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Leser berichtet über Unmut und Unzufriedenheit mit der Eurobahn

»In Rahden ging nichts mehr«

Rahden (WB). »Über die Unpünktlichkeit brauchen wir gar nicht mehr zu reden«, macht der Leser der RAHDENER ZEITUNG, Eilert Gresbrand, seinem Unmut über die Eurobahn Luft. Er schilderte im Gespräch mit dieser Zeitung ein unschöbnes Erlebnis seines Sohnes Tim-Florian.

Michael Nichau

Zug fällt aus: Ein Leser dieser Zeitung berichtet über schlechte Erfahrungen mit der Eurobahn Foto: Michael Nichau

Dieser wollte an einem Montagabend mit dem 20.05 Uhr-Triebwagen von Rahden nach Paderborn fahren, um seinen Studienort zu erreichen. Mit neun anderen Personen habe er am Bahnsteig gestanden. Dort zeigte die elektronische Anzeige zunächst »20 Minuten Verspätung«, später noch mehr an.

Zug fährt nicht

Auch der nächste Zug (21.05 Uhr) sei nicht gekommen. Dafür lief jedoch eine Eurobahn aus Süden ein. Der Zugbegleiter ließ aber niemanden einsteigen und hätte die Fahrgäste mit einem »Hier geht heute gar nichts mehr« von den Türen ferngehalten. Die Fahrgäste könnten sich ja ein Taxi rufen, habe es geheißen.

Da aber niemand in Vorkasse treten wollte, hätte sich der Zugbegleiter genötigt gesehen, zu telefonieren und Sammeltaxen zu bestellen.

Taxi nur bis Bünde

»Um 21.30 Uhr ist es dann wohl endlich losgegangen. Allerdings erfuhr mein Sohn im Taxi, dass die Fahrt nicht nach Herford zu seinem Anschlusszug, sondern nach Bünde gehen würde. Daraufhin ließ er sich in Höhe Alt-Espelkamp am Straßenrand absetzen«, erläuterte Eilert Gresbrand. »Er hätte so nie einen Anschlusszug nach Paderborn erreichen können«, meinte er.

Mit der Bahn sei sein Sohn an diesem Tag nicht mehr nach Paderborn gekommen. »Rahden liegt zwar am Ende der Strecke, aber nicht am Ende der Welt. So etwas ist sehr unverständlich«, meinte Gresbrand. Zwei Stunden hätte sein Sohn am Bahnhof verbracht – für nichts.

Eurobahn nimmt Stellung

Die Eurobahn hat einige Tage später – auf Anfrage dieser Zeitung – mit einer Stellungnahme reagiert:

Mit Bedauern habe man zur Kenntnis genommen, »dass diese Fahrt nicht reibungslos funktionierte«.

»Nach Prüfung kann ich Ihnen folgende Informationen zu der Situation geben: Am 19. August ist der Zug um 20.05 Uhr ab Rahden zwischen Rahden und Lübbecke wegen einer Infrastrukturstörung ausgefallen. Es gibt regulär keinen Zug um 21.05 Uhr. Ab 20.06 Uhr haben wir die Information, dass der Zug ausfällt, an das System weitergegeben. So müsste es sowohl auf der Anzeige am Bahnsteig als auch in der DB-App sichtbar gewesen sein«, schreibt Eurobahn-Sprecherin Frauke Engel.

»Es wurde ein Notverkehr mit Taxen eingerichtet. Diese bringen Fahrgäste regulär von Rahden nach Bünde, da dort Anschluss an andere Zuglinien gewährleistet ist«, heißt es weiter in der Stellungnahme.

Bei Unsicherheiten bekämen Fahrgäste generell Informationen unter der kostenfreien Servicehotline 0800/387 622 46. »Gerne können sich Fahrgäste auch direkt über unsere Internet-Homepage www.eurobahn.de an uns wenden«, schreibt die Projektmanagerin weiter.

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