen der Wirtschaft muss gerade in schwierigen Zeiten unterstützt werden. Dazu gehört auch, neue Gewerbegebiete zu erschließen, weil die vorhandenen Gebiete (besonders das Gebiet Rahden Süd) allmählich an die Kapazitätsgrenzen geraten.“

Hebesatz niedrig halten

Gleichzeitig sei sein Bestreben als zukünftiger Bürgermeister, den Gewerbesteuerhebesatz in Rahden so niedrig zu lassen, wie er ist. Auch im Hinblick auf die benachbarte niedersächsische Konkurrenz. „Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger hängt von den Unternehmen ab. Ich möchte auch Fachkräfte mit ihren Familien nach Rahden holen und hier halten. Dazu bedarf es einer Stadt mit hoher Lebensqualität.“

Schule und Ausbildung

Diese Lebensqualität könne sich bisher sehen lassen. „Wir haben alle Schulformen in Rahden, und erfreulicherweise hat sich der Rat für den Anbau der Sekundarschule entschieden“, zählt Honsel auf. „Zusätzlich haben wir im Jahr 2019 einen Medienentwicklungsplan verabschiedet, der ein Investitionsvolumen von knapp zwei Millionen Euro beinhaltet.“ Damit wolle man die Digitalisierung an den Schulen vorantreiben.

„Das Medienkonzept hat beim Corona-Shutdown bereits Früchte getragen. Aufgrund eines bereits angeschafften Schul-Management-Programms konnte das Home-Schooling besser als anderswo verwirklicht werden“, sagte Honsel.

Neue Wohngebiete

„Weiterhin ist mein Ziel, neue Wohngebiete zu erschließen. Es muss in Zukunft mehr bezahlbarer Mietwohnraum in Rahden geschaffen werden. Ich stehe in engen Gesprächen mit den am Markt tätigen Investoren“, sagt Honsel. Er verweist auch auf das neu geplante Baugebiet an der Osnabrücker Straße. „Ich hoffe, dass die Planungen dafür noch in diesem Jahr beendet werden können.“

Infrastruktur erhalten

„Letztlich müssen wir auch die Infrastruktur in der Stadt – und dazu gehören auch die Gemeindestraßen – in gutem Zustand erhalten. Insbesondere aber den Breitbandausbau in Rahden habe ich mir als Ziel gesetzt“, erläutert der amtierende Bürgermeister. Für dieses Millionenprojekt erhoffe er sich staatliche Fördermittel, die er kürzlich gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus dem Altkreis Lübbecke bei der Bundesregierung in Berlin eingefordert habe.

„Im Bereich der Kinderbetreuung werde ich mich für den endgültigen Standort der Kita Varl-Sielhorst stark machen, so wie wir sie jetzt auch geplant haben“, sagt er.

Außenortschaften stärken

Und: Nur mit den Außenortschaften sei die Stadt Rahden stark. „Hier ist meine Wunschvorstellung, dass die Stadt zusammen mit den vielen ehrenamtlich Tätigen vor Ort die Projekte in den Ortschaften umsetzen kann. Diese sind letztlich von den Bürgern im Rahmen des innerstädtischen Entwicklungskonzepts IKEK entwickelt worden.“

Finanzielle Sorgen

All das aber werde viel Geld kosten. „Wir müssen abwarten, wie sich die finanzielle Situation der Stadt Rahden in den kommenden Jahren entwickeln wird. Es wird mit Sicherheit wegen der Corona-Krise und den wirtschaftlichen Verlusten der Unternehmen auch Einbußen bei den Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Rahden geben. Möglicherweise können wir deshalb nicht all diese schönen Projekte in Rahden in den nächsten Jahren umsetzen“, befürchtet Honsel. An dieser Stelle werde insbesondere der neu zu wählende Rat Entscheidungen treffen müssen.

Gesundheit

Sehr erfreut sei er darüber, dass die Rahdener Bevölkerung und die Bürger aus der Umgebung es geschafft hätten, das Krankenhaus Rahden zu erhalten. „Meine Hoffnung ist, dass die Zusammenarbeit des Krankenhauses Rahden mit dem Klinikum Minden erfolgreich ist.“

Klima schützen

Auch die Stadt Rahden werde zukünftig ihren Anteil am Klimaschutz erhöhen. „Für mich ist insbesondere wichtig, dass wir in Rahden unseren Baumbestand erhalten und auch vermehren. Darüber hinaus werden wir das mit dem Kreis Minden-Lübbecke erarbeitete Klimaschutzkonzept umsetzen. Dies zeigt auf, dass man auch mit vielen kleinen Schritten für ein zukünftig besseres Klima sorgen kann.“

Weitere Informationen zu Programm und Zielen des Bürgermeisters finden sich im Internet:

www.bert-honsel.de

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