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Originalgemälde sind bis Mitte Dezember in der Stadtsparkasse ausgestellt

Kunstkalender geht in den Verkauf

Rahden (WB). Wer im Zeitalter digitaler Terminplaner-Apps etwas Besonderes sucht, wird ab sofort in den zehn Verkaufsstellen im Rahdener Stadtgebiet fündig. Mit einer Auflage von nur 320 Exemplaren ist der Wandkalender ein exklusiver und sicher bald vergriffener Hingucker, nicht nur für kunstsinnige Rahdenerinnen und Rahdener.

Peter Götz

Rainer Benk, Anette Grewe, Klaus-Dieter Döpke, Monika von Platen-Nimbs, Gudrun Kahmeyer, Hannelore Kühnen, Christin Wiegmann, Gabi Döpke-Sieber, Hermann Lorenz, Friedlind Thane, Edith Stöver und Friedrich Stork. Foto: Peter Götz

Zwölf großformatige Motive geleiten die Betrachter durch die Monate, ein Dreizehntes ziert das Deckblatt des 40 mal 30 Zentimeter messenden Hochglanzdrucks.

Bereits im fünften Jahr in Folge bringen 15 Kunstschaffende aus Rahden – in Kooperation mit Baya Media, WUB Druck und der Stadtsparkasse – dieses gelungene Kalender-Highlight auf den Markt. Da nur 13 Motive benötigt wurden entschied das Los darüber, wer in diesem Jahr dabei ist und wer nicht. Mit dem Erlös wird wieder eine gemeinnützige Organisation unterstützt.

Nach Tafel (2016), Hospiz (2017), Bücherei (2018) und den weiterführenden Schulen (2019), wird es im stetig näher rückenden Jahr 2020 die »Schatulle« sein, bekanntermaßen die Laien-Theatergruppe der hiesigen VHS.

Darüber freuen sich ganz besonders Edith Stöver und Friedlind Thane, die als Vertreterinnen der Volkshochschule Lübbecker Land in die Stadtsparkasse Rahden gekommen waren. Dort erläuterte Rainer Benk – in Anwesenheit seiner Künstler-Kollegen vom »Rahdener Farbklex« – nach einer kurzen Begrüßung von Anette Grewe (Stadtsparkasse) Details zur vorliegenden Edition.

Plattform bieten

»Ausgehend von der Idee, eine Plattform für alle zu bieten, die kreativ mit Pinsel oder mit Artverwandtem umgehen und zudem auch einen kleinen Marketing-Baustein für Rahden zu haben, wollen wir auch etwas Gutes tun«, legte der Schöpfer des Kalendertitelblatts die Intentionen der Gruppe dar. »Wir machen das nicht für uns, wir wollen damit etwas geben.«

Was nun schon beinahe gewohnheitsmäßig, dabei herauskommt, zeigt einen gelungenen, abwechslungsreichen Einblick in die Rahdener »Kunstszene«, die verwendeten Techniken und bietet dem Betrachter Anregung für Gefühle und Assoziation, was tatsächlich eine der Hauptaufgabe von Kunst ist.

Döpke malt abstrakt

Klaus Dieter Döpkes abstraktes Werk »Kahn im Moor« zum Beispiel versetzt den Betrachter farblich in eine herbe Moorlandschaft und wird vom Künstler selbst nach eigenen Worten, beim Anschauen jedes Mal neu erlebt. »Das Malen versetzt mich in eine andere Welt«, berichtet er. »Ich male seit acht Jahren überwiegend abstrakt und benutze vorwiegend nur sechs Farbtöpfe«, verrät Döpke im Gespräch. »Die Farben entstehen während des Malvorgangs auf der Palette, Inspiration liefern mir zum Beispiel reale Motive auf Postkarten.«

Auch Anette Grewe ist beeindruckt von der Vielfalt der ausgestellten Gemälde und erinnert sich an ein Zitat von Hermann Hesse, mit dem sie ihre Begrüßung eröffnete: »Aber das Malen ist wunderschön, es macht Einem froher und duldsamer. Man hat nachher, nicht wie beim Schreiben, schwarze Finger, sondern rote und blaue.«

Farbige Finger durch das Malen

Rote und blaue Finger hat am Donnerstagnachmittag niemand, jedoch gibt es fröhliche Gesichter, wohin man auch blickt. Zu Recht, in Anbetracht der äußerst gelungenen Gemeinschaftsproduktion.

Der Kunst-Kalender ist in der Stadtsparkasse Rahden, in der Fontane Apotheke, bei »Das Buch«, im Reisebüro Durnio, im Blumenhaus am Alten Markt, im Westfalenhof, bei Neise, im Schuhgeschäft Rehmann, bei Aral und im Raiffeisen-Markt erhältlich.

Die Künstler sind: Rainer Benk (Titelbild), Gabi Döpke-Sieber (Januar), Roland van Zalk (Februar), Christin Wiegmann (März), Gudrun Kahmeyer (April), Hannelore Kühnen (Mai), Hermann Lorenz (Juni), Juhan Wallenberg (Juli), Uta Hartmeier (August), Erika Engel (September), Klaus-Dieter Döpke (Oktober), Friedrich Stork (November) und Monika von Platen-Nimbs (Dezember).

Bleibt noch zu erwähnen, dass die Künstlergruppe das Risiko eines finanziellen Misserfolgs durch einen nicht ausreichenden Verkauf hinsichtlich der Produktionskosten selbst übernimmt und gegebenenfalls den Verlust zu gleichen Teilen trägt. Beim Durchblättern des Kalenders erscheint diese Variante allerdings mehr als unwahrscheinlich, angesichts der Qualität des Drucks, dem gefälligen Layouts und der Ausstrahlung der Bilder.

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