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Rat berät, ob eine neue Anlage am Schulzentrum gebaut wird

Pumptrack wertet Skateplatz auf

Rahden (WB). Erneut steht das Thema „Umsetzung von Maßnahmen aus dem Förderprogramm ‚Dorferneuerung‘ auf der Tagesordnung einer Ratssitzung. Am Donnerstag, 19. Dezember, geht es dieses Mal um die „Aufwertung des Skateplatzes am Schulzentrum Rahden.“ Die Verwaltung schlägt vor, dass der Rat beschließt, die Umsetzung des Projektes abzuändern. Und zwar soll jetzt an den Skateplatz ein Pumptrack gebaut werden. Bedingung für die Errichtung ist aus Sicht des Bauamtes allerdings die Einhaltung des vorgesehenen Kostenrahmens.

Elke Bösch

Ob jung, ob alt – ein Pumptrack können alle nutzen und das sogar mit normalen Fahrrädern und anderen Bewegungsmittel. Foto:

Fördermittel bewilligt

„Im Rahmen des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) hat das Jugendforum das Projekt ‚Aufwertung des Skateplatzes am Schulzentrum‘ erarbeitet und vorgeschlagen“, heißt es in der Beschlussvorlage. Daraufhin seien 2018 über das Programm ‚Dorferneuerung‘ Fördermittel für dieses Jahr beantragt worden, um die Pläne zu realisieren. Das habe dazu geführt, dass die Bezirksregierung Detmold Mittel in Höhe von 88.907 Euro bewilligte. Die Gesamtkosten beziffert die Verwaltung auf 140.000 Euro.

Familien mit neuer Idee

„Währung der Planungen zur Umsetzung des Projektes meldeten sich Anfang Oktober zeitnah unabhängig voneinander zwei Rahdener Familien, die der Stadtverwaltung vorschlugen, in Rahden einen Pumptrack zu bauen. Bislang war vorgesehen, den bestehenden Skateplatz durch die Ergänzung von einzelnen Skateelementen wie Boardbank, Pad und Plattformerweiterung attraktiver zu gestalten“, informiert die Verwaltung. Als wesentliche Aufwertung sei auch die Anlage eines Skatepools betrachtet worden.

Größere Zielgruppe

„Dieser Pool hat einen Anteil von zwei Dritteln an den Gesamtkosten“, ist es der Vorlage zu entnehmen. Und das Bauamt steht den Vorschlägen der Familien positiv gegenüber: „Wesentlicher Vorteil eines Pumptracks ist, dass eine deutlich größere Zielgruppe, sowohl hinsichtlich des Fortbewegungsmittels, als auch der Altersgruppe erreicht werden kann. So kann ein Pumptrack auch mit üblichen Straßenfahrrädern befahren und zudem sonst von sämtlichen Fortbewegungsmitteln mit Rädern, wie zum Beispiel Skateboard, Inlineskates, Tretroller oder Laufrad benutzt werden. Ein Pumptrack kann sowohl von Kleinkindern als auch von älteren Personen befahren werden, da die Einstiegshürde sehr gering und für Ungeübte gut geeignet ist.“

Positive Signale

Auch aufgrund dieser Erkenntnisse gab es weitere Gespräche mit den Ideengebern. Darüber hin­aus kamen aus dem Bereich der Jugendförderung positive Signale für den Bau eines Pumptracks. Und die Schulen meldeten, dass sich ein Pumptrack in den Sportunterricht integrieren ließe. Weiterhin hat auch ein Kindergarten angedeutet, dass dieses Projekt von Interesse wäre. „Da es in der näheren Umgebung von Rahden zurzeit keinen Pumptrack gibt, würde die Stadt ein Alleinstellungsmerkmal bekommen und dadurch auch die Attraktivität der gesamten Stadt für Jugendliche, junge Familien und Sportbegeisterte nochmals gesteigert werden“, ist die Verwaltung überzeugt.

Kostenrahmen passt

Nach ersten Schätzungen halten die Sachbearbeiter im Rathaus eine Umsetzung des Projektes unter Einhaltung des beantragten Kostenrahmens für möglich. Es sei auch bereits mit der Bezirksregierung abgestimmt, dass diese Änderung dem Förderungsziel „Aufwertung eines öffentlichen Platzes am Schulzentrum zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität“ nicht entgegenstehe und sich somit nicht negativ auf die Förderung auswirke. Der Rat wird darüber in der Weihnachtssitzung beraten, die um 17 Uhr beginnt.

Pumptrack

Ein Pumptrack ist ein geschlossener Rundkurs mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen, den jeder der Rad fahren kann, nutzen kann. Sogar mit ihrem Laufrad können Kinder motorischen Fähigkeiten auf der Anlage trainieren.

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