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Noch in diesem Jahr soll der Umbau des Sportlerheimes in Rahden-Tonnenheide beginnen – TuS freut sich auf neues Sportzentrum

„Tonnenheide bewegt eine Menge“

Rahden

Das Projekt der Umgestaltung des Sportlerheimes Tonnenheide kommt langsam in Gang.

Von Michael Nichau

Siegfried Schwarze, Katrin Drumann und Herbert Henke zeigen die Pläne für den Umbau des Sportlerheimes. Henke und Schwarze gehören zum Orga-Team, das den Bau betreut.Siegfried Schwarze, Katrin Drumann und Herbert Henke zeigen die Pläne für den Umbau des Sportlerheimes. Henke und Schwarze gehören zum Orga-Team, das den Bau betreut. Foto: Michael Nichau

Nach der Förderzusage hat sich jetzt das Organisationsteam im Rathaus getroffen, um die weiteren Schritte zu besprechen. Ziel ist es, noch in diesem Jahr die Aufträge für die Baumaßnahmen zu vergeben und mit den ersten Abrissmaßnahmen zu beginnen, hieß es am Dienstag.

Das Projekt, bei dem auch das Feuerwehrgerätehaus nach dem Umzug der Kameraden in den nahe gelegen Neubau eingebunden werden soll, wird über die Sportförderung des Landes finanziert, das im Juni 2020 neu aufgelegt wurde. In „Rekordzeit“ hatten die Mitarbeiter von Dorfgemeinschaft und TuS Tonnenheide einen förderfähigen Antrag erstellt, der am 11. Januar 2021 vom Rahdener Haupt- und Finanzausschuss auf den Weg gebracht worden war.

Froh, dass es in Tonnenheide läuft (von links): Christian Krüger, Christian Benker, Bert Honsel und Maik Ahrens (TuS) Foto: Michael Nichau

Inzwischen liegt die Förderzusage in Höhe von 90 Prozent der Gesamtkosten von etwa 664.000 Euro vor. 557.000 Euro kostet das Gebäude, 107.000 Euro werden für die Außenanlagen veranschlagt. Knapp etwa über 60.000 Euro muss der Sportverein selbst – auch mit Arbeitsleistungen – aufbringen.

„Bei der Zusicherung der großen Fördersumme ist uns sicherlich ein Stein vom Herzen gefallen und sich glaube, der Tonnenheider Stein hat sich etwas bewegt“, meinte Ortsvorsteher Christian Krüger (CDU) augenzwinkernd beim Ortstermin an der Sportstätte. „Wir wollen die Gebäude letztlich als Gemeinschaftshaus umstrukturieren. Die Tatsache, dass es allgemein zugänglich sein muss, ist Voraussetzung für die Förderung“, sagte Krüger. Er hoffe, dass mit dem Sportzentrum eine „neue Ortsmitte“ in Tonnenheide entstehen könne.

Entstanden war die Idee für die Umgestaltung des Sportlerheimes bereits 2016, als das zweite Spielfeld auf dem Gelände Dreisörner mit den entsprechenden Mannschaftskabinen aufgelöst werden musste. „Der Verein konnte damals ein neues Spielfeld direkt am bestehenden Platz dazugewinnen. Was jetzt dringend fehlt, sind die Mannschafts- Umkleiden“, ließen Krüger und der designierte neue Vorsitzende Maik Ahrens die Ereignisse nochmals lebendig werden.

Zunächst war geplant, das Sportlerheim über die Förderung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) zu finanzieren. Dies gelang damals zeitlich nicht. Es war aber möglich, die jetzigen Umbaumaßnahmen mit der Gründung eines Orga-Teams bereits vorzubereiten. „Ohne Team hätten wir das in der kurzen Zeit bis zur Antragstellung nicht geschafft“, sagte Ahrens.

Bürgermeister Bert Honsel lobte die „Rekordzeit“ von nur einem knappen halben Jahr, bis vollständige Unterlagen ausschließlich vom Verein ehrenamtlich angefertigt worden seien. „Großen Verdienst daran hatte die Architektin Katrin Drumann, die die Pläne unentgeltlich für den Verein erstellte, betonte Christian Krüger. „Auf den letzten Drücker haben wir auch noch die politische Zustimmung erhalten.“

„Wichtig ist jetzt, dass die Tonnenheider wissen, wie es weitergeht“, sagte Krüger. Der TuS hat ein Organisationsteam bestellt. Es besteht aus Herbert Henke, Siegfried Schwarze, Maik Ahrens, Björn Hammermeister und Steffen Borcherding. Sie sollen vor Ort Ansprechpartner sein. Auch die Stadtverwaltung werde aber durch einen Fachplaner die Bauaufsicht sicherstellen, meinte der Bürgermeister.

„Das alles erfolgt unter der Vorgabe, dass der normale Spielbetrieb weiterläuft. Wir wollen also eine Umkleide immer in Betrieb halten, während an anderer Stelle gearbeitet wird“, meinte der Ahrens.

Und so gliedere sich die Maßnahme letztlich in drei Bauabschnitte: Neue Umkleiden, Umbau des Gerätehauses und die Sanierung der bestehenden Umkleiden sowie die Außenanlagen, erklärte Christian Benker (Feuerwehr und Stadtverwaltung).

Die Außenanlagen sollen künftig um ein Beach-Volleyballfeld, eine Spielgeräteinsel und eine Seilbahn erweitert werden. „Die Feuerwehr wird im Spätsommer umziehen“, meinte Bürgermeister Bert Honsel. Angepeilt sei Juli/August, sagte Löschgruppenführer Christian Benker. „Die Kameraden sollen das Haus mit einrichten und der Dienstbetrieb kann hoffentlich bald wieder starten“, sagte er.

„Wir haben da mächtig viel Energie reingesteckt und ich glaube, dieses Projekt bietet eine echte Chance für Tonnenheide“, erläuterte Ortsvorsteher Christian Krüger.

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