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Pädagoginnen stellen sich vor – Standort an der Langen Straße ist beliebt

Jugendcafé wird eingeweiht

Rahden (WB). Drei junge Frauen führen derzeit die Jugendarbeit in Rahden und das Jugendcafé: Jennifer Hormann, Johanna Thater und Anita Hasic sind die Hauptamtlichen, die gemeinsam mit vielen Ehrenamtlern die Jugendarbeit in der Stadt „stemmen“. Anlaufpunkt dafür ist das Jugendcafé, das sich seit Ende Oktober an der Langen Straße 24 (ehemals „Kiskerland“) befindet.

Michael Nichau

Das neue Team der Rahdener Jugendarbeit am Billard-Tisch (v. links): Johanna Thater, Jennifer Hormann und Anita Hasic. Foto: Michael Nichau

Offizielle Feier

Und weil dieser Ort auch keine kurze Übergangslösung sein wird, soll am Samstag, 1. Februar, ab 15 Uhr ganz offiziell mit Bürgermeisterbesuch Einweihung gefeiert werden. „Die Mensa wird ja umgebaut und da mussten wir umziehen. Diese Übergangslösung wird wohl etwa vier Jahre dauern“, meint Johanna Thater, die sich mit Jennifer Hormann die Stelle von Jugendpflegerin Vanessa Hermeling (sie ist in Elternzeit) teilt.

Gute Akzeptanz

Mit dem Umzug an die Lange Straße hätten sich dort jüngere Jugendliche eingefunden. „Viele ältere ab 16 Jahren sind – vor allem im Sommer – nach wie vor auf dem Schulgelände unterwegs. Dort gibt es Sitzgelegenheiten und auch die Skaterbahn“, berichtet Jennifer Hormann über Veränderungen des Publikums. „Altersdurchschnitt hier ist derzeit etwa 10 bis 15 Jahre“, sagt sie. Nachteil an der Langen Straße: „Es gibt hier kein Außengelände“.

Mehr Zeit für Jugend

Doch ganz so unglücklich wirken die beiden Pädagoginnen nicht mit der neuen Lösung. Letztlich werde der Treff mittlerweile sehr gut angenommen. „Außerdem fallen viele der Arbeiten weg: Die Mensa musste mit Stellwänden abgetrennt, der Billardtisch abgedeckt und die Computer eingeschlossen werden“, sagt Johanna Thater (21). „Hier haben wir auch andere Möglichkeiten, den Treff nach den Wünschen der Kinder und Jugendlichen zu dekorieren“, sagt Jennifer Hormann (34).

Tische fehlen

Was an der Langen Straße fehle, seien die Tische für größere Bastelaktionen. Für die Ferienspiele wolle die Stadt noch eine Alternative finden, sagen die Pädagoginnen. Doch eines wiegt auch kleine Nachteile auf: „Wir haben eine Küchenzeile mit Backofen und Herdplatten. Früher mussten wir in die Schulküche, um nur mal Plätzchen zu backen“, sagt Hormann.

Auch seien die PCs durch drei neue Laptops ersetzt worden. „Damit können sich die Jugendlichen hinsetzen, wo sie möchten, für die Schule oder privat arbeiten. Und wir haben auch einen Drucker, mit dem sie sich etwa Hausarbeiten ausdrucken können“, sagt Diplom-Sozialpädagogin Hormann.

Außenbereich gestalten

Anstreben wollen die Pädagoginnen auch die Gestaltung des Außenbereiches für den Sommer: „Wir haben hier einen Pavillon. Da soll eine Lounge mit gemütlicher Sitzecke zum Ausruhen hin“, kündigen sie an.

Umwelt wird Thema

Thematisch will vor allem Anerkennungspraktikantin Anita Hasic das Thema „Mülltrennung“ und Klimaschutz aufgreifen. „In der Mensa wurde der Müll nicht getrennt. Hier möchten wir das anders machen. Es soll auch sonst mehr in Richtung Nachhaltigkeit gehen“, sagt sie.

Allgemeines Ziel sei, die Kinder und Jugendlichen zu aktivieren und in die Arbeit mit einzubeziehen. Sie sollen möglichst viel selbst entscheiden. So sei etwa die neue Wanddeko entstanden. Schwerpunkt der Arbeit liegt in der „offenen Tür“. Geplant sich aber auch weitere Aktivitäten, wie etwa eine Fahrt zum „Jump House“, einer Trampolinhalle, nach Bremen, verbunden mit einer Shoppingtour.

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