Bau des neuen Tonnenheider Feuerwehrgerätehauses beginnt mit Spatenstich

„Meilenstein für Dorfentwicklung“

Rahden (WB). Strahlende Gesichter hat es jetzt in Tonnenheide gegeben – und das lag nicht nur am sonnigen Wetter. Pandemiebedingt lediglich in kleinem Kreis, aber mit ungeminderter Freude fiel am Tonnenheider Kirchweg 12 mit dem symbolischen Spatenstich der offizielle Startschuss für den Bau des neuen Gerätehauses der örtlichen Löschgruppe.

Anja Schubert

Björn Knost, Christian Krüger, Mario Holste, Doris Bölk, Christian Benker und Stellvertreter Wilfried Bredebusch, Mark Ruhnau und Stellvertreter Reiner Langhorst sowie Bürgermeister Honsel setzten mit dem Spatenstich in Tonnenheide ein Zeichen dafür, dass nun bald alle Feuerwehrdomizile auf neustem Stand sind. Foto: Anja Schubert

„Es ist ein schöner Tag, nicht nur für die Löschgruppe, sondern für alle Einwohner und die gesamte Stadtwehr“, sagte Bürgermeister Dr. Bert Honsel in seiner Begrüßung. Dass das Bauvorhaben auf sicherem Fundament stehe, lasse sich beim symbolischen Baubeginn bereits unschwer erkennen. „Wir haben damit alle Skeptiker Lügen gestraft“, meinte das Stadtoberhaupt zurückblickend.

Mehrheitsentscheidung

Es sei bis zum heutigen Tag ein langer Prozess gewesen, seit man sich 2012 erste Gedanken machte, das Löschgruppendomizil zu vergrößern. „Umbau oder Neubau – das war lange Zeit die Frage. Ich denke, die Politik hat mit letzterem gemeinsam die richtige Mehrheitsentscheidung getroffen.“ Die Kosten für das Schwesterhaus der Varl-Sielhorster Löschgruppe in Kleinendorf seien gegenüber ursprünglichen Planungen aufgrund der starken Baukostenentwicklung noch einmal gestiegen. „Doch die Investition von insgesamt 1,15 Millionen Euro ist eine Investition in die nächsten vier Jahrzehnte“, machte Honsel aufmerksam. „Beste Voraussetzungen, um mit moderner Ausstattung und attraktivem Fuhrpark neue aktive Mitglieder für dieses Ehrenamt zu gewinnen, gerne auch erste weibliche Unterstützung.“

Obwohl in den Reihen der 35 Tonnenheider Aktiven bisher noch keine Kameradinnen ihren Dienst versähen, habe man bei der Planung zehn Plätze sowie separate Sanitäranlagen berücksichtigt. Neben drei Stellplätzen ermögliche die Fahrzeughalle zudem, dass im Winter Wartungsarbeiten an den Fahrzeug im Halleninneren vorgenommen werden könnten und nicht mehr draußen in der Kälte. Schulungsraum, Büro, Küche, Umkleiden und Sanitäranlagen, Technikraum, Werkstatt, Schlauchlager und Trocknungsraum finden zudem in dem neuen Gebäudekomplex genügend Platz.

Umnutzung des alten Feuerwehrdomizils

Ebenso wie in Kleinendorf liegen die Geschicke des Projekts in den Händen von Architekt Mario Holste aus Preußisch Ströhen. Dieser hat die Firma Knost Bau aus Wehe für die Bauleitung an seiner Seite. Honsel zeigte sich erfreut darüber, dass zahlreiche Firmen aus Rahden und den Ortschaften am Bauprojekt beteiligt seien. „Ein langer, holpriger Weg liegt hinter uns. Daher ist der offizielle Startschuss umso bedeutsamer“, stellte auch Christian Krüger heraus. „Er ist ein Zeichen für die Wichtigkeit der Wehr und ein Meilenstein für die Dorfentwicklung, denn in anderen Bereichen wollen wir ja auch noch weitergehen“, verwies der Ortsvorsteher auf die Umnutzung des alten Feuerwehrdomizils zum Dorfgemeinschaftshaus sowie die Installierung weiterer Sanitäranlagen für den örtlichen Sportverein.

„Ganz Tonnenheide freut sich, dass der Knoten endlich durchgeschlagen ist. Die ersten sichtbaren Arbeiten haben die Bevölkerung beruhigt“, konnte sich Feuerwehrausschussvorsitzende Doris Bölk, zugleich Tonnenheider Einwohnerin, nur anschließen. „Manche Dinge brauchen halt länger, aber es war nicht zum Nachteil der Löschgruppe“, freute sich Wehrführer Mark Ruhnau. Man habe somit auch das letzte Gerätehaus der Stadtwehr auf dem neuesten Stand. „Damit brauchen wir uns nicht zu verstecken.“

Dank für die Entscheidung zum Neubau

Prognosen, ob der traditionelle Weihnachtsbaum im neuen Domizil mit oder ohne Dach oder wie in Kleinendorf im Rohbau geschmückt werde, wolle er noch nicht abgeben. „Wir sind froh, dass es losgeht. So wird großes Engagement im Ehrenamt belohnt und beste Mitgliederwerbung betrieben“, sprach Löschgruppenführer Christian Benker im Namen der Einsatzkräfte Verwaltung und Wehrführung einen großen Dank für die Entscheidung zum Neubau aus. Auch Architekt Mario Holste, der schon in die Planungen für den zunächst angedachten Umbau involviert war, konnte nur bestätigen, dass es sich bei dem Neubau um die bessere Variante handele.

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