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In Kleinendorf sollen 17 neue Bauplätze entstehen

Neise und ATP mit Umzugsplänen

Rahden (WB/bös). Die Firmen Neise und ATP wollen ihren bisherigen Standort an der Weher Straße in Rahden aufgeben und ihn an die Mindener Straße verlegen. Grund für diese Pläne ist, dass die Unternehmen an der Weher Straße keine Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten sehen.

Neise und ATP wollen ihren Standort an der Weher Straße womöglich aufgeben. Foto: Nichau

Dieses Vorhaben ist Thema in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am kommenden Mittwoch, 30. Oktober, ab 17 Uhr im Rathaus. »Aufgrund ungünstiger Entwicklungsmöglichkeiten von Neise und ATP am bisherigen Standort haben die beiden Betriebe vor, ihren gemeinsamen Unternehmenssitz auf eine momentan noch unbebaute Freifläche an der Mindener Straße umzusiedeln und dort neu zu bauen«, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Im derzeit geltenden Flächennutzungsplan (FNP) sei der betroffene Bereich als Gewerbefläche ausgewiesen. Bei ATP und Neise handele es sich aber um großflächige Einzelhandels- und nicht um produzierende Betriebe, daher könnten sie sich nicht in einem Gewerbegebiet ansiedeln, erklärte auf Nachfrage die Verwaltung. »Große Teile dieses Bereiches an der Mindener Straße weisen jedoch eine mischgebietstypische Nutzung aus Wohnen, Handwerk, Handel und Landwirtschaft aus. Deshalb sei die Neuordnung des gesamten Bereichs südlich der Mindener Straße sinnvoll. »Weiterhin wird die Umsiedlung der Betriebe ermöglicht, indem das Zentrum des Geltungsbereiches als sonstiges Sondergebiet für den großflächigen Einzelhandel ausgewiesen wird. Ausgeschlossen bleiben die innenstadtrelevanten Waren. Somit kann der Verbleib der beiden Unternehmen in Rahden langfristig gesichert werden«, teilt die Verwaltung mit.

Zugleich sei in einem Mischgebiet auch Wohnbebauung möglich. Die Verwaltung hält auch aus diesem Grund die Änderung für sinnvoll, da dann potenzielle Investoren auch die Möglichkeit haben, Wohnhäuser zu errichten. Das ist laut Darstellung in den Plänen zum Beispiel zwischen Fasanenweg und Planstraße für Neise möglich. Die Planungen werden in der Sitzung eingehend vorgestellt.

Dass in Rahden immer noch Bedarf an Wohnraum besteht, davon zeugt ein weiterer Punkt der Tagesordnung. Die S-Immobilien Entwicklungsgesellschaft der Stadtsparkasse Rahden hat nämlich bei der Stadt beantragt, weiteres Bauland in Kleinendorf auszuweisen – und zwar im Bereich Hagebuttenweg/Holunderweg. Dort könnten auf einer Teilfläche von 1,5 Hektar um die 17 Bauplätze entstehen. Die S-Immobilien, der diese Fläche gehört, übernimmt die Erschließung und will die Grundstücke für Wohnbebauung vermarkten. »Aufgrund der anhaltenden Nachfrage nach Bauplätzen und dem Ziel der Stadt Rahden, möglichst vielen Familien innenstadtnahes und günstiges Wohnen zu ermöglichen, besteht der Bedarf zur Ausweisung weiterer Wohnbauflächen«, schreibt die Verwaltung in der Vorlage.

Um das Projekt zu realisieren, muss die zurzeit noch landwirtschaftliche Nutzfläche zu Bauland werden. »Die S-Immobilien übernimmt unter anderem die Kosten für die Ausweisung als Bauland und für die Herstellung und Übertragung sämtlicher Erschließungsanlagen, so dass der Stadt keine Kosten entstehen. In Zusammenarbeit mit der Ingenieurplanung aus Wallenhorst und der ­S-Immobilien GmbH wurden zwischenzeitlich erste Vorentwürfe für die Aufstellung des Bebauungsplanes erarbeitet, die in der Sitzung erläutert werden. Hiernach soll ein allgemeines Wohngebiet festgesetzt werden, das eine Aufteilung in etwa 17 Bauplätze für eine Wohnhausbebauung zulässt.

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