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Die Stadt Rahden startet einen Fahrdienst zum Corona-Impfzentrum in Hille

Mit dem Bulli geht‘s zum Impfen

Rahden

Fahrer und Bus stehen bereit: Jetzt kann es für über 80-Jährige, die nicht mit eigenem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln das Impfzentrum des Kreises in Hille erreichen können, auf Tour gehen.

Michael Nichau

Ab sofort startet der Bulli-Fahrdienst für über 80-Jährige, die keine Möglichkeit haben, das Impfzentrum zu erreichen (v. links): Bürgermeister Bert Honsel, Heike Krüker, Clemens Eggensperger, Werner Vatthauer, Helmut Grote und Helmut Borcherding. Foto: Michael Nichau

Die Stadt Rahden möchte möglichst allen impfberechtigten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, das Impfangebot des Kreise anzunehmen. Deshalb bietet sie in Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe (Zusammenschluss der Stadt Rahden, des Präventionsrates und des Projektes „Miteinander und nicht allein“) Personen, die keine Unterstützung durch Familie, Freunde oder Nachbarn bekommen können, Hilfe an.

„für die Fahrten zum Impfzentrum kann auf bewährte Strukturen zurückgegriffen werden“, sagt Heike Krüger, Familienbeauftragte der Stadt. „In Preußisch Ströhen gibt es über den Förderverein für Kindergarten und Grundschule einen ehrenamtlichen Fahrdienst für Grundschulkinder. Einige Fahrer des Grundschulbulli-Dienstes haben sich bereit erklärt, Fahrten zum Impfzentrum nach Unterlübbe durchzuführen“, erläutert Heike Krüger.

Für diesen Fahrdienst stellt der TuSpo Rahden seinen Vereins-Bulli, der im Moment aufgrund von Corona nicht genutzt werden kann, zur Verfügung. „Darüber hinaus hat auch die Unternehmensgruppe Dr. Bock angeboten, bei Bedarf einen weiteren Kleinbus zur Verfügung zu stellen“, sagt Krüger.

Friedhelm Borcherding, Helmut Grote und Werner Vatthauer haben sich als Fahrer gemeldet. „Der Fahrdienst für die Grundschule besteht jetzt auch schon an die sieben oder acht Jahre“, meint Borcherding. Dafür werde eigentlich der Bus vom Autohaus Dieker genutzt.

„Eine tolle Idee“ lobte am Dienstag Bürgermeister Dr. Bert Honsel die Aktivität der Familienbeauftragten. „Auch Clemens Eggensperger vom TuSpo war spontan begeistert“, schilderte der Bürgermeister. Natürlich würden die Kosten für das Fahrzeug von der Stadt übernommen. „Zunächst über das Budget Ehrenamt, in der kommenden Woche rechne ich damit, dass auch die Politik ihre Zustimmung gibt“, sagte er. „Eventuell gibt es auch Zuschüsse vom Land“, stellte Heike Krüger außerdem in Aussicht.

Hilfe und Unterstützung gibt es auch von weiteren Ehrenamtlichen. Lisa Cholewa, Sylvia Goertz und Merle Schröder wollen die Senioren bei der Suche nach Impfterminen unterstützen.

„Im Moment stehen bisher nur begrenzt Impftermine zur Verfügung“, schränkte Heike Krüger aber ein. Dies könne sich jedoch täglich ändern.

„Menschen, die eine schriftliche Einladung bekommen haben, können sich online unter www.116117.de oder unter der kostenlosen Rufnummer 116117 melden. Die Leitungen sind allerdings zum Teil überlastet und die Anrufer werden um Geduld gebeten“, erläutert Krüger.

Kommen Personen mit dieser Hotline nicht zurecht, gibt es die ehrenamtlichen Helferinnen, die gern weiterhelfen. „Erste Termine wurden hier schon vermittelt.“

Haben Personen einen Impftermin, kommen aber nicht nach Hille, können sie bei der Stadt Rahden unter der Zentralrufnummer 730 anrufen. Die Verwaltung koordiniert die Fahrten mit dem Bulli zum Impfzenttrum. Auch wer Hilfe bei der Terminvereinbarung für eine Impfung braucht, kann sich unter dieser Nummer melden.

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