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UfR und SPD-Mitglieder: Verkehrsberuhigung in Stellerloh reicht nicht

Muss nachgebessert werden?

Rahden (WB). Eigentlich hätte die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses nach 20 Minuten beendet sein können. Unter dem Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben und Anfragen“ fragte Dieter Sprado (UfR) dann aber nach den versprochenen Überarbeitungen der Verkehrsberuhigung im Bereich der Straßen „Stellerloh“ und „Weg ohne Namen“.

Michael Nichau

Sie stehen schon ein wenig merkwürdig da, die Blumenkästen zur Verkehrsberuhigung (hier an der Straße Stellerloh). Kästen und Warnbaken befinden sich teilweise auf dem Grünstreifen – lediglich weiße Streifen engen die Fahrbahn ein. Foto:

„Diese Verkehrsberuhigung geht gar nicht“, warf Sprado in den Raum. Der Rad- und Fußweg werde nur von „einer Handvoll Leuten“ genutzt. „Das Geld, was Meierguss dort ausgegeben hat, hätten wir in andere Maßnahmen investieren müssen“, meinte er.

Das wiederum rief Bürgermeister Bert Honsel auf den Plan. „Das ist ja nicht das erste Mal, dass wir uns mit dem Thema beschäftigen. Es ist ganz klar, dass der Verkehr durch die Schließung der Werkstraße zugenommen hat. Das wurde auch so vorhergesagt. Am anderen Stellen hat die Verkehrsbelastung aber abgenommen“, bilanzierte Dr. Honsel. „Es sind keine Maßnahmen an dieser Stelle vorgesehen, um den Verkehr anders zu regeln“, lautet sein Fazit.

Verkehr beobachtet

Wohl aber habe man sich ein Bild von der Verkehrssituation an der Einmündung Stellerloh/Lange Reihe verschafft. „Dort sind Maßnahmen angedacht, damit die Kurven anders gefahren werden“, kündigte er an. Dies sei Tagesordnungspunkt in einer der nächsten Bauausschuss-Sitzungen im kommenden Jahr, versprach er. Auch im südlichen Bereich der verkehrsberuhigten Zone seien ergänzende Maßnahmen denkbar.

Die Aussicht auf nur punktuelle Nachbesserungen veranlasste SPD-Ratsfrau Marion Spreen, in die eigentlich nicht vorgesehene Diskussion einzugreifen: Sie habe sich mit Anliegern getroffen und Meinungen eingeholt. „Die Fahrbahnverengungen sind lachhaft. Zum Teil stehen die Kübel nur zehn Zentimeter in die Fahrbahn eingerückt. An anderen Stellen muss über Grundstücke ausgewichen werden, um die Kübel zu umfahren. Teilweise sind die Seitenstreifen schon beschädigt. Die Anwohner dort wünschen sich ein schlüssiges Gesamtkonzept“, meinte Spreen.

Erprobungsphase

„Wir haben von Anfang an zugesichert, dass wir uns in einer Erprobungsphase befinden und dass wir für Neuerungen offen sind“, bemerkte der Bürgermeister. Er sehe kein Problem darin, eine Delegation der Anwohner mit ihren Vorschlägen zu empfangen.

Nebenbei bemerkte Honsel, dass die Verkehrszählungen und -messungen, deren genaue Ergebnisse SPD-Mann Horst-Wilhelm Bruhn einforderte, ergeben hätten, dass 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer vorschriftsmäßig fahren würden. „Das ist im Sinne aller Experten als normal einzustufen“, sagte der Bürgermeister.

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