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Unansehnliche Gebäude an der Schulstraße sollen Mehrfamilienhaus weichen 

Investor plant 15 Wohnungen 

Rahden (WB). Die Gebäude stehen kurz vor dem Verfall und die Wände sind mit Graffiti besprüht. Auf dem Gelände wuchert Unkraut.

Elke Bösch

Ein schöner Anblick ist das nicht: Der Bauausschuss berät über Pläne, dort neu zu bauen. Foto:

Kein schöner Anblick bietet sich dem Betrachter, wenn er auf das Grundstück Nummer 1 an der Schulstraße in Rahden blickt. Seit Jahren stehen dort Wohnhaus und Werkstatt leer. Doch dieser Schandfleck könnte bald verschwunden sein. Denn das Objekt ist von der Reddehase/Röhling GbR aus Rahden erworben worden. Darüber wird die Verwaltung die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses in der Sitzung am Montag, 15. Dezember, ab 17 Uhr im Rathaus informieren.

Die GbR wolle die Gebäude abreißen und dort ein Mehrfamilienhaus einschließlich der notwendigen Stellplätze errichten, heißt es in der Vorlage. »Geplant sind 15 Wohneinheiten in der Größe von 54 bis 89 Quadratmetern. Die neuen Eigentümer wollen zwei Flächen mit insgesamt 26 Parkplätzen ausweisen, also fast zwei pro Wohnung«, schreibt die Verwaltung weiter. Für Fahrräder seien zwei kleine Nebengebäude geplant. Der Komplex bestehe aus zwei Teilen, die durch den Eingangsbereich verbunden würden.

Die Investoren haben laut Angaben des Bauamtes zwei Voll- und ein Staffelgeschoss vorgesehen (Staffelgeschosse springen gegenüber den darunter liegenden Etagen zurück und weisen eine kleinere Grundfläche auf./Anm.d.Red.). Die Gesamthöhe des Mehrfamilienhauses beträgt zehn Meter. Die Gebäude sind im ruhigen hinteren Grundstücksteil platziert die Einstellplätze entstehen zur Straße hin.

Die Verwaltung weist in der Beschlussvorlage auch darauf hin, dass für das Grundstück kein Bebauungsplan besteht. Die Fläche liege in einem im Zusammenhang bebautem Ortsteil. Das neue Gebäude muss sich in nähere Umgebung einfügen. Das betrifft unter anderem Nutzung und Bauweise. Diese Planungen sind dem Kreis als Genehmigungsbehörde vorgelegt worden. Nach Auffassung des Kreisbauamtes sind sie genehmigungsfähig. Deshalb schlägt die Verwaltung dem Ausschuss vor, dem Neubau des Mehrfamilienhauses zuzustimmen.

Thema im der Sitzung ist auch, dass die Bezirksregierung Detmold das Verfahren zur Neuausweisung des Naturschutzgebietes »Schnakenpohl« in Varl eingeleitet und die Stadt Rahden um eine Stellungnahme zu den Erweiterungsplänen gebeten hat. Die Verwaltung schlägt vor, der Ausschuss möge dem Rat empfehlen, die Planungen der Bezirksregierung zur Kenntnis zu nehmen. Weiter heißt es in der Beschlussvorschlag: »Die Erweiterung ist einvernehmlich mit den betroffenen Grundstückseigentümern zu regeln.« Es sollten zudem negative Auswirkungen für die benachbarten landwirtschaftlich genutzten Flächen vermieden werden.

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