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Dorfwettbewerb: Bewertungskommission lobt Engagement und Zukunftspläne

In Wehe bewegt sich etwas

Rahden-Wehe (WB). Vor drei Jahren stellten Eva Fuchs und Christina Hilgenberg bei der Stippvisite der Kommission für den Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« ihr Projekt »Naturkind«-Kindergarten vor. Wie die Pläne binnen drei Jahren Realität gewannen und die Initiative fester Bestandteil des Dorflebens geworden ist, beeindruckte die Kommissionsmitglieder bei der Bereisung immens.

Anja Schubert

Einen ersten Eindruck von den Projekten erhielt die Kommission bei einer Bustour. Foto: Anja Schubert

Doch nicht nur das. Jetzt wird eine weitere Großpflegestelle auf dem Anwesen entstehen. Die geplante schrittweise Umnutzung des Bauernhauses, ließ die

Kommission interessiert aufhorchen. »Hier soll es viele Angebote für Familien mit Kindern im Alter von null bis sechs Jahren geben. »Kinder-Yoga, Delfi-Programme, Motorik-Schulungen und Krabbelgruppen, aber auch eine Nutzung und ein Programm für Gruppen, Kindergeburtstage und Behindertengruppen sind in Planung«, informierten die beiden Leiterinnen, als die Kommission einen etwas längeren Halt an ihrer Kindertageseinrichtung einlegte.

Viel Aspekte des Lebens gezeigt

Bereits zu Beginn der Busrundfahrt taten die Kommissionsmitglieder gut daran, zu Stift und Papier zu greifen, denn die Weher hatten eine Vielzahl an Stationen mit abgeschlossenen, laufenden und neu geplanten Projekten aufgefahren. Das neue Baugebiet, beseitigte Leerstände und geplante Umnutzungen, die Nahwärmeversorgung, die enge Zusammenarbeit von städtischem Wasserwerk und Landwirtschaft, Kindergarten, der Spielplatz mit seinen Neuerungen, die Veränderungen auf dem Friedhofsgelände, die Mehrzwecknutzung des Schützenplatzes, auf dem es Reitvorführungen gibt, die Erweiterungen des Landmarktes Wiegmann und Wunschvorhaben rund um die Mühle waren nur einige Aspekte.

Vorgestellt wurden sie während der Rundfahrt von den Präsentatoren Manfred Hellweg, Heinz Grundmann, Birgit Bordewisch (DRK-Kindergarten), Melanie Grundmann-Möller (Elterninitiative), Kerstin Rochel (Reitverein), Friedrich Schepsmeier (Nahwärme und Bockwindmühle), Friedhelm Henseler (Sportverein), Pfarrer Rainer Rohrbeck (Kirche) und Helmut Klasing (Arbeitskreis Friedhof) sowie Heinrich Wiegmann (Landmarkt).

Kindergarten stellt sich vor

»Wir wollen Ihnen eine Punktvergabe leicht machen«, versprach Melanie Grundmann-Möller, während sie den Spielplatz am Kindergarten und die Elterninitiative vorstellte, die vor allem bei der Errichtung des neuen Kletterturmes federführend war.

»Wir hatten keine Bedenken, dass die Weher sich wieder einmal überzeugend präsentieren«, lobten auch Bürgermeister Bert Honsel und Bauamtsleiter Dieter Drunagel angesichts des vor Leben pulsierenden Dorfplatzes.

»Einfach süß«, entfuhr es Kommissionsmitgliedern, als mit den Kindern vom »Zwergenhaus« die Präsentationen begannen. Sie umrahmten den Nachmittag ebenso wie die Jagdhornbläser »Vom Eulenstieg«. Vereine und Institutionen hatte ihre Arbeit an Stellwänden dokumentiert. Auch die Neugestaltung des Schützenplatzes mit dem Dorfgemeinschaftshaus »Weher Treff«, der durch eine Mehrzwecknutzung die Menschen noch enger zusammenführen soll, war bereits planerisch durch Hartmut Lüdeling vom Planungsbüro ARGE veranschaulicht.

Lösung für den Dorfkern parat

Auch für das optische »Sorgenkind« im Dorfkern, den einstigen Sonderpostenmarkt hatten die Weher mittlerweile eine Lösung parat. »Ein Investor möchte hier eine Photovoltaikausstellung einrichten. Die restlichen Gebäude werden abgerissen, damit Wohnraum entstehen kann, an dem altersübergreifendes Wohnen möglich wird«, berichtete Hellweg. Als kleines Tüpfelchen auf dem »i« ließ der Geflügelzuchtverein vor den Augen der Kommission einige Brieftauben in den Himmel steigen. Gut gelaunt entwickelten sich bei Kaffee und Platenkuchen der Landfrauen und Brothäppchen, die die Kindergartenkinder servierten, weitere Gespräche, die die Zeit im Flug vergingen ließen.

»Nach Wehe kommen wir immer wieder gern, denn man sieht, was über die Jahre mit Blick auf die Zukunft bewegt wird«, sprach Luise Lahrmann allen Engagierten ein dickes Lob aus. Neben den präsentierten Neuerungen und den geplanten Projekten beeindruckte vor allem eines: »Die Zeit, die sich so viele Menschen heute Nachmittag mitten in der Woche genommen haben, um das Dorf mit Leben zu füllen und sich so gemeinsam zu engagieren«, sagte Riemenschneider.

Weher haben Visionen

»Visionen haben wir genug. Wir hoffen, dass wir diese durch das IKEK, unseren Planer und Finanzspritzen aus Fördertöpfen umsetzen können«, betonte Ortsvorsteher Heinz Grundmann zum Abschied. Die Preisverleihung ist am Donnerstag, 28. September, ab 17 Uhr in der Sparkasse Porta Westfalica.

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